Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Der freistehende schmiedeeiserne „Gateway Walk“
- Der Backsteinbau von Deans Warehouse
Die Geschichte des Ortes
Vor dem Eingang steht ein schmiedeeisernes Gitter, das mit keinem Zaun verbunden ist. Es hat nichts zu verschließen: Es ist der „Gateway Walk“, der hier aufgestellt wurde, als das frühere Eisenbahnlager Deans Warehouse in das städtische Zentrum für Besucherempfang und Verkehr verwandelt wurde. In dem Backsteingebäude aus der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts wurden früher Güter der South Carolina Railroad gelagert. Im Mai neunzehnhunderteinundneunzig zogen Mitarbeiter mit Karten und Fahrplänen für Führungen hier ein, und hinter dem Lager richtete man einen Platz für Reisebusse ein. Bei der Umgestaltung bewahrte die Stadt einen beträchtlichen Teil der alten Materialien.
Die Gestaltung des Haupteingangs übertrug man Philip Simmons, einem Kunstschmied aus Charleston, der erreichen wollte, dass sein Handwerk nicht zusammen mit den Pferdewagen verschwand. Mit dreizehn Jahren begann er als Lehrling in der Werkstatt eines anderen Simmons, Peter, der nicht mit ihm verwandt war. Philip reparierte Werkzeuge, beschlug Räder und fertigte Teile für Boote und Pflüge an: Davon lebte er. Als Autos die Wagen zu verdrängen begannen, wandte Simmons sich dekorativen Gittern und Toren zu. Das Eisen, das zuvor den Reifen auf der Felge hielt, hielt nun Kinder im Hof und verschloss Durchgänge zwischen Häusern. Die Aufträge ermöglichten dem Schmied, am Amboss zu bleiben; mit der Zeit verbreiteten sich seine Arbeiten über ganz Charleston. Simmons selbst sagte, der Amboss habe ihn ernährt und gekleidet.
Den Auftrag für das Zentrum übernahm Simmons als achtundsiebzigjähriger Meister, der bereits seit zwei Jahren offiziell im Ruhestand war. Die örtliche Künstlerin Mary Edna Fraser half ihm bei der Zeichnung. Simmons entwarf die Tore und leitete ihre Herstellung; damals galten sie als sein größtes Werk. Noch vor der Eröffnung des Zentrums verabschiedeten die Abgeordneten von South Carolina eine eigene Resolution zu seinen Ehren und nannten das Gitter ein „Tor zur Stadt“. Sie würdigten ausdrücklich seine Entscheidung, für diesen Eingang wieder zu arbeiten.
Der „Gateway Walk“ steht noch immer freistehend vor dem alten Lager. Dahinter befinden sich heute keine Frachtbriefe und Waggons mehr, sondern Karten, Tickets für Führungen und Zugänge zu den Bussen.
Praktisch vor Ort
Täglich 8:30-17:00; geschlossen an Thanksgiving, Christmas Day und New Year’s Day.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Im Inneren befindet sich ein Besucherzentrum; ist es nicht zugänglich, lässt sich die Herkunft des Gebäudes dennoch gut an seinem äußeren Erscheinungsbild erkennen.
