Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Brückenöffnung
- Breite Fahrbahn
- Steinerne Stützmauern
Die Geschichte des Ortes
Die Brückenöffnung des Puente Heredia und die breite Straße verlaufen über den Resten des Revellín, dessen Fundamente unten verborgen liegen; Fragmente der alten Zufahrt stützen die steinernen Stützmauern. Als die Altstadt von Cartagena und Getsemaní von Wasser umgeben waren, verlief hier ein Damm mit der einzigen trockenen Verbindung zwischen ihnen. Den Zugang zur Stadt machte man langsam: Drei Wassergräben, hölzerne Übergänge und eine gewundene Durchfahrt ließen nur eine einzige Kutsche passieren. Durch diese Enge brachte man Waren und Lebensmittel, und eine der Brücken wurde nachts hochgezogen.
Im Juni eintausendachthundertdreiundachtzig erlaubte der Nationalkongress der Stadtverwaltung von Cartagena, das hier stehende Revellín abzutragen. Das Gesetz erklärte sofort den Zweck: Der Stein konnte für eine neue Brücke verwendet und die Straße verbreitert werden.
Zuvor gelangten die Menschen hier durch eine Anlage, die absichtlich so gestaltet war, dass sie die Bewegung behinderte. Die Altstadt von Cartagena und der Vorort Getsemaní lagen mitten im Wasser. Der einzige Landweg zu ihnen verlief ungefähr entlang der Trasse des heutigen Puente Heredia. Zuerst traf der Reisende auf eine zur Straße hin gerichtete konkave Artilleriebatterie. Ihre Form gab dem Befestigungswerk den Namen Revellín de la Media Luna – Halbmond. Dann folgten drei mit Wasser gefüllte Gräben mit hölzernen Übergängen. Mitten auf dem Damm stand das Revellín de la Media Luna – ein kleines, eigenständiges Fort vor der Hauptverteidigungslinie. Zwischen seinen Mauern ließ man eine gewundene Durchfahrt, in die kaum eine einzige Kutsche passte. Eine der Brücken wurde nachts hochgezogen.
Auf genau diesem Weg brachte man Lebensmittel und Waren in die Stadt. Wer das Schließen der Tore verpasste, blieb zusammen mit Pferden und Ladung draußen. Solange Angriffe möglich waren, nützte die Verzögerung den Verteidigern: Ein Wagen, der sich zwischen den Mauern nur schwer wenden ließ, hätte auch die Soldaten behindert. Doch gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts hielten dieselben Kurven, Gräben und der enge Durchgang Fuhrleute und Händler auf, die zwischen Cartagena, Manga, Turbaco und Mompox unterwegs waren.
Die Stadtoberen setzten sich für eine direkte Durchfahrt ein. Der Kongress übergab ihnen die staatlichen Ruinen und erlaubte ihnen, über den gewonnenen Stein zu verfügen. Im Jahr eintausendachthundertdreiundachtzig trugen Arbeiter das Revellín ab. Danach verschwand auch die Batterie Revellín de la Media Luna, die Gräben wurden zugeschüttet und der alte Damm begradigt. Den Abschnitt, der mehrere Jahrhunderte lang jeden gezwungen hatte, langsamer zu werden und unter den Kanonen hindurchzugehen, verwandelte man in eine breite Straße.
Der Name der heutigen Brücke hängt mit Pedro de Heredia zusammen, dem spanischen Gründer von Cartagena, der bereits aus der Geschichte der India Catalina bekannt ist. Auf dem hier angelegten Paseo Heredia wollte man seine Statue aufstellen. Im Jahr eintausendneunhundertfünfzehn legte man sogar den Grundstein für das Denkmal, doch die Bronzefigur wurde erst eintausendneunhundertdreiundsechzig und an einem anderen Ort aufgestellt; heute steht sie auf der Plaza de los Coches.
Das Revellín selbst ist von der Oberfläche fast verschwunden. Seine erhaltenen Fundamente liegen unter dem Puente Heredia verborgen, und einzelne Fragmente der alten Zufahrt wurden in die Stützmauern einbezogen. Über den Standort des abgetragenen Forts rollt der Verkehr, für den der Kongress die Entnahme des Steins von hier erlaubte.
Praktisch vor Ort
Offener Stadtraum; der Zugang hängt von der Verkehrslage und von Arbeiten rund um die Brücke ab.
Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betrachten Sie den Ort von einem sicheren Fußgängerpunkt aus: Der dichte Verkehr erlaubt es nicht, auf der Fahrbahn nach einem besseren Blickwinkel zu suchen. Steigen Sie für eine Nahaufnahme nicht zu den Fundamenten hinab.
