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Plaza de la Aduana

Plaza de la Aduana

Das Waffenlager wird zeigen, warum ein politischer Streit auf diesem Platz mit vollständiger Unabhängigkeit enden konnte.

12 Min.
Die Plaza de la Aduana im alten Cartagena.
Bernard Gagnon · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Die lange Fassade der Casa de la Aduana
  • Die Fassade der Sala de Armas de Artillería

Die Geschichte des Ortes

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Die lange Fassade der Casa de la Aduana zieht sich am Platz entlang, daneben ist die Fassade der Sala de Armas de Artillería erhalten. Heute gehören beide Gebäudeteile zum Komplex der Alcaldía Mayor de Cartagena de Indias. Waffen gibt es darin schon lange nicht mehr, doch im staatlichen Register sind die Gebäude weiterhin als Casa de la Aduana und Sala de Armas de Artillería verzeichnet. Diese alten Namen zeigen, dass der Staat am Hafen sowohl eine Stelle für den Seehandel als auch einen Vorrat für dessen Verteidigung benötigte.

Der Name des Platzes stammt von der Einrichtung, die seine lange Seite einnahm. Als sich hier der erste Stadtanleger befand, luden Kaufleute Waren aus, während königliche Beamte Seegeschäfte abwickelten und Zölle erhoben. Ende des achtzehnten Jahrhunderts zog in das Gebäude die Casa de la Aduana ein. Daneben unterhielt das Artilleriekorps die Sala de Armas de Artillería – ein Lager für Gewehre, Piken und Munition zur Verteidigung des Hafens.

Am elften November eintausendachthundertelf brauchten Menschen dieses Lager, die die Stadt nun gegen die Spanische Krone verteidigen wollten. Angeführt wurden sie von Pedro Romero, einem Schmiedemeister und Auftragnehmer des Arsenal de Marina. Er leitete Handwerker, konnte Waffen herstellen und reparieren, und sein Jahresvertrag war achtzigtausend Reales wert. Romero hatte einiges zu verlieren: sein Haus, seine Werkstatt und seinen einträglichen Dienst. Zugleich bezeichneten ihn koloniale Dokumente als Mulatten; damit seinem Sohn das Studium der Rechtswissenschaft erlaubt wurde, musste der Vater beim König um eine besondere Befreiung von dieser Einordnung bitten.

Ein Jahr zuvor hatten die Einwohner von Cartagena den spanischen Gouverneur vertrieben und eine Junta gebildet – einen vorläufigen Stadtrat. Der Rat regierte eigenständig, erkannte aber weiterhin König Fernando VII. an. Das Juntamitglied Germán Gutiérrez de Piñeres drängte auf einen vollständigen Bruch mit Spanien. Der Ratsvorsitzende José María García de Toledo hielt einen solchen Schritt für verfrüht, und die Beratungen wurden mehrmals verschoben.

Als erneut keine Entscheidung zustande kam, führte Romero eine Miliz aus Getsemaní auf den Platz – Handwerker, Schwarze und Mulatten, die als die Lanzenkämpfer von Getsemaní bekannt waren. Hier bot sich ihnen die Möglichkeit, ihre Forderung mit Waffen zu untermauern. Sie nahmen die Sala de Armas de Artillería ein, ergriffen Piken und Gewehre, besetzten die wichtigsten Befestigungen der Stadt und stürmten dann das Gebäude, in dem die Junta tagte. Nach Drohungen und einem Zusammenstoß mit Gegnern der Abspaltung unterzeichnete der Rat eine Erklärung der vollständigen Unabhängigkeit. Cartagena erklärte sich zu einem souveränen Staat.

Im folgenden Jahr trat Romero in die verfassungsgebende Versammlung ein, die die Verfassung des neuen Staates ausarbeitete. Die Republik bestand bis Dezember eintausendachthundertfünfzehn, als spanische Truppen die Stadt nach einer Belagerung zurückeroberten. Romero floh nach Haiti und starb dort im folgenden Jahr. García de Toledo, den er zum Einverständnis mit dem Bruch mit Spanien gezwungen hatte, blieb Anhänger der Republik; ein spanisches Militärgericht verurteilte ihn im Jahr eintausendachthundertsechzehn zum Tode.

In den alten Räumen befinden sich keine Waffen mehr. Den Komplex nutzt die Alcaldía Mayor de Cartagena de Indias, und im staatlichen Denkmalregister stehen bei dem Gebäude weiterhin zwei frühere Bezeichnungen: Sala de Armas de Artillería und Casa de la Aduana.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort12 Min.
Nächster PunktPlaza de San Pedro Claver
Eintrittfrei zugänglich

Gehen Sie um das Denkmal herum, um die Komposition von verschiedenen Seiten zu betrachten; zum Verständnis der Geschichte müssen Sie die Gebäude nicht betreten.

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Wie weiter?

Gehen Sie zur Kirche und zu den Bronzefiguren auf dem benachbarten Platz.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Der alte Hafen von Cartagena: Tore, Plätze und Bastionen“ — 5 Stopps, etwa 950 m, 2–2,5 Stunden.

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