Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Die drei Hauptpyramiden
- Der Streifen des leeren Wüstenplateaus
- Pferde
- Kamele
Die Geschichte des Ortes
Die Panoramaplattform wurde für einen einzigen Blickwinkel angelegt. Vom südwestlichen Rand des Gizeh-Plateaus passen die drei Hauptpyramiden in ein gemeinsames Bild: Am nächsten steht die Mykerinos-Pyramide, dahinter erheben sich die Chephren-Pyramide und die Cheops-Pyramide. Wegen dieser Abfolge kommen Ausflugsgruppen hierher, hier beginnen Ausritte, und hier entstehen Fotografien, auf denen zwischen Kamera und Pyramiden ein Streifen des leeren Wüstenplateaus bleibt.
Eine der ersten kommerziell erfolgreichen Varianten einer solchen Aufnahme schuf der britische Fotograf Francis Frith im Jahr achtzehnhundertachtundfünfzig. Vor der Fotografie handelte er mit Kolonialwaren und verkaufte sein gewinnbringendes Geschäft, um mit einer Kamera durch Ägypten zu reisen. Frith wollte jene Käufer, die selbst den Nil nicht erreichen würden, mit genauen Abbildungen von Altertümern versorgen. Von dem gewählten Blickwinkel hing sein künftiger Verdienst ab: Die Aufnahmen sollten gedruckt und im Abonnement verkauft werden.
Der Fotograf benötigte eine große Kamera, eine Glasplatte und ein tragbares geflochtenes Fotolabor. Negative zu vergrößern verstand man damals praktisch nicht, deshalb musste das Glas die Größe des künftigen Abzugs haben. Frith beschichtete die Platte mit lichtempfindlichem Kollodium, setzte sie in die Kamera ein, belichtete und entwickelte sie, solange die Schicht feucht blieb. Wenn sie trocknete, war die Arbeit verloren. Die südwestliche Ansicht musste vollständig hier, zwischen den Steinen, angefertigt werden: Die Platte mitzunehmen und sich später darum zu kümmern, war nicht möglich.
Auf seiner Aufnahme ließ Frith vor den Pyramiden zwei sitzende Männer und ein Pferd stehen. Ihre kleinen Figuren geben den Bauwerken einen Maßstab, und die diagonale Anordnung verwandelt drei getrennte königliche Komplexe in ein einziges wiedererkennbares Bild. Die ägyptische Serie verkaufte sich gut; der Erfolg ermöglichte dem Fotografen, noch zweimal in den Nahen Osten zu reisen und anschließend einen Verlag zu gründen, der Landschafts- und Architekturansichten herausgab.
Später wählten die Planer der Touristenroute auf den Anhöhen des Plateaus besondere Panoramapunkte: Besucher erhielten Fernblicke, und an empfindlichen Denkmälern drängten sich weniger Menschen. Von Friths Kamera und geflochtenem Labor ist hier nichts erhalten. Erhalten blieb die Anordnung seiner Aufnahme. Heute verdienen hier Kamel- und Pferdebesitzer ihr Geld, indem sie Reisenden anbieten, den Platz jener beiden kleinen Figuren vor den drei Pyramiden einzunehmen.
Praktisch vor Ort
Offener Punkt innerhalb des Plateaus; der Zugang hängt von der allgemeinen Eintrittskarte, den Shuttle-Routen und der Zeit des letzten Einlasses ab.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Schützen Sie das Objektiv vor Sand und verlassen Sie für eine Aufnahme nicht die markierten Bereiche. Machen Sie ein Foto mit Figuren im unteren Bildbereich: Ohne sie geht der Maßstab leicht verloren.
