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Löwenhof

Oroszlános udvar

Um die Einnahme des Palasts nachzuvollziehen und zu sehen, warum es an der Hauptarkade zu keinem Kampf kam.

20 Min.
Prunkarkade des Löwenhofs mit steinernen Löwen am Eingang.
Andrzej Otrębski · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Das äußere Löwenpaar mit erhobenen Köpfen
  • Das innere Löwenpaar mit geöffneten Mäulern
  • Die Arkade des Nordtors
  • Der geschlossene Hof

Die Geschichte des Ortes

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Der Hof hinter der Nordarkade entstand Ende des neunzehnten Jahrhunderts, als man den alten Barockpalast um einen westlichen Gebäudeflügel erweiterte. Vier steinerne Löwen gaben ihm seinen Namen: Von außen empfangen sie die Eintretenden mit erhobenen Köpfen, von innen blicken sie mit geöffneten Mäulern in den Hof. In den ehemaligen Palastgebäuden befinden sich heute Museen und die Széchényi-Nationalbibliothek, und die Löwen an der Arkade sind an ihren Plätzen geblieben.

Am Morgen des sechzehnten Oktober neunzehnhundertvierundvierzig verließ Miklós Horthy den Palast, ging zum Löwentor und stieg in ein wartendes Auto. Er hatte hier fast ein Vierteljahrhundert gelebt. Ungarn blieb damals formell ein Königreich ohne König, und Reichsverweser Horthy nahm die Aufgaben des Staatsoberhaupts wahr; der Westflügel des Palasts diente ihm als Wohnhaus und Arbeitsresidenz.

Ungarn trat als Verbündeter des nationalsozialistischen Deutschland in den Krieg ein. Im März neunzehnhundertvierundvierzig besetzten deutsche Truppen das Land, ließen Horthy jedoch in seinem Amt. Im Herbst überschritt die Rote Armee die ungarische Grenze, und der Reichsverweser versuchte, mit der Sowjetunion einen Waffenstillstand zu schließen. Am fünfzehnten Oktober gab er dies im Radio bekannt und verlangte von der Armee, die Kampfhandlungen einzustellen.

Das deutsche Kommando hatte sich im Voraus vorbereitet. Noch vor Horthys Ansprache entführten die Leute Otto Skorzenys seinen einzigen noch lebenden Sohn, Miklós Horthy jr. Der Sohn wurde aus Budapest fortgebracht und als Geisel festgehalten. Horthy selbst befahl zunächst Károly Lázár, dem Kommandanten der Palastwache, die Residenz zu verteidigen. Vor dem Löwentor stellte man mit Ziegeln beladene Wagen auf: Diese Arkade war die Haupteinfahrt in den inneren Hof, und sie zu schließen bedeutete, den Weg zu den Gemächern des Reichsverwesers zu versperren.

Dann widerrief Horthy den Befehl zu schießen. Der deutsche Diplomat Edmund Veesenmayer erschien im Palast und warnte, der Angriff werde in wenigen Minuten beginnen. Der Reichsverweser erklärte sich bereit, gemeinsam mit ihm fortzufahren. Die Wachoffiziere, die sich darauf vorbereitet hatten, ihren Vorgesetzten hier zu verteidigen, sahen, wie sein Auto die Barrikade durchquerte und hinter dem Tor verschwand.

Kurz darauf näherte sich Skorzenys Kolonne der Arkade. Ein schwerer Panzer zerquetschte die mit Ziegeln beladenen Wagen, ein zweiter fuhr durch das Tor direkt in den Hof. Ein Teil der Verteidiger an anderen Abschnitten des Palasts hatte den Befehl zur Einstellung des Widerstands nicht rechtzeitig erhalten, doch hier kam es nicht mehr zu einem Kampf. Die Wache wurde entwaffnet, der Palast besetzt.

Horthy wurde gezwungen, den Waffenstillstand aufzugeben, seine Vollmachten niederzulegen und Ferenc Szálasi, den Führer der faschistischen Pfeilkreuzlerpartei, zum Regierungschef zu ernennen. Danach brachte man den Reichsverweser mit seiner Familie unter Arrest nach Deutschland. Sein Sohn überlebte die Haft. Horthy selbst kehrte nie wieder in diese Residenz zurück, und Ungarn setzte den Krieg an der Seite Deutschlands fort.

Der geschlossene Hof entstand Ende des neunzehnten Jahrhunderts, als man an den alten Barockpalast einen westlichen Wohnflügel anbaute. Die vier steinernen Löwen für das Nordtor schuf der Bildhauer János Fadrusz: Das äußere Paar empfängt die Eintretenden mit erhobenen Köpfen, das innere öffnet die Mäuler zum Hof hin. Von diesen Figuren erhielt der Hof seinen Namen.

Die mit Ziegeln beladenen Wagen sind längst verschwunden. In den ehemaligen Palastgebäuden befinden sich Museen und die Széchényi-Nationalbibliothek, und an der Arkade sitzen weiterhin die restaurierten Löwen. Zwischen ihnen verließ Horthy zum letzten Mal sein Zuhause, und wenige Minuten später fuhr dort auch der Panzer hindurch, der den nun verlassenen Hof besetzte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktSzent György tér
Eintrittfrei zugänglich

Der äußere Hof lässt sich als offener Raum des Palastviertels verstehen; die Museen in den Gebäuden haben eigene Öffnungszeiten, die gesondert geprüft werden müssen.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie den Hof von mehreren Seiten: Die Unterschiede zwischen den Löwen und das Muster des Pflasters sind aus der Nähe besser zu erkennen. Für diese Station müssen Sie die Museums- und Bibliotheksräume nicht betreten.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Verlassen Sie den Hof in Richtung des Sándor-Palais.

Stopp 2 von 8Weiter: Szent György tér

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Burgviertel von Buda: Palast, Plätze und Bastion“ — 8 Stopps, etwa 3 km, 3–4 Stunden.

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