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Brüsseler Börse

Bourse / Beurs

Dieser Punkt verbindet die Funktionsweise des Handelssaals mit dem Verschwinden seiner früheren Nutzung.

14 Min.
Brüsseler Börse
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Worauf achten

  • Zentrale Galerie
  • Bänke in der Galerie
  • Ausstellungsräume
  • Gastronomieräume

Die Geschichte des Ortes

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Einst befand sich auf diesem Grundstück der Marché au Beurre/Botermarkt. Der Stadtrat wies es der Brüsseler Börse in der Mitte des neuen Zentralboulevards zu, der über der eingewölbten Zenne angelegt wurde, um das Handelsleben in die Unterstadt (Brüssel) zurückzubringen. Der Saal wurde für persönliche Treffen derjenigen gebaut, die Geschäfte abschlossen, nicht für stille Einzelarbeit. Heute ist die zentrale Galerie für den freien Durchgang geöffnet, dort stehen Bänke, und daneben befinden sich Ausstellungs- und Gastronomieräume.

In der Nacht zum neunundzwanzigsten November neunzehnhundertneunzig brach in einer der Kabinen der Börsenmakler im ersten Stock ein Feuer aus. Diese Kabinen wurden von Menschen genutzt, die Aufträge ihrer Kunden entgegennahmen, Käufer und Verkäufer zusammenführten und für die Vermittlung bezahlt wurden. Für sie war der Raum Teil des Geschäfts selbst: Ohne Zugang zum Saal konnte ein Auftrag nach dem üblichen Verfahren nicht ausgeführt werden.

An jedem Handelstag versammelten sich Makler und Vertreter von Maklerbüros um Absperrungen, die Körbe genannt wurden. Sie riefen laut aus, wie viel sie für Wertpapiere zu zahlen bereit waren oder zu welchem Preis sie sie verkaufen wollten. Der Börsenkommissar legte den ersten Kurs fest, dann schrieb ein Kursnotierer die folgenden Preise mit Kreide auf eine Tafel. Ihre Bestimmung verdankte die Brüsseler Börse solchen Zusammenkünften.

Der Stadtrat wies ihr dieses Grundstück im Jahr achtzehnhundertfünfundsechzig zu, als er den Entwurf des Architekten Léon-Pierre Suys auswählte. Unter der Unterstadt (Brüssel) wurde die Zenne eingewölbt, und darüber legte man den breiten Zentralboulevard an. Die Beamten hofften, das Handelsleben hierher zurückzubringen, und errichteten die Brüsseler Börse deshalb in der Mitte der neuen Straße, an der Stelle des früheren Marché au Beurre/Botermarkt. Im Jahr achtzehnhundertdreiundsiebzig erhielten die Makler einen Saal, der ausdrücklich für persönliche Treffen und das Ausrufen von Preisen ausgelegt war.

Nach dem Brand kostete die Reparatur einhunderteinundsiebzig Millionen belgische Francs. Die Versicherungsgesellschaft zahlte einhundertvierunddreißig Millionen; die fehlenden siebenunddreißig Millionen wurden aus den gemeinsamen Mitteln des Maklerverbands finanziert. Sie stellten ihren Arbeitsplatz wieder her, obwohl seine frühere Nutzung bereits verschwand.

Ein Jahr vor dem Brand führten die Leiter der Börse den elektronischen Handel ein. Zunächst wurden über Computer nur Aufträge für einige wenige Wertpapiere zusammengeführt, doch ein Makler musste nicht mehr zum Korb kommen: Der Auftrag konnte aus dem Büro gesendet werden. Bis neunzehnhundertsechsundneunzig wurden auf diese Weise auch gewöhnliche Kassageschäfte abgeschlossen. Die täglichen Versammlungen hörten auf. Die Maklerfirmen handelten weiter, aber den reparierten Saal brauchten sie nicht mehr.

Im Jahr zweitausendvierzehn verließen die letzten sechs Beschäftigten der Börsengesellschaft Euronext diesen Ort. Nach einem weiteren Umbau im Jahr zweitausenddreiundzwanzig öffnete die Stadt die zentrale Galerie für den freien Durchgang, stellte Bänke hinein, richtete Ausstellungs- und Gastronomieräume ein und überließ einen Teil des Gebäudes dem Museum der belgischen Bierkultur.

Hier werden keine Aktien mehr gehandelt. Als Börse werden weiterhin sowohl der Palast als auch der Platz vor ihm bezeichnet; die Makler, die ihnen diesen Namen gaben, treffen Käufer und Verkäufer nun auf Bildschirmen in anderen Gebäuden.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort14 Min.
Nächster PunktManneken Pis
Eintrittvon außen

Außenbesichtigung ohne Ticket. Für den Zugang ins Innere und zur archäologischen Stätte besteht zum Prüfdatum eine Abweichung bezüglich Montags: Die Anlage der Brüsseler Börse gibt täglich 09:00–22:00 an, der Museumsverband und die Touristenkarte Di–So 09:00–22:00. Das Biermuseum und das Dach haben eigene Öffnungszeiten und Tickets; am Besuchstag prüfen.

Geprüft: 1. Juli 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Fassade und die Größe des Gebäudes lassen sich am besten von der gegenüberliegenden Seite des Platzes beurteilen. Die öffentlichen Bereiche, das Biermuseum und die archäologische Ebene haben eigene Zugangsbedingungen; prüfen Sie vor dem Besuch im Inneren, welche Bereiche geöffnet sind.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie von der Brüsseler Börse nach Süden und gelangen Sie über die Rue du Lombard/Lombardstraat zum Brunnen in der Rue de l’Étuve/Stoofstraat.

Stopp 5 von 6Weiter: Manneken Pis

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Das alte Zentrum von Brüssel: Platz, Börse und Manneken Pis“ — 6 Stopps, etwa 0,9 km, 1,5–2 Stunden.

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