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Arco del Meloncello

Arco del Meloncello

Der Übergang verbindet zwei Teile des Portikus und zeigt die Lösung, die die Laufbahn seines Erbauers veränderte.

10 Min.
Der Arco del Meloncello mit Portikus, der über die Straße führt
Davide Cantelli cant89 · CC0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Obere Loggia
  • Breite Durchfahrt unter dem Bogen
  • Geschwungene seitliche Galerien
  • Kupfernes Wappen über der zentralen Öffnung

Die Geschichte des Ortes

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Der Arco del Meloncello steht quer über der Via Saragozza: Unten blieb eine breite Durchfahrt frei, darüber verläuft die obere Loggia, zu der sich von beiden Seiten geschwungene, asymmetrische Galerien des Portikus hinziehen. Der Bau wurde im Jahr eintausendsiebenhundertzweiunddreißig vollendet. Über der zentralen Öffnung ist das kupferne Wappen der Familie Monti Bendini zu sehen, die einen beträchtlichen Teil der Arbeiten bezahlte. Der Name Meloncello selbst ist älter als der Bogen: Seit dem zehnten Jahrhundert heißen so ein örtlicher Bach und ein Tal, auch wenn der Ursprung dieses Wortes umstritten bleibt.

Im Jahr eintausendsiebenhundertvierzehn schlug man mehreren Architekten aus Bologna vor, hier zwei bereits errichtete Abschnitte des Portikus zu verbinden. Eine ebene Galerie kam von der Stadtseite heran, die andere führte vom Hügel hinab. Dazwischen lag die Via Saragozza. Die Bedingungen waren streng: Pilger und die jährliche Prozession mit der Ikone mussten unter Dach bleiben, während Fuhrwerke ohne Halt durchfahren konnten. Carlo Francesco Dotti verdiente damals seinen Lebensunterhalt als capomastro, als Leiter von Bauarbeiten: Er betreute kleinere Baustellen und Reparaturen. Er war bereits über vierzig, hatte aber noch keinen großen selbstständigen Auftrag erhalten. Von allen Teilnehmern schlug nur er vor, die Verkehrsströme auf verschiedene Höhen zu verteilen. Die Pilger würden die Straße oben überqueren, die Fuhrwerke unter ihnen hindurchfahren. Die seitlichen Räume bestimmte Dotti zu Wagenremisen: Wohlhabende Bologneser konnten hier ihre Kutsche abstellen und das letzte Stück zu Fuß gehen. Gerade wegen dieses praktischen Plans erhielt er den Auftrag.

Es gab auch einen eindrucksvolleren Entwurf. Der Theaterarchitekt Francesco Galli Bibiena schlug ein großartiges Bauwerk vor, doch die Auftraggeber hielten es für zu teuer. Dottis erster Entwurf selbst wirkte viel bescheidener: ein diagonaler Übergang, der von einer Kuppel bekrönt war. Doch die endgültige Zeichnung aus dem Jahr eintausendsiebenhundertachtzehn sah ganz anders aus. In einer handschriftlichen Notiz räumte Dotti ein, dass er den Entwurf eines ungenannten Architekten überarbeitet hatte. Forschende vermuten, dass es sich um Bibiena handelte, obwohl es keinen dokumentarischen Beweis gibt.

Dotti stellte den Übergang quer über die Straße und führte die bestehenden Galerien auf geschwungenen, asymmetrischen Linien zu ihm hin. So entstanden die obere Loggia, die breite Durchfahrt unten und die seitlichen Biegungen des Portikus. Der Bau wurde im Jahr eintausendsiebenhundertzweiunddreißig vollendet.

Das Ergebnis des Wettbewerbs veränderte auch Dottis eigene Stellung. Während der Bogen noch errichtet wurde, beauftragte man ihn mit dem Bau des Santuario della Madonna di San Luca nach einem fremden Entwurf. Schon im folgenden Jahr nennen ihn die Dokumente nicht mehr capomastro, sondern Architekt; den ursprünglichen Plan des Heiligtums ersetzte er durch seinen eigenen.

Das kupferne Wappen über der zentralen Öffnung gehört der Familie Monti Bendini, die einen beträchtlichen Teil der Arbeiten bezahlte. Vier weitere solche Wappen befinden sich im Inneren der Loggia. Der Name des Bogens entstand lange vor dem Bogen selbst: Meloncello hießen der örtliche Bach und sein Tal, die seit dem zehnten Jahrhundert unter diesem Namen bekannt sind. Der Ursprung des Wortes bleibt umstritten.

Entlang der oberen Galerie führt auch heute noch der überdachte Weg weiter, während die Via Saragozza unter ihr verläuft. Die beiden Verkehrsströme bewegen sich genau so, wie es der Meister vorgeschlagen hatte, der ohne ein großes Gebäude in seinem bisherigen Werk zum Wettbewerb gekommen war.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort10 Min.
Nächster PunktAufstieg und Kapellen
Eintrittfrei zugänglich

Der Durchgang ist ständig geöffnet; der Verkehr unter dem Bogen wird nicht unterbrochen.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Halten Sie innerhalb der Galerie an und vergleichen Sie die obere Fußgängerebene mit der Straße darunter. Treten Sie für ein Foto nicht in den fließenden Verkehr.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Überqueren Sie die Straße über den überdachten Übergang und beginnen Sie den Anstieg zwischen den Kapellen.

Stopp 4 von 7Weiter: Aufstieg und Kapellen

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Portico di San Luca: von Porta Saragozza auf den Hügel“ — 7 Stopps, etwa 4,7 km, 2,5–3 Std..

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