Stopp 8 von 8

Chorro de Quevedo

Plazoleta del Chorro de Quevedo

Die letzte Station erklärt, wie der Nachname des Grundstückseigentümers den alten Brunnen und seine steinerne Statue überdauerte.

25 Min.
Chorro de Quevedo
ProtoplasmaKid · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
12345678

0 von 8 erledigt

Audioguide · aufgenommene StimmeOrtsgeschichte anhören

Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Die steinerne Schale
  • Die Mauer mit zwölf Öffnungen
  • Die weiße Kapelle
  • Die Stufen des Platzes

Die Geschichte des Ortes

Textgröße

Die Stufen des Chorro de Quevedo und die Ränder bei den Cafés werden seit Langem von Studenten, Musikern und Straßenerzählern genutzt. Ihnen dient eine Mauer mit zwölf bogenförmigen Öffnungen als Kulisse, die vor der Nordfassade errichtet wurde, welche die städtischen Restauratoren als hässlich empfanden. Die Öffnungen erinnern an zwölf Hütten eines spanischen Lagers, das hier nach der traditionellen Version an der Stelle einer Siedlung der Muisca entstand; Historiker streiten über den genauen Ort der Stadtgründung. Daneben weißt eine Kapelle aus dem zwanzigsten Jahrhundert, die das Aussehen der verlorenen Capilla del Humilladero nachbildet.

Die steinerne Schale in der Mitte des Platzes erklärt seinen Namen. „Chorro“ bedeutet auf Spanisch Wasserstrahl, und Quevedo ist der Nachname eines katholischen Mönchs, der sich für einen bequemen Zugang der hiesigen Familien zu Wasser einsetzte.

Francisco Quevedo gehörte dem Orden der Unbeschuhten Augustiner an und unterrichtete an dessen Kolleg. Im Jahr eintausendachthundertzweiunddreißig kaufte er für fünfzig Pesos ein Grundstück an der Calle del Pueblo Viejo – der „Straße der Alten Siedlung“. Es war ein Randgebiet am Bach San Bruno. Zu dessen Quellen gingen die Bewohner mit Gefäßen und trugen das Wasser anschließend hinauf zu ihren Häusern. Auf seinem Grundstück richtete Quevedo einen öffentlichen Wasserbrunnen ein. Der Weg zum Wasser wurde kürzer, und man begann, den Wasserstrahl nach ihm Chorro de Quevedo zu nennen.

Später bestellte man für den Brunnen eine Statue Quevedos. Das Wasser floss aus den Händen der steinernen Figur. Dieser Dank währte nicht lange: Im neunzehnten Jahrhundert schlug man der Statue den Kopf ab, dann verschwand sie vollständig. Der Brunnen selbst stand bis zum Jahr eintausendachthundertsechsundneunzig. Eine eingestürzte Mauer zerstörte ihn zusammen mit den benachbarten Bauten. Die steinerne Schale, die heute hier steht, stellte man erst im Jahr eintausendneunhundertachtundsechzig auf. Nach einer weiteren Reparatur ließ man im Jahr zweitausendsiebzehn erstmals seit einunddreißig Jahren wieder Wasser aus ihr fließen.

Straßenerzähler, Musiker und Akrobaten erhielten den heutigen Platz deutlich später. Zu Beginn der achtziger Jahre gab es hier fast keine Lokale, und der Platz selbst blieb wenig besucht. Im Jahr eintausendneunhundertfünfundachtzig beschloss die städtische Gesellschaft, die mit der Wiederherstellung von La Candelaria befasst war, die als hässlich geltende Nordfassade mit einer Mauer mit Bögen zu verdecken. Musiker und Erzähler begannen, sie als Kulisse zu nutzen, Cafés besetzten die Ränder des Platzes, und die Stufen füllten sich mit Studenten der nahegelegenen Universitäten.

Die Mauer hat zwölf Öffnungen. Sie erinnern an zwölf Hütten, die die Männer von Gonzalo Jiménez de Quesada hier nach der traditionellen Version im Jahr eintausendfünfhundertachtunddreißig für das spanische Lager errichteten. Der Ort eignete sich für eine Garnison: Er lag höher als die Ebene, war leichter zu verteidigen und bereits von einer Siedlung der Muisca besetzt. Den genauen Ort der Stadtgründung bestreiten Historiker, und rechtlich wurde Santa Fe später bei der heutigen Plaza de Bolívar gegründet. Auch die weiße Kapelle nebenan entstand erst im zwanzigsten Jahrhundert; sie wurde nach dem Vorbild der verlorenen Capilla del Humilladero nahe dem heutigen Parque Santander errichtet.

Vom Brunnen Francisco Quevedos sind weder das alte Mauerwerk noch die Statue des Mönchs erhalten. Sein Nachname blieb mit dem Platz verbunden, und in der Mitte steht eine spätere steinerne Schale an der Stelle des öffentlichen Wasserstrahls, wegen dessen er dieses Grundstück kaufte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort25 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittvon außen

Offener Stadtplatz; nach Einbruch der Dunkelheit sollten Sie sich an beleuchtete Wege und die aktuelle städtische Lage halten.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Auf dem Weg dorthin gibt es Steigungen und unebenen Belag; abends kann der Platz belebt sein, und die Auftritte der Erzähler folgen keinem garantierten Zeitplan.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Bleiben Sie bei der steinernen Schale: Hier endet der Spaziergang mit dem Namen, den der verschwundene Brunnen Bogotá hinterlassen hat.

Stopp 8 von 8Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„La Candelaria: Gold und Macht“ — 8 Stopps, 2,0 km, 3,5 Stunden.

Ohne App Store und Google Play

Guide On Map als App installieren

Ein Symbol erscheint auf dem Startbildschirm; die Website öffnet sich ohne Browseroberfläche.

Android · Chrome
  1. Wenn unten „Jetzt installieren“ erscheint, tippe darauf und bestätige.
  2. Falls die Schaltfläche fehlt: Menü ⋮ → „App installieren“.
iPhone · Safari
  1. Tippe unten in Safari auf „Teilen“.
  2. Wähle „Zum Home-Bildschirm“ und dann „Hinzufügen“.
Symbol auf dem BildschirmVollbildmodusOffline-RoutenSpazierfortschritt