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Rundaltar

圜丘坛

Die leere obere Plattform erklärt die persönliche Verantwortung des Kaisers gegenüber dem Himmel.

15 Min.
Rundaltar im Himmelstempel (Tiantan)
Zcm11 · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Runde steinerne Stufen
  • Steinplatten
  • Balustrade aus weißem Marmor
  • Obere Plattform

Die Geschichte des Ortes

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Im Jahr eintausendfünfhundertdreißig trennte der kaiserliche Hof den früheren gemeinsamen Ritus für Himmel und Erde. Für die Erde errichtete man einen quadratischen Altar im Norden Pekings, und südlich des Kaiserpalasts richtete man eine offene runde Terrasse für den Himmel ein. Im Winter brachte man hier Dankopfer dar. Die runden steinernen Stufen, die Platten und die Einfassung aus weißem Marmor gehören zu einem späteren Umbau: Die obere Plattform wurde erweitert, weil die frühere enge Terrasse die Gaben und die Teilnehmer der Zeremonie nicht mehr fasste.

Im Frühjahr eintausendfünfhundertfünfundachtzig litt Peking unter einer Dürre, die bereits im vorherigen Winter begonnen hatte. Die Beamten hatten die vorgeschriebenen Gebete schon abgehalten, doch der Regen blieb aus. Kaiser Wanli, Herrscher der Ming-Dynastie, beschloss, den Himmel selbst zu bitten. Als Sohn des Himmels bezeichnete man den Kaiser als den einzigen Menschen, der sich im Namen aller Untertanen an den Himmel wandte. Hielt das Unglück an, konnten die Höflinge meinen, er erfülle diese Pflicht schlecht.

Wanli legte ein blaues rituelles Gewand an und verließ den Palast zu Fuß. Der Kaiser wurde gewöhnlich in einer Sänfte getragen oder gefahren, doch diesmal verzichtete er auf Sänfte und Pferde. Ihn begleiteten zweitausend zivile und zweitausend militärische Beamte. Die gesamte Prozession ging vom Kaiserpalast bis zum Rundaltar zu Fuß.

Wanli stieg auf die obere Plattform. Er vollzog Verbeugungen, während die Beamten hinter der runden Umfriedung blieben und im Verlauf des Rituals abwechselnd aufstanden und niederknieten. Diese Verteilung erklärt die Leere des Altars besser als jedes verlorene Bauwerk. Oben versammelte sich keine Gemeinschaft, und Priester vollzogen den Dienst nicht anstelle des Herrschers. Der Kaiser allein nahm das Zentrum ein und trug persönlich die Verantwortung für die Bitte um Regen.

Weniger als einen Monat später kam der Regen tatsächlich. Das Ritual selbst beweist natürlich nicht die Ursache für den Wetterumschwung. Für Wanli und seinen Hof wirkte die Abfolge eindeutig: Die Bitte war erhört worden. Der Kaiser ordnete eine Dankzeremonie an.

Ein eigener Altar für eine solche Anrufung entstand hier im Jahr eintausendfünfhundertdreißig. Zuvor brachte man Himmel und Erde gemeinsam Opfer dar. Kaiser Jiajing befahl, die Riten zu trennen: Für die Erde errichtete man einen quadratischen Altar im Norden Pekings, für den Himmel eine offene runde Terrasse südlich des Palastes. Daher der wörtliche Name: Rundaltar. Zur Wintersonnenwende kam man hierher, um dem Himmel zu danken, und bei Dürre, um Regen zu erbitten.

Wanli stand im selben Zentrum, doch die heutigen Steine kamen später hinzu. Im Jahr eintausendsiebenhundertfünfzig befahl Kaiser Qianlong, die enge Plattform zu erweitern, auf der für die Gaben und die Teilnehmer der Zeremonie bereits kein Platz mehr war. Die Arbeiten wurden drei Jahre später abgeschlossen: Die blaue glasierte Verkleidung wurde durch Steinplatten und eine Balustrade aus weißem Marmor ersetzt. Jene hohe und schmalere Terrasse, auf der Wanli um Regen bat, ist nicht erhalten geblieben.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktPalast des Fastens (Zhaigong)
Eintrittmit Ticket
In Karten öffnen

Kostenpflichtige zentrale Bereiche: 08:00–18:00 in der Hochsaison, letzter Einlass 17:30; 08:00–17:00 in der Nebensaison, letzter Einlass 16:30; montags geschlossen, außer an gesetzlichen Feiertagen.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

An der zentralen Platte bildet sich gewöhnlich eine Schlange, doch am Rand der oberen Terrasse lässt sich die Erzählung bequemer anhören. Der Stein ist Sonne, Wind und Regen ausgesetzt; rechnen Sie bei schlechtem Wetter daher nicht mit einem langen Aufenthalt.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Wenden Sie sich nach Westen und gehen Sie zum geschlossenen Hof des Palasts des Fastens (Zhaigong).

Stopp 6 von 7Weiter: Palast des Fastens (Zhaigong)

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Himmelstempel (Tiantan): Weg des kaiserlichen Rituals“ — 7 Stopps, 2,3 km, 2–3 Stunden.

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