Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Drei Längsstreifen
- Steindamm
- Quer verlaufender Bogendurchgang
Die Geschichte des Ortes
Die Danbi-Brücke zieht sich als breiter Steindamm durch den nördlichen Teil des Himmelstempels (Tiantan) und steigt nach Norden an. In ihrem Pflaster sind drei Längsstreifen zu erkennen: Der mittlere blieb frei, der östliche diente dem Herrscher, der westliche den Fürsten und höchsten Würdenträgern. Der Weg erstreckt sich über dreihundertsechzig Meter, und sein nördlicher Rand liegt etwa drei Meter höher als der südliche. Unter dem Stein ist ein quer verlaufender Bogengang erhalten, weshalb dieser Weg auch Brücke genannt wird.
Vor dem Frühlingsgebet für eine gute Ernte führten die Zeremonienleiter hier zwei Bewegungen durch, die einander nicht begegnen durften. Die eine verlief auf dem breiten Weg oben, die andere quer dazu unter der Erde.
Zehn Tage vor dem Ritus untersuchten drei hohe Würdenträger die für das Opfer bestimmten Rinder, Schafe und Schweine. Anschließend prüfte der Kaiser die Tiere selbst. Danach führten Diener sie vom westlichen Gehege zum Nördlichen Tieropfer-Pavillon auf der Ostseite. Der direkte Weg kreuzte den Weg, der dem Himmel und dem Herrscher vorbehalten war. Ein künftiges Opfertier auf diesem Weg zu führen, hätte die Ordnung schon vor Beginn der Zeremonie verletzt. Deshalb ließen die Steinmetze innerhalb des hohen Damms einen quer verlaufenden Bogendurchgang frei. Die Tiere wurden unten hindurchgetrieben und zum Schlachtort gebracht. Der Durchgang erhielt einen volkstümlichen Namen: das Geistertor. Das Vieh, das ihn betrat, wurde nicht wieder herausgeführt.
Oben bewegte sich die kaiserliche Prozession. Von der Ernte hingen sowohl die Versorgung mit Lebensmitteln als auch die Getreideeinnahmen der Staatskasse ab, und nur der Kaiser durfte im Namen des Landes darum bitten. Am nördlichen Teil des Weges errichteten Diener auf einer gesonderten Plattform ein Zelt aus gelber Seide. Darin wechselte der Herrscher in das Opfergewand und nahm danach den östlichen von drei Längsstreifen ein.
Der mittlere Streifen war Huangtian Shangdi vorbehalten; während des Ritus betrat ihn nicht einmal der Kaiser. Der westliche blieb den Fürsten und höchsten Würdenträgern vorbehalten. So wurde jedem Teilnehmer im Voraus ein eigener Weg zugewiesen. Der Weg steigt von Süden nach Norden an: An seinem südlichen Ende liegt er etwa einen Meter höher, am nördlichen vier Meter. Auf dem Weg zum Gebet für eine gute Ernte ging der Herrscher bergauf, weil er vor dem Himmel selbst eine untergeordnete Stellung einnahm.
Die Bezeichnung der Danbi-Brücke setzt sich aus den Wörtern „scharlachrot“ und „Palaststufen“ zusammen. Von oben ist sie ein breiter gepflasterter Weg von dreihundertsechzig Metern Länge. Als Brücke wird sie ganz wörtlich bezeichnet: Unter den drei Zeremonialstreifen verläuft bis heute eben jener quer verlaufende Bogen, durch den die Diener die Opfertiere führten.
Praktisch vor Ort
Auf der Ritualachse innerhalb der zentralen Zone; richten Sie sich nach den Öffnungszeiten der kostenpflichtigen Anlagen.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Bleiben Sie zum Zuhören am Rand stehen: Die Mitte des Weges ist von Gegenverkehr und fotografierenden Besuchern besetzt. Im offenen Gelände gibt es kaum Möglichkeiten, sich vor dem Wetter zu schützen.
