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Palau Baró de Quadras

Die Station zeigt, wie ein neuer Titel mit repräsentativen Räumen und Mietwohnungen verbunden wurde.

10 Min.
Palau Baró de Quadras
Ardfern · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Wappen unter dem Helm
  • Erhaben gearbeitete Jahreszahl
  • Figuren des heiligen Georg und Erzengel Michael
  • Durchfahrt

Die Geschichte des Ortes

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Die ehemaligen repräsentativen Räume werden heute vom Institut Ramon Llull genutzt, das die katalanische Sprache und Kultur außerhalb Kataloniens fördert. Durch das Tor an der Avinguda Diagonal können Sie durch das ganze Haus gehen und an der Rosselló wieder hinausgelangen; früher fuhren Kutschen auf diesem Weg zur Steintreppe. Im Stein über dem Tor sind ein Schild mit Helm, eine erhaben gearbeitete Jahreszahl, der heilige Georg mit dem Drachen und Erzengel Michael erhalten. Zur Avinguda Diagonal hin entstand die Fassade dort, wo das alte Gebäude einen Garten hatte, während das Haus an der Rosselló wesentlich schlichter endet.

Im Jahr neunzehnhundert verlieh Maria Christina von Österreich, die Königinregentin, die anstelle des minderjährigen Alfons XIII. regierte, dem Industriellen Manuel de Quadras i Feliu den Titel Baron von Quadras. Im Erlass wurde präzisiert: Der Name wurde zum Gedenken an eine alte Baronie verliehen, die einst in seiner Familie bestanden hatte. Rechtlich wurde der Titel jedoch neu geschaffen – für Manuel, seine Kinder und seine rechtmäßigen Erben.

Seinen Lebensunterhalt verdiente der neue Baron mit der Herstellung von Garn aus Kammwolle. Gemeinsam mit seinem Bruder führte er das Geschäft seines Vaters weiter, dem eine Fabrik in Sabadell gehörte. Von seinem Vater erbte Manuel auch ein Mietshaus an der Rosselló: die Beletage für die Eigentümer, die Wohnungen darüber für die Mieter und dahinter einen Garten, der zur Avinguda Diagonal hinausging. Eben dieses Haus sollte dem neuen Titel angepasst werden.

Im Jahr neunzehnhundertzwei beauftragte Manuel Josep Puig i Cadafalch mit dem Umbau. Der Architekt hatte für ihn bereits ein Landgut umgestaltet, und der Auftraggeber wusste, welches Ergebnis er erhalten würde. Die alten Mauern blieben erhalten, doch die Nutzung des Hauses wurde verändert. Die Familie Quadras bezog das repräsentative Stockwerk, die oberen Wohnungen brachten weiterhin Einnahmen, und der Garten zur Avinguda Diagonal hin machte einer neuen Fassade Platz.

Puig i Cadafalch verlegte den feierlichen Eingang hierher. Im Erdgeschoss richtete er eine Durchfahrt für Kutschen zwischen den beiden Straßen ein und führte sie zu einer Steintreppe. Die zur Avinguda Diagonal gerichteten Räume waren für Empfänge bestimmt; die Familienräume blickten zur Rosselló. So konnte der Baron Gäste von der neuen prestigeträchtigen Avenue aus empfangen, ohne die Anlage des Mietshauses aufzugeben.

In die steinerne Galerie schnitzten Bildhauer das Wappen der Baronie unter einem Helm. Seine vier Felder standen für die Familien Quadras, Feliu, Prim und Coma; daneben erschien eine erhaben gearbeitete Jahreszahl – das Jahr neunzehnhundertvier. Mittelalterliche Figuren, der heilige Georg mit dem Drachen und Erzengel Michael, umgaben das Familienzeichen. Das Dokument über die Verleihung des Titels erhielt hier eine Fassade, eine Treppe und eigene Räume für das öffentliche Leben des Barons.

Die Familie Quadras nutzte das Haus bis zum Jahr neunzehnhundertzweiundsiebzig, als sie es der Stadtverwaltung verkaufte. Heute befindet sich in den ehemaligen Empfangsräumen das Institut Ramon Llull – eine Einrichtung, die die katalanische Sprache und Kultur im Ausland fördert.

Über dem Tor an der Avinguda Diagonal sind das Wappen des ersten Barons und die eingemeißelte Jahreszahl erhalten. Die Durchfahrt führt weiterhin zu einer anderen Tür an der Rosselló, wo dasselbe Haus mit einer wesentlich schlichteren Fassade des ehemaligen Mietgebäudes endet.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort10 Min.
Nächster PunktCasa Thomas
Eintrittbegrenzte Führungen; Außenansicht frei zugänglich

Der Innenraum des Palau Baró de Quadras ist nur in begrenzten Führungsterminen zugänglich; prüfen Sie vor dem Besuch die aktuelle städtische Ticketseite.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der wichtigste Kniff dieser Station ist der Vergleich der beiden Gebäudeseiten. Im Inneren arbeitet eine kulturelle Einrichtung; rechnen Sie daher nicht damit, die Räume ohne ein eigens angekündigtes Besuchsformat frei besichtigen zu können.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zur Mallorca hinab und suchen Sie die Fassade der ehemaligen Werkstatt mit einem großen Bogen.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

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