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Casa Thomas

Die letzte Station wird die Anlage des Wohn- und Werkstatthauses mit der Rettung eines im Keller zurückgelassenen Fotoarchivs verbinden.

10 Min.
Casa Thomas
Enric · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Breite, flache Öffnung
  • Seitliche Erker
  • Obere Galerie
  • Fenster der ehemaligen Werkstätten

Die Geschichte des Ortes

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Der breite, niedrige Bogen in der Fassade ließ Tageslicht in die unteren Werkstätten und das Souterrain. Unten arbeiteten Büros und Drucker, ein Stockwerk höher wohnte die Familie des Eigentümers. Hier bereitete man Illustrationen für Zeitschriften und Bücher vor, druckte Karten, Noten, Etiketten und Reproduktionen und gab anschließend Postkartenserien heraus. Später fügte man dem Haus obere Stockwerke und seitliche Erker hinzu: Die Erben wohnten dort, während die übrigen Wohnungen vermietet wurden.

Im Jahr neunzehnhundertfünfundsiebzig wurde der Keller dieses Hauses vor einer Renovierung geräumt. Darin standen staubige Kisten, deren Inhalt den Eigentümern unbekannt war. Sie sollten zusammen mit dem Bauschutt weggeworfen werden. Davon erfuhr Miquel Galmes, der Präsident des Institut d'Estudis Fotogràfics de Catalunya: Er setzte sich für die Bewahrung alter Fotomaterialien ein und bot an, den Fund zu übernehmen. Man wies ihn an, mit einem Lieferwagen zu kommen und die Kisten vor Beginn der Räumung abzuholen. Darin befanden sich Glas- und Zelluloidnegative, die in den Werkstätten der Casa Thomas hergestellt worden waren.

Sie hatten sich hier dank Josep Thomas i Bigas angesammelt, eines Druckers, der Fotografien ohne die Hilfe eines Zeichners auf die Druckseite übertragen wollte. Nachdem er in Paris neue Druckverfahren erlernt hatte, experimentierte er mit Zinkplatten und direkter Fotogravur. Im Jahr achtzehnhundertvierundachtzig veröffentlichte Thomas einen Abdruck, der unmittelbar von einer Fotografie angefertigt worden war. Seinen Lebensunterhalt verdiente er mit Aufträgen von Zeitschriften, Verlagen und Herstellern: Er druckte Illustrationen, Karten, Noten, Etiketten und Reproduktionen von Kunstwerken.

Das Unternehmen wuchs, und im Jahr achtzehnhundertfünfundneunzig beauftragte Thomas den Architekten Lluís Domènech i Montaner, in der Straße Mallorca ein Wohn- und Werkstatthaus zu errichten. Unten richtete man Werkstätten und Büros ein, ein Stockwerk höher die Wohnung der Familie. Eine große, flache Bogenöffnung in der Fassade ließ Tageslicht in die Arbeitsräume und das Souterrain. Dort bearbeitete man Fotoplatten, druckte Auflagen und lagerte Negative.

Seit dem Jahr neunzehnhunderteins beschäftigte sich Thomas mit illustrierten Postkarten. Er beauftragte örtliche Fotografen in verschiedenen Städten mit Aufnahmen, und die Mitarbeiter in der Straße Mallorca verwandelten die Negative in gedruckte Serien. Auf der fertigen Postkarte stand der Name Thomas, obwohl die Aufnahme selbst häufig von einem der beauftragten Autoren stammte, dessen Name nicht erhalten geblieben ist. So sammelten sich im Keller Bilder von Städten, Denkmälern, Brücken und dem Alltagsleben aus ganz Spanien an.

Nach dem Tod des Gründers übernahmen seine Söhne Eudald und Josep Thomas i Corrons das Unternehmen. Sie bewahrten den Familiennamen im Firmennamen und ließen das Haus aufstocken: Der Architekt Francesc Guàrdia i Vial fügte drei Stockwerke hinzu, damit die Erben hier wohnen konnten, während die übrigen Wohnungen Mieteinnahmen brachten. Diese Stockwerke und die seitlichen Erker bilden den oberen Teil der heutigen Fassade.

Nach der Schließung der Druckerei gelangte ein Teil der Negative zu Antiquitätenhändlern. Galmes konnte noch abholen, was im Keller lag; das Institut bewahrt, katalogisiert und digitalisiert die geretteten Materialien. In der ehemaligen Druckwerkstatt werden heute Möbel ausgestellt. Die Worte „Casa Thomas“ wurden zuerst auf den von hier stammenden Postkarten gedruckt und blieben später als Name des Hauses bestehen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort10 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittvon außen

Es gibt keine feste Museumsöffnung; das Haus wird als städtische Architekturadresse zur Besichtigung von außen vorgestellt.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie die Casa Thomas als Architekturadresse von außen: Die Erzählung erfordert keinen Zugang zu den ehemaligen Werkstätten oder Wohnräumen. Treten Sie für den abschließenden Blick so weit zurück, dass Sie die unteren und oberen Ebenen zugleich sehen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Bleiben Sie bei der ehemaligen Werkstatt: Der Spaziergang endet bei den Kisten, die beinahe zusammen mit dem Bauschutt hinausgetragen worden wären.

Stopp 6 von 6Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Modernistische Häuser im Eixample“ — 6 Stopps, etwa 1,5 km, 3 Std. 30 Min..

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