Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Rotes Tor mit dem Namen „So Heng Tai“
- Vier Gebäude rund um den Hof
- Tiefes Schwimmbecken
- Hauptgebäude mit Ahnentafeln
Die Geschichte des Ortes
Ein vier Meter großes Schwimmbecken mitten in einem alten chinesischen Hof ließ Phusak Posayachinda bauen – ein Nachkomme des Gründers von So Heng Tai in der achten Generation. Er musste die Familie versorgen und das Haus erhalten, das schneller zu verfallen begann, als sein Besitzer die Reparaturen bezahlen konnte.
Als Phusak zwölf oder dreizehn Jahre alt war, starb sein Vater. Dem ältesten Sohn hinterließ er die Pflicht, sich um die Jüngeren und um So Heng Tai zu kümmern. Mit achtzehn Jahren kehrte Phusak nach seinem Studium in Amerika zurück und sah, dass Verwandte Land verkauften, um die Ausbildung der Kinder zu bezahlen. Auf dem Haus lasteten Schulden, und fünfzehn oder sechzehn Beschäftigte blieben bei ihm. Der neunzehnjährige Erbe eröffnete ein Restaurant, stellte Billardtische auf und handelte mit Gebrauchtwagen. Der Gewinn floss in den Unterhalt der Menschen und des Gebäudes. Wenn Putz abbröckelte oder ein Zaun einstürzte, wurde wieder Geld für Reparaturen gebraucht; Phusak behielt kaum Ersparnisse.
Das Ausmaß dieser Last erklärt die Herkunft des Hauses. In der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts richtete der wohlhabende Händler Chat, der den siamesischen Titel Phra Aphaiwanit erhalten hatte, hier Wohnhaus und Kontor ein. Er stammte aus der chinesischen Provinz Fujian, handelte mit für Seereisen ausgerüsteten Dschunken und erhielt vom königlichen Hof das Recht, eine Abgabe auf essbare Vogelnester zu erheben – eine teure Ware für die chinesische Küche. Talat Noi eignete sich für ein solches Geschäft durch seinen Zugang zum Chao Phraya. Vor dem Anwesen ließ Chat seinen eigenen Handelspier, den Po Seng Pier, anlegen; die Waren kamen direkt vom Fluss.
Über dem roten Tor ist der Name seines Familienunternehmens erhalten geblieben. „So“ ist der Familienname der Sippe, „Heng Tai“ der Name des Geschäfts. Vier Gebäude umgaben einen gemeinsamen Hof: In den Seitenflügeln lebten Verwandte und von der Familie abhängige Menschen, im Hauptgebäude versammelten sich die Hausherren, und oben wurden die Ahnentafeln aufbewahrt. So Heng Tai war als Ort gedacht, an dem die Familie zugleich lebte, Handel trieb und Besitz an die nächsten Generationen weitergab.
Phusak suchte für dieses System eine neue Einnahmequelle. Er begeisterte sich fürs Tauchen, fuhr jede Woche zum Training nach Pattaya und erwarb die Qualifikation als Tauchlehrer. Seine Schüler mussten fremde Schwimmbecken nutzen, und dort gab es nicht genug freie Zeit. Deshalb beschloss Phusak, im zentralen Hof von So Heng Tai ein Trainingsbecken auszuheben. Im Jahr zweitausendvier ließ er hier gemeinsam mit einem ihm bekannten Architekten ein Becken mit mehreren Tiefenstufen und einem Raum für die Ausrüstung anlegen. Der Bau kostete ungefähr siebeneinhalb Millionen Baht. Feng-Shui-Kenner warnten, der Besitzer verletze die alte Anlage, und die Menschen in der Umgebung hielten ein Schwimmbecken für unvereinbar mit einem chinesischen Haus. Phusak antwortete ganz sachlich: Ohne das Becken werde es bald nichts mehr zu bewahren geben.
Bis zum Jahr zweitausendfünfundzwanzig hatten fast zehntausend Menschen an dieser Schule eine Ausbildung durchlaufen. Die Gebühren für den Unterricht verschafften der Familie Mittel zum Leben und für die ständige Reparatur von Mauern, Dach und Zaun. Hinter dem Schwimmbecken befindet sich weiterhin das Hauptgebäude mit den Ahnentafeln, und über dem Tor hängt der Name des alten Familienunternehmens. Das neue Unternehmen der Sippe nimmt nun die Mitte des Hofes ein.
Praktisch vor Ort
TAT: So Heng Tai Mansion täglich 09:00–18:00, montags geschlossen; Soul's Cafe 10:00–18:30; Zugang zu privaten Bereichen eingeschränkt.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.So Heng Tai bleibt ein privates Wohnhaus: Die Besuchsmöglichkeit muss gesondert bestätigt werden, und verschlossene Türen und Bereiche sollten wörtlich genommen werden. Betreten Sie in den Gassen keine Werkstätten und Hausschreine ohne Einladung.
