Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Schmaler Handelsgang
- Bündel und Packungen mit Waren
- Dichte Reihen von Läden
- Schild „Soi Wanit 1“
Die Geschichte des Ortes
An der Stelle des heutigen Handelsgangs zwischen den Kanälen lagen einst Gärten bei den Tempeln Wat Sam Pluem und Sampeng. Als Händler vom Gelände des künftigen Großen Palasts hierher umgesiedelt wurden, errichteten sie entlang des Durchgangs Wohnhäuser, Lagerräume und Läden. Die meisten kamen aus Chaozhou und nahmen chinesische Waren entgegen, die über den Chao-Phraya-Fluss geliefert wurden, um sie hier zu lagern, bevor sie in andere Stadtteile weitergingen. Auf den Adressschildern steht heute Soi Wanit eins, doch im Gespräch von Käufern und Verkäufern ist der Name Sampeng geblieben.
Sampeng handelt mit Kleinmengen im Großhandel. Ladenbesitzer aus anderen Stadtteilen kommen hierher, um Bänder, Kurzwaren, Modeschmuck, Spielzeug und Taschen zu kaufen. Sie nehmen die Waren in Bündeln und Packungen mit und legen sie anschließend auf ihren eigenen Verkaufstischen aus. Diese Rolle hatte der Ort schon vor den heutigen Geschäften.
Im Jahr eintausendsiebenhundertzweiundachtzig wählte König Rama I für den Großen Palast ein Gelände bei Tha Tian, wo bereits chinesische Händler lebten. Sie mussten hinter die Mauer der neuen Hauptstadt umziehen, auf einen Gartenstreifen zwischen den Kanälen bei den Tempeln Wat Sam Pluem und Sampeng. Die meisten Umsiedler stammten aus Chaozhou und lebten vom Vermittlungshandel: Sie nahmen chinesische Waren entgegen, die über den Chao-Phraya-Fluss geliefert wurden, lagerten sie und gaben sie an Verkäufer in ganz Bangkok weiter. Der neue Ort ließ ihnen den Zugang zum Fluss, und ein langer Durchgang vom Stadttor Saphan Han verband die Lagerhäuser mit den Käufern. Entlang dieses Durchgangs errichteten die Händler Läden, Lagerräume und Wohnhäuser. Bis zum Jahr eintausendachthundertfünfunddreißig galt Sampeng bereits als der wichtigste chinesische Markt der Hauptstadt.
Der Handelserfolg verdichtete das Viertel bis an seine Grenzen. Die Besitzer brauchten mehr Platz für Waren, neue Ankömmlinge suchten eine Ecke für einen Laden, und entlang der krummen Durchgänge entstanden Haus an Haus. Am vierten April eintausendneunhundertsechs brach im Quartier San Chao Kao ein großer Brand aus. Die Feuerwehr brachte Wasserpumpen heran, konnte sie jedoch nicht zwischen den dicht stehenden Häusern hindurchziehen. Das Feuer sprang von Gebäude zu Gebäude über, bis im Inneren des Quartiers ein Streifen ausgebrannten Landes frei wurde.
Eine Woche später ordnete König Chulalongkorn an, auf diesem Streifen eine zehn Meter breite Straße von der Ratchawong Road bis zur Gasse Khlong Rong Krata anzulegen, dem heutigen Yaowaphanit. Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde setzten Grenzmarken, und den Brandgeschädigten wurde verboten, innerhalb der künftigen Fahrbahn Häuser wiederaufzubauen. Die Grundstücksbesitzer erhielten keine Entschädigung: Zuerst verloren sie Läden und Vorräte im Feuer, dann einen Teil ihres Landes für die Straße, über die Feuerwehrleute beim nächsten Mal das Quartier erreichen konnten.
Der alte Name des Marktes überlebte die offizielle Umbenennung. Auf den Adressschildern heißt der Handelsgang Soi Wanit eins, doch Verkäufer und Käufer sagen weiterhin „Sampeng“. Der Abschnitt zwischen der Ratchawong Road und Yaowaphanit verläuft dort, wo Brandgeschädigte nach dem Brand von eintausendneunhundertsechs keine Läden mehr wiedererrichten durften.
Praktisch vor Ort
Öffentlicher Marktgang; die Öffnungszeiten einzelner Läden unterscheiden sich, praktischer sind Morgen/Tag, der abendliche und der Großhandelsrhythmus ändern sich je nach Abschnitt.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Halten Sie Ihre Sachen dicht bei sich, machen Sie Karren Platz und bleiben Sie nicht mitten im Durchgang stehen. Bitten Sie vor dem Fotografieren eines Verkäufers oder des Inneren eines Ladens um Erlaubnis.
