Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Rundes Atrium
- People’s Gallery
- Bibliothek
- Ausstellungsräume der oberen Etagen
Die Geschichte des Ortes
Die Etagen des Bangkok Art and Culture Centre steigen um einen runden Innenraum herum an. Unten befinden sich Kunstläden, die People’s Gallery und eine Bibliothek; weiter oben liegen ein Auditorium, Studios und kleinere Ausstellungsräume. Die wichtigsten Wechselausstellungen nehmen die siebte, achte und neunte Etage ein. So kommen in einem Gebäude die Arbeit von Künstlern, das Lesen und öffentliche Ausstellungen zusammen.
Am dritten November zweitausendeins brachen von diesem Grundstück an der Kreuzung von Pathum Wan rund hundert Teilnehmer eines Netzwerks aus Künstlern und Freiwilligen auf. Sie forderten, der Stadt das versprochene Zentrum für zeitgenössische Kunst zurückzugeben. Jeder trug fünf zusammengenähte Bilder; der ganze Streifen erstreckte sich über vier Kilometer – von hier bis zum Rathaus. Die übrigen Werke transportierten drei Pick-ups. Vor dem Rathaus wurden viertausend Bilder für eine Stunde ausgelegt.
Der Grund für den Zug war das hier bereits gelegte Fundament. Im Jahr neunzehnhundertfünfundneunzig erklärte sich der Gouverneur von Bangkok, Bhichit Rattakul, bereit, an dieser Stelle ein öffentliches Kunstzentrum zu errichten. Er wählte die Kreuzung, die junge Menschen täglich zwischen Verkehrsstationen, Bildungseinrichtungen und Einkaufsvierteln passieren. Es wurde ein Architekturwettbewerb durchgeführt, der Entwurf von Robert G. Boughey genehmigt, und im Jahr zweitausend legte man den Grundstein.
Der nächste Gouverneur, Samak Sundaravej, wollte den Bau für dreißig Jahre einem privaten Investor überlassen. Er ersetzte den früheren Entwurf durch einen Einkaufskomplex, in dem dem Kunstzentrum nur ein untergeordneter Teil geblieben wäre. Für Bangkok hätte das den Verlust eines seltenen Grundstücks bedeutet, das bereits für allgemein zugängliche zeitgenössische Kunst vorgesehen war: Private Galerien gab es damals nur wenige, und das Ausstellungsleben konzentrierte sich hauptsächlich auf die Umgebung der Universitäten.
Die Künstler Vasan Sitthiket und Pratuang Emjaroen führten die Kampagne Give Back Our Art Centre an. Professor Preecha Thaothong, der dem Rat der Dekane von Kunstfakultäten vorstand, setzte sich für eine öffentliche Prüfung ein und reichte gemeinsam mit anderen Beteiligten Klage beim Verwaltungsgericht ein. Die Kampagne wurde durch den Verkauf von Werken finanziert: Bei einer der Auktionen brachten fünfzehn Bilder sechshunderttausend Baht ein. Für ihre Teilnehmer war die Leinwand zugleich eine Forderung an die Stadt und das, was es ermöglichte, diese Forderung weiter zu erheben.
Im Jahr zweitausendzwei erklärte sich das Gericht bereit, die Klage zu prüfen, woraufhin das Projekt des Einkaufskomplexes aufgehoben wurde. Der Bau des Kunstzentrums war jedoch noch nicht wieder aufgenommen worden, und das Grundstück wurde in einen kleinen öffentlichen Park verwandelt. Zwei Jahre später veranstaltete das von Künstlern gegründete People’s Network for the Bangkok Art and Culture Centre hier Art Vote – eine Abstimmung für das Kunstzentrum. Auch an Universitäten wurden Wahlurnen aufgestellt; die Organisatoren rechneten damit, fünfzigtausend Stimmen zu sammeln, und forderten von allen Kandidaten für das Gouverneursamt eine Antwort.
Der Kandidat Apirak Kosayodhin warf selbst einen Stimmzettel in eine dieser Urnen. Nach seiner Wahl empfing er Vertreter des Netzwerks und führte das Projekt zur ursprünglichen Wettbewerbsform zurück. Die Stadtverwaltung stellte Mittel bereit, Künstler traten den Komitees bei, und am neunundzwanzigsten Juli zweitausendacht wurde das Bangkok Art and Culture Centre für das Publikum eröffnet.
Sein rundes Atrium verbindet die verschiedenen Teile der Einrichtung: Auf den unteren Etagen befinden sich Kunstläden, die People’s Gallery und eine Bibliothek, weiter oben ein Auditorium, Studios und Räume für kleinere Ausstellungen, während die wichtigsten Wechselausstellungen die siebte, achte und neunte Etage einnehmen. Der Handel blieb im ursprünglichen Projekt als Unterstützung für die Kunstprogramme erhalten. Der dreißigjährige Einkaufskomplex, in dem der Kunst nur eine kleine Ecke zugewiesen worden wäre, entstand auf diesem Grundstück nie.
Praktisch vor Ort
Geöffnet Di–So 10:00–20:00; montags geschlossen; freier Eintritt.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Die Ausstellungen wechseln; rechnen Sie daher nicht damit, ohne vorherige Prüfung des Programms ein bestimmtes Werk zu sehen.
