Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Sechs verbundene Zylinder
- Der einzelne Turm Silo 7
- Ehemalige Gleise
- Außentreppen
Die Geschichte des Ortes
Zunächst wurde dieses Ufer von Erdöl- und Chemikalienbehältern eingenommen, durch die das ganze Viertel den Namen Tank Farm erhielt. Später entstanden neben dem Kai und der Eisenbahn sechs verbundene Betonzylinder, in denen trockener Zement lagerte, der auf dem Seeweg ankam und in Waggons weitertransportiert wurde. Außentreppen, Gleise und der einzelne Turm dahinter verraten noch immer die frühere Arbeitsstruktur dieses Ortes. Im Inneren des Hauptblocks sind Mechanismen und Trichter erhalten, durch die einst Zement lief.
Im Jahr neunzehnhunderteinundsechzig wurde der junge Ingenieurpraktikant Ross Johnson aus der Kalkulationsabteilung der Firma A & G Price auf eine Baustelle am Hafen versetzt. Man beauftragte ihn mit der Leitung der Montage von sechs Zementsilos. Mit der Stelle erhielt er eine spürbare Erhöhung von Gehalt und Status – und die Verantwortung für die Arbeit von dreißig bis vierzig Personen.
Der Zement kam auf dem Seeweg aus der Gegend von Whangārei. Aus den Laderäumen wurde das Pulver durch Rohre und einen pneumatischen Trog in Vorratsbehälter geleitet und anschließend per Eisenbahn weiter durch Auckland transportiert. Deshalb errichtete man die Silos sowohl neben dem Kai als auch neben den Gleisen. Nach Johnsons Erinnerungen gossen die Betonarbeiter alle sechs Zylinder in einem einzigen ununterbrochenen Guss; für Neuseeland war dies das erste derartige Vorhaben. Seine Mannschaft bereitete die Stahlkonstruktionen, Mechanismen und inneren Trichter vor.
Johnson hatte Höhenangst. Dennoch musste er nach oben steigen und zwischen den Abschnitten der Schalung hinüberwechseln. Einige Zwischenräume waren breiter als ein gewöhnlicher Schritt, sodass er darüber springen musste. Nach sechs Monaten schickte man ihn zur Leitung des Baus des nächsten Silos, schon in Te Rapa. Noch keine dreißig Jahre alt, wurde er Produktionsleiter mit zweihundert Untergebenen.
Die sechs verbundenen Zylinder heißen heute „Silo 6“. Der einzelne Turm hinter den ehemaligen Gleisen ist „Silo 7“. Der Beiname des gesamten Viertels, Tank Farm, entstand wegen der Erdöl- und Chemikalienbehälter, die man hier seit den neunzehnhundertdreißiger Jahren aufzustellen begann. In den Betonsilos vor Ihnen lagerte trockener Zement, nicht Treibstoff.
Nach der Schließung des früheren Betriebs sollten die Silos abgerissen werden. Die Planer einer städtischen Agentur erhielten sie bei der Schaffung der öffentlichen Uferpromenade, die im Jahr zweitausendelf eröffnet wurde. In den sechs Zylindern finden heute Ausstellungen und öffentliche Veranstaltungen statt, und die Feuerwehr nutzt die Treppen für Übungen. Im Sommer werden Filme auf die Wand des einzelnen Silos projiziert.
Im Jahr zweitausendzweiundzwanzig kehrte der achtundachtzigjährige Ross Johnson mit drei Generationen seiner Familie hierher zurück. Er fuhr im Rollstuhl hinein und erinnerte sich beim Anblick des alten Beschickungstrichters an den pneumatischen Trog, durch den der Zement gelangte. Die Außentreppen wollte er nicht mehr hinaufsteigen, obwohl er bemerkte, dass er bei Bedarf hinaufsteigen würde. Der Trichter ist im Inneren geblieben, die Gleise zwischen den beiden Komplexen führen nicht mehr weiter, und Johnsons erste Baustelle dient als Ausstellungsraum.
Praktisch vor Ort
Offener öffentlicher Raum; die Öffnungszeiten von Veranstaltungen, Veranstaltungsorten und benachbarten Einrichtungen ändern sich jeweils separat.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Die Silos lassen sich von außen gut erkennen; der Zugang ins Innere hängt von den dort stattfindenden Veranstaltungen und geöffneten Bereichen ab.
