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Pitt Street: zwei Kirchen, zwei Gemeinden

Pitt Street Methodist Church / Auckland Baptist Tabernacle

Zwei benachbarte Kirchen ermöglichen den Vergleich, wie unterschiedliche Gemeinden Geld sammelten und ihre Versammlungshäuser einrichteten.

15 Min.
Pitt Street Methodist Church in Auckland
Prosperosity · CC BY 4.0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Die gotische Fassade der methodistischen Kirche
  • Sechs korinthische Säulen des Auckland Baptist Tabernacle
  • Der dreieckige Giebel des Tabernakels
  • Die Backsteinmauern der Kirchengebäude

Die Geschichte des Ortes

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Die gotische Fassade der methodistischen Kirche und die sechs korinthischen Säulen des Auckland Baptist Tabernacle liegen einen kurzen Häuserblock voneinander entfernt auf dem Kamm am oberen Ende der Queen Street. Unter dem methodistischen Betsaal richtete man eine Schule ein, und auf der Empore befanden sich der Chor und die Kinder der Sonntagsschulklassen; die Baptisten hingegen brauchten ein großes Haus für gemeinsame Versammlungen. Beide Gemeinden zogen hierher, als ihre früheren Kapellen in der Stadt die Menschen nicht mehr fassten. Im Inneren der methodistischen Kirche sind Gedenktafeln erhalten, die von der alten Adresse hierhergebracht wurden, zusammen mit der Erinnerung an die frühere Gemeinde.

Im Jahr achtzehnhundertvierundachtzig stiegen vier Gemeindemitgliederinnen auf einer Bauplattform zur Spitze des dreieckigen Giebels über der Queen Street hinauf. Sie sollten den letzten Stein des künftigen Auckland Baptist Tabernacle setzen. Für Menschen, die mit Hebemaschinen nicht vertraut waren, war die Höhe ein erhebliches Risiko. Die Chronik hat die Namen aller vier nicht bewahrt, erklärte jedoch, warum ihnen diese Zeremonie anvertraut wurde: Ein Frauenkomitee sammelte Geld für den Bau.

Der junge baptistische Pfarrer Thomas Spurgeon setzte sich für einen Saal ein, in dem seine Zuhörer Platz finden würden. Nach seiner Ankunft in Auckland im Jahr achtzehnhunderteinundachtzig wurde es der Gemeinde zunächst in ihrer eigenen Kapelle, dann im Auckland Choral Hall in der Symonds Street zu eng. Spurgeon schlug vor, eine Kirche mit eintausendfünfhundert Plätzen nach dem Vorbild des Londoner Tabernakels zu bauen, in dem sein Vater Charles Spurgeon predigte. Tabernakel nannten die Baptisten ein Versammlungshaus – nach dem biblischen tragbaren Heiligtum.

Das Grundstück wählte man auf dem Kamm am oberen Ende der Queen Street. Den Portikus richtete man entlang der Straße aus, daher waren die sechs korinthischen Säulen von unten, von der Hafenseite, sichtbar. Spurgeon stellte noch eine Bedingung: Die Kirche sollte schuldenfrei eröffnet werden. Andernfalls würden die Spenden der Gemeindemitglieder jahrelang an Gläubiger gehen, statt Menschen zu helfen und die Arbeit der Gemeinde zu finanzieren.

Bei der Grundsteinlegung legte der Pfarrer einen Scheck über fünfunddreißig Pfund darauf. Den größten Teil dieser Summe hatte er für von ihm vollzogene Trauungen erhalten: Sein eigener Verdienst floss in den Bau. Das Frauenkomitee veranstaltete Basare und Ausverkäufe und verkaufte Handarbeiten, Eintrittskarten und Erfrischungen. Offenbar war der Aufstieg der vier Spendensammlerinnen zum letzten Stein eine öffentliche Anerkennung ihres Beitrags – die Quellen bestätigen die Zeremonie selbst ausdrücklich, erklären aber nicht, wer gerade diese Form des Dankes vorgeschlagen hatte.

Am zwölften Mai achtzehnhundertfünfundachtzig hatte der Eröffnungsgottesdienst bereits begonnen, und bis zum versprochenen Ziel fehlten noch einhundert Pfund. Das Geld wurde unter den Anwesenden gesammelt. Als verkündet wurde, dass das rund vierzehntausend Pfund kostende Gebäude vollständig bezahlt sei, sangen die Gemeindemitglieder mehrmals hintereinander die Doxologie. Hinter dem Giebel, zu dem die vier Frauen hinaufstiegen, versammelt sich die baptistische Gemeinde bis heute.

Von diesem Portikus bis zur gotischen Fassade in der Pitt Street ist es nur ein kurzer Häuserblock. Die Methodisten nahmen den Kamm früher in Besitz. Ihre früheren Kapellen im Geschäftszentrum fassten die wachsende Gemeinde nicht mehr, und im Jahr achtzehnhundertvierundsechzig kauften die kirchlichen Treuhänder hier einen Acre Land für einen großen Predigtsaal.

Am vierzehnten Oktober achtzehnhundertsechsundsechzig eröffneten die Methodisten eine Kirche für sechshundertfünfzig Menschen. Unter dem Saal befand sich eine Schule, auf der Empore saßen der Chor und die Kinder der Sonntagsschulklassen. Die Kosten stiegen auf etwa elftausend Pfund und übertrafen die Kalkulationen, deshalb vermieteten die Gemeindemitglieder Bankplätze und verwendeten die Gebühren zur Tilgung der Schulden. Als die alte Kapelle in der High Street geschlossen wurde, brachte man ihre Gedenktafeln hierher, und die Kirche in der Pitt Street wurde zum wichtigsten methodistischen Gotteshaus im Norden des Landes. Diese Tafeln befinden sich weiterhin im Inneren: Die frühere Gemeinde wurde mit den Namen ihrer Verstorbenen an die neue Adresse übertragen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktMaota Samoa: ein von der Gemeinschaft errichtetes Haus
Eintrittvon außen
In Karten öffnen

Die Fassaden sind von der Straße aus sichtbar; der Innenraum ist nur während öffentlicher Gottesdienste, Veranstaltungen oder nach dem aktuellen Zeitplan der Gemeinden zugänglich.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Beide Gebäude bleiben Orte des Gottesdienstes. Die Fassaden können vom öffentlichen Raum aus betrachtet werden; betreten Sie sie nur bei offenem Zugang und unterbrechen Sie keinen Gottesdienst und keine private Veranstaltung.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie nach Westen bis zum Stadtgebäude Maota Samoa.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Karangahape Road: Gemeinschaften, Kunst und Nachtkultur“ — 8 Stopps, 1,5 km, 90 Min..

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