Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Zwei gläserne Pavillons
- Pergolen
- Rechteckiges Becken
- Durchgang zum Farnengarten
Die Geschichte des Ortes
Unter den gläsernen Gewölben befinden sich zwei Gewächshäuser: Im kühlen wechseln die Gärtner saisonale Topfpflanzen aus, während die tropischen Pflanzungen im warmen lange bleiben. Dazwischen liegt ein längliches Becken, hinter dem Pergolen zum Farnengarten in der Vertiefung eines alten Steinbruchs führen. Vor den Gartenbauten standen auf diesem Abschnitt dreizehn Häuschen für Tuberkulosekranke; die Patienten wurden in einen besser geschützten Teil der Pukekawa / Auckland Domain verlegt.
Die beiden gläsernen Pavillons entstanden hier, weil der Architekt William Gummer der Stadt einen Entwurf vorschlug, der dreimal so teuer war wie die vorhandenen Mittel.
Im Dezember neunzehnhundertdreizehn eröffnete in diesem Teil der Pukekawa / Auckland Domain die Auckland Industrial, Agricultural and Mining Exhibition. Ihr Vorsitzender, der Unternehmer George Elliot, setzte sich für den Erfolg einer großen kommerziellen Ausstellung ein: Die Organisatoren beschlossen im Voraus, einen möglichen Gewinn für die Gestaltung des Parks zu verwenden. In fünf Monaten zählte man rund achthundertundsiebzigtausend Besuche. Nach der Schließung blieben etwa dreitausend Pfund übrig.
Der Stadtrat wollte von diesem Geld einen bescheidenen Wintergarten errichten. Der Architekt Gummer, Sekretär der Aucklander Liga für Stadtplanung, schlug ein dauerhaftes Denkmal für die Ausstellung vor: zwei gläserne Gewölbe, einen Hof mit Becken, Pergolen und einen Farnengarten. Das Geld reichte für ungefähr ein Drittel des Vorhabens.
Im Jahr neunzehnhundertsechzehn schrieb Gummer den Bau des ersten Pavillons aus. Anschließend trat er in die Armee ein und kehrte erst neunzehnhundertneunzehn aus Ägypten zurück. Der gemäßigte Pavillon wurde weitere zwei Jahre später eröffnet. Auf seinem Grundstein steht bis heute, dass Gebäude und Gärten aus dem Gewinn der Ausstellung bezahlt wurden. Damals griff diese Beschreibung der Wirklichkeit etwas vor: Gegenüber lag eine leere Fläche, und der tropische Pavillon, das Becken und die Pergolen existierten nur auf den Plänen.
Elliot leitete zu dieser Zeit die Bank of New Zealand und wollte das Ausstellungsgeschenk an die Stadt in der vorgesehenen Form vollenden. Er organisierte eine Spendensammlung und steuerte selbst viertausend Pfund zu den gesammelten neuneinhalbtausend bei. Gummer und sein Partner, der Architekt Charles Ford, erklärten sich bereit, statt des üblichen Honorars von etwa zweieinhalbtausend Pfund hundert Pfund für Zeichnungen und Bürokosten zu erhalten. Die Auftragnehmer von Fletcher Construction stellten die Materialien in Rechnung, erbrachten die Arbeit jedoch kostenlos.
Das Baugelände war allerdings bereits belegt. Hier standen dreizehn einzelne Häuschen für Tuberkulosekranke. Um Platz für das zweite Gewächshaus und den Hof zu schaffen, entfernte man die Häuschen und verlegte die Patienten in einen besser geschützten Teil der Pukekawa / Auckland Domain.
Am zweiten Mai neunzehnhundertachtundzwanzig eröffnete Bürgermeister George Baildon den tropischen Pavillon, die Pergolen und das Seerosenbecken. Der Farnengarten wurde später, im Jahr neunzehnhundertdreißig, fertiggestellt. Dafür nutzte man einen alten Steinbruch: Schon die Erbauer der Ausstellung hatten hier Vulkanschlacke für die Straße durch die Pukekawa / Auckland Domain abgebaut.
Die verschiedenen Teile des Komplexes erfüllen auch heute unterschiedliche Aufgaben. Im ungeheizten Pavillon für gemäßigtes Klima stehen saisonale Topfpflanzen, die die Gärtner regelmäßig austauschen. Im beheizten tropischen Pavillon bleiben die Pflanzen lange. Das rechteckige Becken verbindet beide gläsernen Gewölbe, und der Durchgang dahinter führt in die Vertiefung des ehemaligen Steinbruchs mit neuseeländischen Farnen.
Auf dem Grundstein ist die Inschrift über den Ausstellungsgewinn erhalten. Das westliche gläserne Gewölbe, die Pergolen, das Becken und der Durchgang zum Steinbruch entstanden aus dem Teil der Kostensumme, den George Elliot, die Architekten und die Bauleute mit eigenem Geld und eigener Arbeit deckten.
Praktisch vor Ort
Kostenlos; 1. Nov.–31. März 09:00–17:00, 1. Apr.–31. Okt. 09:00–16:30 täglich.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Der Zugang zu einzelnen Pavillons kann sich ändern; schonen Sie im Inneren die Pflanzen und blockieren Sie die Durchgänge nicht für Fotos.
