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Monastiraki-Platz

Πλατεία Μοναστηρακίου

Zum Abschluss wird erklärt, wie die Eisenbahn den stetigen Fahrgaststrom zum alten Basar lenkte.

15 Min.
Monastiraki-Platz mit der Kuppel der Moschee, einer Kirche und Blick auf die Akropolis
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Neoklassizistische Fassade des Bahnhofs
  • Panagia-Pantanassa-Kirche unterhalb des Platzniveaus
  • Tzistarakis-Moschee
  • Offener Bahneinschnitt

Die Geschichte des Ortes

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Der Name des Platzes ging aus der kleinen Panagia-Pantanassa-Kirche hervor, die etwas unterhalb der Fahrbahn steht. Einst war sie die Hauptkirche eines Frauenklosters, das als Großes Kloster bekannt war; vom ganzen Kloster blieb allmählich nur eine Kirche übrig. Der Verkleinerungsname setzte sich zuerst für das Viertel, dann für den Platz und den Bahnhof durch. Daneben ist die neoklassizistische Fassade des alten Bahnhofs erhalten, und im offenen Einschnitt unter dem Platz fahren noch immer die Züge der ersten Linie.

Auf dem Platz treffen sich Menschen, steigen um und gehen sofort in verschiedene Richtungen weiter: zur Akropolis, zum Markt, zur Ermou-Straße oder nach Psyrri. Diese Ordnung gab der Bahnhof vor. Schon vor seinem Bau nahm der Handel die Häuserblocks bei der Tzistarakis-Moschee und der Hadriansbibliothek ein, doch der Menschenstrom musste erst noch hierhergeführt werden.

Ab tausendachthundertneunundsechzig brachte der Zug aus Piräus die Fahrgäste nur bis nach Thissio. Dahinter begann das Zentrum von Athen, doch die Dampflok kam mit der Steigung schlecht zurecht. Der Unternehmer Stefanos Psycha übernahm die Leitung einer eigens gegründeten Gesellschaft: Er wollte die Bahn über Monastiraki bis zum Omonia-Platz verlängern. Sollte die alte Eisenbahngesellschaft Athen–Piräus die fertige Strecke nicht übernehmen, blieben der Gesellschaft von Psycha ein teurer Einschnitt, ein Tunnel und zwei nutzlose Bahnhöfe.

Die Ingenieure begannen die Arbeiten im Jahr tausendachthundertneunundachtzig. Neben der Antiken Agora hoben sie einen tiefen Einschnitt aus und führten dann einen Tunnel unter der Stadt hindurch. Für den U-Bahnhof Monastiraki kaufte man private Grundstücke auf; die Eigentümer verstanden, dass die Bauleute nicht zurückweichen konnten, und verlangten hohe Entschädigungen. Die ursprünglichen Kosten des gesamten Vorhabens erreichten drei Millionen Drachmen.

Bis tausendachthundertdreiundneunzig war die Strecke fertig, und die Gesellschaft von Psycha verlangte, den Verkehr zu eröffnen. Die Inspektoren der alten Eisenbahngesellschaft lehnten ab: Der Abstand zwischen den Gleisen im Tunnel war für ihre Wagen zu gering, und der U-Bahnhof Monastiraki sowie Omonia entsprachen ihrer Ansicht nach nicht dem Vertrag. Die Bauleute zogen vor Gericht. Das Athener Berufungsgericht ordnete an, die Strecke zu übernehmen, und setzte für jeden Tag der Verzögerung eine Strafe fest. Die Eisenbahngesellschaft erreichte die Aufhebung der Entscheidung, und der Streit wurde an ein anderes Gericht verwiesen. Um das investierte Geld nicht unter der Erde liegen zu lassen, schlossen die Parteien eine neue Vereinbarung: Die Bauleute beheben die Mängel, der Betreiber setzt die Züge ein.

Am siebzehnten Mai tausendachthundertfünfundneunzig fuhr der erste Zug durch Monastiraki. Eine Lokomotive zog die Wagen, eine zweite schob sie von hinten. Die Athener, die über dem Einschnitt standen, verabschiedeten die Fahrgäste mit Scherzen über eine Reise ins Jenseits: Eine Untergrundbahn war für die Stadt eine völlig neue Erfahrung. Der Zug erreichte Omonia unversehrt, und am alten Basar entstand ein ständiger Fahrgaststrom aus dem Hafen und dem Zentrum. Im Jahr eintausendneunhundertvier elektrifizierte man die Strecke, und im Jahr zweitausenddrei richtete man hier einen Umstieg zur dritten Metrolinie ein.

Die erste Station nannte man „Monastirion“. Den Namen entnahm man der Panagia-Pantanassa-Kirche, die mitten auf dem Platz unter dem heutigen Niveau der Fahrbahn steht. Im siebzehnten Jahrhundert war sie die Hauptkirche eines Frauenklosters, das Großes Kloster genannt wurde. Das Kloster schrumpfte allmählich auf eine einzige Kirche zusammen, und die Athener begannen, „Monastiraki“ zu sagen – „Klösterchen“. Der Verkleinerungsname ging auf das Viertel, den Platz und den Bahnhof über.

Der neoklassizistische Bahnhof von tausendachthundertfünfundneunzig ist erhalten. Unter seinen heutigen Schildern fahren die Züge der ersten Linie noch immer durch den Korridor, dessen Übernahme die beiden Eisenbahngesellschaften nach einem jahrelangen Streit vereinbarten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittvon außen

Der Platz ist rund um die Uhr geöffnet; die Geschäfte haben eigene Öffnungszeiten, und der eigentliche Flohmarkt belebt sich besonders sonntags. Tzistarakis-Moschee/MNEP: täglich außer dienstags 09:30–16:30, letzter Einlass 16:10.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Auf dem Platz ist es voll und laut: Wählen Sie einen Platz am Rand des Stroms, achten Sie auf Ihre Sachen und besichtigen Sie die Sakralbauten, ohne die Besucher zu stören.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Beenden Sie den Spaziergang am alten Bahnhof, inmitten des Stroms, der auch heute auf Monastiraki zuläuft.

Stopp 7 von 7Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Das alte Athen: Plaka, Anafiotika und Monastiraki“ — 7 Stopps, etwa 2,7 km, 2–3 Stunden.

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