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Artillerieturm und Pulverkeller

Артиллерийская башня Астраханского кремля

Sie werden den Aufbau des letzten Verteidigungsabschnitts verstehen und erfahren, womit die Verteidiger ihre aufgebrauchten Kugeln ersetzten.

16 Min.
Der Artillerieturm des Astrachaner Kremls.
Александра Зайцева · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Die Schießscharten des Turms
  • Die steinernen Treppen innerhalb der Mauern
  • Die Gewölbe des Pulverkellers
  • Der geschlossene Artilleriehof

Die Geschichte des Ortes

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Offiziell heißt der Turm Artillerieturm, doch sein alter Astrachaner Name lautet anders: Folterturm. Zu Beginn des siebzehnten Jahrhunderts begann man hier unter dem Stadtwoiwoden Iwan Chworostinin, der Astrachan verwaltete und Geständnisse von Angeklagten erzwang, gerichtliche Verhöre unter Folter durchzuführen. Das erste Geschoss wurde in ein steinernes Verlies verwandelt, einen Teil der Schießscharten mauerte man zu. Daher stammt der Name, den die Stadtbewohner dem Turm gaben.

Doch errichtet wurde er für Geschütze. In vier Geschossen sind fünfzehn Schießscharten angelegt, und steinerne Treppen führen innerhalb der Mauern entlang. Der Turm ist geschlossen: Es gibt kein durchgehendes Tor in ihm. Daneben lag ein umfriedeter Artilleriehof, auch Seleinij-Hof genannt. Als Seleinij bezeichnete man damals Schießpulver. Im Keller unter dicken steinernen Gewölben bewahrte man Fässer mit Schießpulver auf, im Hof Waffen und die übrigen Vorräte.

Im Sommer eintausendsechshundertsiebzig wurde diese Anlage unmittelbar für ihren Zweck gebraucht. Der Don-Ataman Stepan Rasin führte ein Heer nach Astrachan und beabsichtigte, die Stadt einzunehmen. Ein Teil der Astrachaner Strelizen lief zu ihm über, und die Kosaken drangen in den Kreml ein. Fast die gesamte Garnison zerfiel, doch im Folterturm verschanzte sich eine kleine Abteilung: die Dienstleute des kabardinischen Fürsten Kaspulat Muzalowitsch und zwei russische Kanoniere. Der Fürst selbst war nicht hier. Seine Leute befanden sich im Dienst in Astrachan und versuchten nun, den letzten Mauerabschnitt zu halten, den sie verteidigten.

Bis zum Mittag stürmte die Menge den Turm. Den Verteidigern ging das Blei aus, und da begannen sie, ihre Gewehre mit Silbermünzen zu laden. Die Münzen ersetzten die Kugeln, solange noch Schießpulver vorhanden war. Als auch dieses ausging, öffneten die Männer den Turm und versuchten, mit Nahkampfwaffen aus der Stadt auszubrechen. Man holte sie ein und tötete sie alle. Danach besetzten die Kosaken den Turm.

Von den Silbermünzen, die man aus seinen Schießscharten verschoss, ist hier nichts geblieben. Erhalten sind die steinernen Geschosse, die Treppen innerhalb der Mauern und der benachbarte Pulverkeller. Heute befindet sich im Keller eine Museumsausstellung darüber, wie ein Schuss abgegeben wird – auf eben jenem Hof, auf dem den Verteidigern des Turms zuerst die Kugeln und dann das Schießpulver ausgingen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort16 Min.
Nächster PunktNikolaus-Tor
Eintrittmit Ticket

Das Gelände und die Außenansichten sind vor Ort zugänglich; die Museumsobjekte des Kremls nach dem Museumsplan.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Ausstellung über körperliche Strafen kann für Kinder und empfindliche Besucher belastend sein. Betrachten Sie die Besichtigung des Innenraums als einen eigenständigen Museumsteil, nicht als zwingende Voraussetzung der Route.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie an der Mauer weiter bis zum Bogen unter der Nikolauskirche über dem Tor.

Stopp 3 von 8Weiter: Nikolaus-Tor

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Astrachan: Kreml und kaspischer Handel“ — 8 Stopps, 3,4 km, 2 Std. 20 Min..

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