Stopp 7 von 7

Artis-Zoo

Natura Artis Magistra

Die Geschichte des Verstecks auf der Insel beendet den Rundgang dort, wo die Soldaten das Wasser nicht überquerten.

40 Min.
Tor des ARTIS-Zoos in Amsterdam
James Rosen · CC BY 2.0; cropped/resized for app
1234567

0 von 7 erledigt

Audioguide · aufgenommene StimmeOrtsgeschichte anhören

Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Die Aufschrift „Natura Artis Magistra“
  • Die von Wasser umgebene Insel
  • Der Betonfelsen

Die Geschichte des Ortes

Textgröße

Hinter den Toren von Artis beginnt ein Stadtzoo mit Gehegen, Betriebsräumen und Inseln für Tiere. Darunter steht ein Betonfelsen auf einer Insel, die von allen Seiten von Wasser umgeben ist. Er ersetzte den früheren Affenfelsen, und heute leben hier Kleine Pandas und Asiatische Zwergotter.

Über dem Eingang stehen drei Worte: „Natura Artis Magistra“ – „Die Natur unterweist Kunst und Wissenschaft“. Im Jahr achtzehnhundertachtunddreißig wählten drei Amsterdamer diesen Wahlspruch für eine zoologische Gesellschaft, in der man lebende Tiere zeigen und Naturgeschichte erforschen wollte. Den langen Namen kürzte man rasch auf das mittlere Wort: Artis. So entstand der älteste noch betriebene Zoo der Niederlande.

Im September neunzehnhunderteinundvierzig brachte man am Zaun von Artis eine andere Aufschrift an: „Juden ist der Zutritt verboten“. Deutsche Soldaten besuchten den Zoo dagegen frei. Sie spazierten zwischen den Gehegen umher, selbst während der Razzien in der benachbarten Jodenbuurt.

Der Direktor Armand Sunier wollte die Tiere erhalten und die Mitarbeitenden schützen. Er wusste, dass Tierpfleger Menschen in Betriebsräumen versteckten, verlangte jedoch keine Namen und führte keine Listen. Verstecke richtete man im Heuschober über den Raubtieren, hinter den Gehegen, im Nachtquartier der Eisbären und im Inneren des Affenfelsens ein. Tagsüber mischten sich die Versteckten unter die Besucher oder halfen bei der Pflege der Tiere. Wenn deutsche Soldaten Artis betraten, warnten die Mitarbeitenden am Tor die Tierpfleger.

Während einer der Razzien rannten mehrere jüdische junge Männer auf der Plantage Doklaan an der Rückseite des Zoos entlang. Der Affenpfleger van Schalkwijk ließ sie durch eine Servicetür des Affenhauses hinein. Zu Beginn der Besatzung hatte er hier bereits mehr als dreißig Jahre gearbeitet und kannte jede Tür und jede Trennwand seines Bereichs.

Der Affenfelsen war von Wasser umgeben. van Schalkwijk legte ein Brett darüber, führte die jungen Männer auf die Insel und versteckte sie im Inneren des hohlen Felsens, neben den Affen. Anschließend nahm er das Brett weg. Deutsche Soldaten betraten den Zoo, suchten jedoch nicht auf der von Wasser umgebenen Insel nach Menschen. Die jungen Männer wurden bei dieser Razzia nicht entdeckt.

Nach Einschätzung von Forschenden versteckten sich in den Jahren der Besatzung in Artis zweihundert bis dreihundert Menschen: Juden, Widerstandskämpfer und junge Mitarbeitende, die man zur Zwangsarbeit nach Deutschland schicken wollte. Manche blieben über Nacht, andere über Monate oder Jahre. Innerhalb des Zoos wurde kein einziger Mensch verhaftet.

Der alte Affenfelsen ist nicht erhalten geblieben. Im Jahr neunzehnhundertsechsundsechzig baute man an seiner Stelle einen anderen, aus Beton. Im Jahr zweitausendfünfundzwanzig verwandelten Mitarbeitende ihn in eine begrünte Insel für Kleine Pandas und Asiatische Zwergotter. Wasser umgibt die Insel weiterhin, doch die Höhlung, in der van Schalkwijk die Flüchtenden versteckte, gibt es nicht mehr.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort40 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittmit Ticket

In der Regel täglich 09:00–18:00 geöffnet; an Feiertagen kürzer. Das Aquarium ist nach der Restaurierung wieder geöffnet, einzelne Pavillons bitte gesondert prüfen.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

ARTIS ist ein eigenständiger großer Besuch mit einem eigenen Eingang, nicht nur eine einzelne Vitrine am Ausgang. Wenn die Kräfte begrenzt sind, wählen Sie im Voraus einige Bereiche aus und versuchen Sie nicht, den ganzen Zoo zu umrunden; halten Sie Abstand, füttern Sie die Tiere nicht und verwenden Sie keinen Blitz, wo er verboten ist.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Beenden Sie den Rundgang an der von Wasser umgebenen Insel, wo sich das frühere Versteck nur noch am Verlauf des Wassers nachvollziehen lässt.

Stopp 7 von 7Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Jodenbuurt und Plantagebuurt: Verlust und Rettung“ — 7 Stopps, 1,2 km, 2–4 Std..

Ohne App Store und Google Play

Guide On Map als App installieren

Ein Symbol erscheint auf dem Startbildschirm; die Website öffnet sich ohne Browseroberfläche.

Android · Chrome
  1. Wenn unten „Jetzt installieren“ erscheint, tippe darauf und bestätige.
  2. Falls die Schaltfläche fehlt: Menü ⋮ → „App installieren“.
iPhone · Safari
  1. Tippe unten in Safari auf „Teilen“.
  2. Wähle „Zum Home-Bildschirm“ und dann „Hinzufügen“.
Symbol auf dem BildschirmVollbildmodusOffline-RoutenSpazierfortschritt