Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Kupferdach
- Vier goldene Buchstaben im Geländer
- Zwei Mosaiken mit einem Engel, einer Mutter und einem Kind
- Versicherungspolice auf den Mosaiken
Die Geschichte des Ortes
An der Ecke des Kanals erhebt sich unter einem Kupferdach ein sechsstöckiges Haus mit goldenen Buchstaben im Geländer. Es wurde für das Büro einer Lebensversicherung errichtet, in dem Angestellte und Aktuare die Beiträge der Kunden in Verpflichtungen für weit entfernte Jahre verwandelten. Das Haus erhielt sofort ein Stahlbetonskelett, elektrisches Licht, Heizung, ein internes Telefon und Aufzüge; für das damalige Amsterdam war es ein frühes hohes Bürogebäude. An der Fassade wird die Arbeit dieses Büros nach außen getragen: Ein Engel schützt eine Mutter mit Kind und zeigt ihnen eine Versicherungspolice.
Die Keizersgracht ist der Kaisergracht. Sie wurde nach Maximilian I. von Österreich benannt: Im Jahr eintausendvierhundertneunundachtzig erlaubte der künftige Kaiser Amsterdam, eine Krone in das Stadtwappen aufzunehmen. Als man im Jahr eintausendsechshundertfünfzehn begann, diesen Kanal auszuheben, übertrug man Maximilians Namen auf das Wasser.
Das Eckgebäude heißt heute „Astoria“, doch dieser Name entstand erst, nachdem sein erster Eigentümer gegangen war. Die vier goldenen Buchstaben im Geländer über dem Kupferdach beziehen sich auf den früheren Namen – Eerste Hollandsche Levensverzekerings Bank.
Gegründet wurde sie im Jahr eintausendachthundertvierundachtzig vom Versicherungsvertreter Jacob de Jong. Er ging ganz in seinem Beruf auf und investierte selbst in das neue Unternehmen: Von hundert Aktien, die auf sechs Gründer verteilt waren, wurden dreißig ihm zugeschrieben. De Jong setzte sich dafür ein, dass man dem kleinen Versicherer Familienersparnisse anvertraute. Vier Jahre später verlegte er das Büro in das Haus, das an dieser Ecke stand.
Im Jahr eintausendneunhundert starb Jacob. Die Leitung übernahmen seine Söhne Pieter und Casper de Jong. Nun mussten sie beweisen, dass die Verpflichtungen der Firma nicht mit dem Leben des Gründers endeten. Unter ihrer Leitung riss man das alte Haus ab und errichtete an seiner Stelle ein sechsstöckiges Bürogebäude mit Stahlbetonskelett, elektrischem Licht, Heizung, internem Telefon und Aufzügen. Die Versicherungsgesellschaft verkaufte das Versprechen, erst nach Jahrzehnten Geld auszuzahlen – und brachte ihre Angestellten in einem der ersten hohen Bürogebäude Amsterdams unter.
Das Angebot wurde direkt an der Fassade erklärt. Auf zwei Mosaiken schützt ein Engel eine Mutter mit Kind und weist auf die vor ihnen liegende Versicherungspolice. Hinter diesen Darstellungen berechneten Aktuare, wie viel Kunden zahlen mussten und wie viel das Unternehmen für künftige Auszahlungen zurücklegen musste. Unter den Söhnen de Jong eröffnete die Firma weitere Niederlassungen in fünf Städten, und die Zahl ihrer Agenten stieg auf fünfhundert.
Im Jahr eintausendneunhundertfünfundachtzig wurde das Unternehmen von einem anderen Versicherer übernommen, und drei Jahre später zogen die Beschäftigten aus dem Zentrum Amsterdams fort. Später verschwand auch der Name der Bank selbst. An der Ecke blieben die Mosaiken mit der Police und die goldenen Buchstaben über dem Dach; der Name „Astoria“ erschien, als es niemanden mehr gab, der sie erklären konnte.
Praktisch vor Ort
Außenhalt an der öffentlichen Uferpromenade, rund um die Uhr zugänglich.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Treten Sie weit genug zurück, damit der Turm und die benachbarten Fassaden zugleich ins Blickfeld passen. Die Erzählung bezieht sich auf das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes; ein Betreten ist nicht nötig.
