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Al-Qaed-Ibrahim-Moschee

مسجد القائد إبراهيم

Diese Station zeigt, wie aus der Bitte um einen Ort zum Beten das letzte große Erinnerungsprojekt der Monarchie wurde.

16 Min.
Die Al-Qaed-Ibrahim-Moschee mit hohem Minarett.
Kareem mamduh Ismail · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Minarett mit Uhr
  • Andalusische Bögen
  • Obere Stockwerke des Minaretts
  • Großer Kronleuchter

Die Geschichte des Ortes

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Eingezwängt zwischen hohen Häusern erhebt sich die Moschee mit einem schlanken Minarett samt Uhr über die Straße: Der Architekt Mario Rossi erreichte, dass ihre Silhouette in der dichten Bebauung nicht untergeht. In ihrem Erscheinungsbild stehen Bögen, die an andalusische erinnern, neben oberen Stockwerken des Minaretts mamlukischen Charakters; innen hängt ein Kronleuchter, den der König aus eigenen Mitteln kaufte. Das Gebäude wurde im Jahr neunzehnhunderteinundfünfzig vollendet, blieb aber eine aktive Moschee: Im Ramadan füllen die Betenden nicht nur den Saal, sondern auch den Platz und die benachbarten Straßen.

Im Jahr neunzehnhundertsechsunddreißig kam der junge König Faruk nach Alexandria und sah, wie Einwohner ihre Gebetsteppiche direkt auf dem Platz beim Bahnhof Ramleh ausbreiteten. In diesem Teil des Zentrums fehlte eine Moschee, und die Einwohner baten darum, eine in der Nähe zu bauen. Faruk wies das Ministerium für religiöse Stiftungen an, ein Grundstück zu finden. Bis neunzehnhunderteinundvierzig hatten die Beamten einen Entwurf für eine Moschee am Osthafen von Alexandria vorbereitet, doch der gewählte Ort war zu eng, die Besitzer benachbarter Läden widersprachen, und der inzwischen begonnene Weltkrieg brachte das Vorhaben endgültig zum Stillstand.

Nach sieben Jahren griff Faruk den Plan wieder auf, nun unter einem anderen Namen. Im Jahr neunzehnhundertachtundvierzig jährte sich der Tod seines Urgroßvaters Ibrahim Pascha zum hundertsten Mal – des Sohnes von Muhammad Ali und Befehlshabers der ägyptischen Armee. In den dreißiger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts führte Ibrahim die Truppen durch Syrien nach Anatolien, schlug mehrere Armeen des osmanischen Sultans und gelangte beinahe bis Istanbul. Die europäischen Mächte griffen ein und zwangen die Ägypter zum Rückzug, doch in der Erinnerung der Herrscherfamilie blieb er ihr wichtigster Feldherr. Das Wort „Al-Qaed“ im Namen der Moschee bedeutet eben „Befehlshaber“. Ibrahims Grab befindet sich nicht hier: Faruk gab der im Bau befindlichen Moschee den Namen seines Vorfahren, als Ägypten selbst in den Krieg eintrat und der König an die früheren Siege seiner Familie erinnern musste.

Den Entwurf übertrug man Mario Rossi, einem Italiener, der zuvor das Amt des Chefarchitekten des Ministeriums für religiöse Stiftungen bekleidet hatte und danach als dessen externer Berater arbeitete. Das Grundstück war von hohen Häusern umgeben, deshalb erhöhte Rossi das Gebäude und streckte das Minarett, damit die Moschee zwischen den Fassaden nicht unterging. In das Minarett baute er eine Uhr ein; die Bögen gestaltete er den andalusischen ähnlich, die oberen Stockwerke im mamlukischen Stil. Den Kronleuchter im Inneren bezahlte Faruk aus eigenen Mitteln.

Der Bau wurde im Jahr neunzehnhunderteinundfünfzig vollendet. Bis dahin war der Krieg ohne den Sieg zu Ende gegangen, für den der König sich auf den Namen seines Urgroßvaters berufen hatte. Faruk selbst kam nicht zur Eröffnung und schickte einen Minister. Im Hof schlachtete man Opfertiere, das Fleisch wurde an Arme verteilt, die Arbeiter erhielten Geld – und die Moschee wurde ohne großes königliches Fest eröffnet.

Im folgenden Jahr zwang man Faruk zur Abdankung und dazu, Ägypten zu verlassen. Formell wurde sein sechs Monate alter Sohn Ahmad Fuad II. König; ein weiteres Jahr später schaffte man die Monarchie ab. Die Moschee blieb in Betrieb, und im Ramadan reichten die Gebetsreihen wieder aus dem Saal auf den Platz und in die benachbarten Straßen hinaus – genau mit einem solchen Platzmangel hatte ihr Bau einst begonnen.

Am siebzehnten April zweitausendsechsundzwanzig kam Ahmad Fuad II. mit Kindern und Enkeln zum Freitagsgebet hierher. Faruk war bei der Eröffnung seiner Moschee nicht anwesend; fünfundsiebzig Jahre später betete sein Sohn in ihr.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort16 Min.
Nächster PunktSaad-Zaghlul-Platz
Eintrittaußen frei zugänglich; innen nach Entscheidung der Moscheediener

Aktive Moschee. Die Außenbesichtigung ist jederzeit möglich; für den touristischen Eintritt ins Innere gibt es keinen verlässlich veröffentlichten Zeitplan, und er hängt von den Gebeten und der Entscheidung der Moscheediener ab.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Dies ist eine aktive Moschee: Stören Sie weder das Gebet noch Versammlungen, beachten Sie die Kleidungsvorschriften und erkundigen Sie sich nach der Möglichkeit zum Betreten und Fotografieren.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zum Platz am Hafen und treten Sie an das hohe Denkmal heran.

Stopp 3 von 9Weiter: Saad-Zaghlul-Platz

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Alexandria entlang des Osthafen von Alexandria“ — 9 Stopps, 5,5 km, 5–7 Std..

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