Stopp 6 von 7

Hamamni-Bäder

Hamamni Persian Baths

Die leeren Räume zeigen, wie aus einem öffentlichen Wasserprojekt Wohnraum und der Name eines ganzen Viertels wurden.

20 Min.
Dächer und Kuppeln der Hamamni-Bäder in Stone Town
Nassima Chahboun · CC BY‑SA 4.0; cropped/resized for app
1234567

0 von 7 erledigt

Audioguide · aufgenommene StimmeOrtsgeschichte anhören

Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Gewölbte Räume
  • Übergänge zwischen den Räumen
  • Leeres sechseckiges Becken
  • Wohnflügel des ehemaligen Restaurants

Die Geschichte des Ortes

Textgröße

In Hamamni konnten Stadtbewohner, die nicht zur Sultansfamilie gehörten, gegen Bezahlung kommen; zuvor richtete man große Hammams bei Palästen ein. Zunächst zog man sich hier um, rasierte sich und traf Bekannte, dann ging man durch warme Räume zu Hitze und kaltem Wasser. Arbeiter unten kümmerten sich um den Ofen, während sich erhitzte Luft und Wasser durch verborgene Kanäle unter dem Boden verteilten. Das erhaltene Becken mit sechs Seiten und die Durchgänge unter den Gewölben verraten noch heute die Anlage der ehemaligen Bäder.

Einige Jahre bevor diese Bäder entstanden, hielt Edward Steere fest, wie die Bewohner von Sansibar-Stadt Süßwasser beschafften. Die Stadtbrunnen lieferten brackiges Wasser. Angestellte Frauen gingen zwei bis drei Kilometer von den Häusern weg, füllten runde Tonkrüge an Quellen außerhalb der Stadt und trugen sie auf dem Kopf zurück. Im Missionshaus hielt man allein für die Wasserversorgung acht solcher Wasserträgerinnen.

Sultan Barghasch ibn Said, der im Jahr achtzehnhundertsiebzig den Thron bestieg, ließ Wasser aus Quellen außerhalb der Stadt in die Stadt leiten. Es entstanden eine Wasserleitung, ein Reservoir und öffentliche Wasserhähne. Zu derselben Veränderung gehörte Hamamni – der erste Badekomplex auf Sansibar, den Menschen besuchen konnten, die nicht zur Sultansfamilie gehörten. Zuvor errichtete man große Hammams bei Palästen.

Barghasch holte den iranischen Architekten Haji Ghulam Hussein. Deshalb werden die Bäder persische Bäder genannt. Ghulam Hussein plante sie so, dass ein Besucher eine ganze Abfolge von Tätigkeiten durchlief. In den vorderen Räumen zog man sich um, ließ sich beim Barbier rasieren und traf Bekannte. Weiter führte ein Korridor in einen warmen Raum, dann in heiße Räume und zum kalten Wasser. Zum Komplex gehörten Toiletten, Brunnen, ein sechseckiges Becken und ein Restaurant.

Unten hielten Arbeiter das Feuer im Ofen am Brennen, während Wasser und heiße Luft durch verborgene Kanäle strömten. Ohne ihre Arbeit wären die gewölbten Räume steinerne Zimmer geblieben. Besucher zahlten Eintritt, daher konnten vor allem wohlhabende Stadtbewohner Hamamni regelmäßig nutzen. Männern und Frauen waren unterschiedliche Zeiten vorbehalten: Dieselben Umkleideräume, das Becken und die Räume empfingen im Lauf des Tages zwei getrennte Besuchergruppen.

Die Bäder waren ungefähr bis in die neunzehnhundertzwanziger Jahre in Betrieb. Warum sie geschlossen wurden, ist nicht genau geklärt. Die Wasserzufuhr wurde eingestellt, der Ofen erlosch, und Bewohner bezogen einen Teil des Komplexes. Das ehemalige Restaurant und einige angrenzende Räume wurden zu Privathäusern.

„Hamamni“ bedeutet auf Suaheli „Ort der Bäder“. Zunächst nannte man so diesen Komplex, dann ging sein Name auf die Straße und das gesamte Viertel über. In den erhaltenen Räumen gibt es kein Wasser mehr; geblieben sind Gewölbe, Übergänge zwischen dem kalten und dem heißen Teil sowie ein leeres sechseckiges Becken. Hinter der Wand des ehemaligen Restaurantflügels leben heute Familien.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktHaus des Tippu-Tip
Eintrittmit Ticket

Täglich ungefähr 08:00–18:00 geöffnet. Die genauen Zeiten variieren; Frauen und Männern waren früher unterschiedliche Zeiten vorbehalten, heute ist es ein touristisches Objekt.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Zugang ins Innere kann sich ändern; ein geschlossenes Gebäude lässt sich ausreichend von der Straße aus betrachten. Versuchen Sie nicht, durch Wohn- oder Dienstbereiche zu gehen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie durch die nordwestlichen Viertel, bis Sie eine geschnitzte Tür über Marmorstufen sehen.

Stopp 6 von 7Weiter: Haus des Tippu-Tip

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Mkunazini: Sklaverei und Erinnerung in Stone Town“ — 7 Stopps, ~1,6 km, 2–3 Stunden.

Ohne App Store und Google Play

Guide On Map als App installieren

Ein Symbol erscheint auf dem Startbildschirm; die Website öffnet sich ohne Browseroberfläche.

Android · Chrome
  1. Wenn unten „Jetzt installieren“ erscheint, tippe darauf und bestätige.
  2. Falls die Schaltfläche fehlt: Menü ⋮ → „App installieren“.
iPhone · Safari
  1. Tippe unten in Safari auf „Teilen“.
  2. Wähle „Zum Home-Bildschirm“ und dann „Hinzufügen“.
Symbol auf dem BildschirmVollbildmodusOffline-RoutenSpazierfortschritt