Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Terminalgelände
- Dala-Dala-Kleinbusse
- Fahrbahn der Creek Road
Die Geschichte des Ortes
Im Jahr neunzehnhundertfünfunddreißig unterstützte der neue Direktor des medizinischen Dienstes von Sansibar, Dr. Leslie Webb, die Zuschüttung des Darajani Creek, der durch das heutige Terminalgelände verlief. Er hielt ihn für eine Quelle von Krankheiten und wollte die Gefahr für die Stadtbewohner beseitigen.
Der Creek trennte damals die steinernen Viertel von Ng'ambo – der „anderen Seite“ der Stadt. Bei Hochwasser brachten Fährleute die Fahrgäste mit Booten hinüber, bei Ebbe überquerten die Menschen den freiliegenden schlammigen Grund zu Fuß. Für die Fährleute war das Arbeit: Ihr Verdienst hing von der Flut und von der Zahl der Menschen ab, die den Creek überqueren mussten.
Nach langem Streit gelangten die Ärzte zu Webbs Entscheidung. In das Wasser wurden Müll und ungereinigte Abwässer eingeleitet, doch Malariamücken benötigten flache Süßwasserstellen; der brackige Gezeiten-Creek war für sie ungeeignet. Bereits im Jahr neunzehnhundertvierzehn sprach sich der leitende Sanitätsarzt Dr. Curwen gegen die Zuschüttung aus. Er erklärte, dass die Flut täglich einen Teil der Verunreinigungen wegtrage und verhindere, dass Regenwasser stehen bleibe. Damals wurde das Projekt aufgeschoben.
Unter Webb wurden die Arbeiten dennoch aufgenommen. Dem Public Works Department unterstellte Beschäftigte füllten das Flussbett mit städtischem Müll und Trümmern abgerissener Häuser. Im Jahr neunzehnhundertachtunddreißig beklagten sich Mitarbeiter der Mission in Mkunazini, dass sie wegen dieser Müllhalde nicht schlafen könnten und an Halsschmerzen litten. Webb untersuchte den Creek mehrmals. Er bestätigte, dass der Geruch der Zuschüttung bisweilen Übelkeit erregend sei, fand dort jedoch weder eine Vermehrung von Fliegen noch eine Gefahr für Trinkwasserquellen. Drei Jahre nachdem er das Projekt unterstützt hatte, räumte der Direktor selbst in einem Brief ein: Die medizinische Begründung für die Zerstörung des Creeks sei schwer zu beweisen.
Der Vertreter der Indischen Nationalen Vereinigung im Stadtrat, Rustom Sidhwa, übergab dem Gesundheitsrat eine Petition gegen die Arbeiten. Die Zuschüttung wurde nicht gestoppt. Bis zum Ende der neunzehnhundertfünfziger Jahre verschwand der Abschnitt bei Darajani, und bis zum Beginn der neunzehnhundertsechziger Jahre fast der gesamte Creek. Der Übergang zwischen den beiden Teilen der Stadt wurde leichter und sicherer; die Fährleute verloren die Überfahrt, die ihnen den Lebensunterhalt gesichert hatte.
Entlang des ehemaligen Flussbetts wurde eine Straße angelegt. Heute befindet sich dort der Dala-Dala-Terminal, der Terminal der örtlichen Linien-Kleinbusse. Sie nehmen Fahrgäste auf jenem Land auf, nach dessen Entstehung die Fährleute keine Boote mehr brauchten.
Praktisch vor Ort
Offener Straßen- und Verkehrsbereich. Für die Dala-Dala gibt es keinen verlässlichen festen Fahrplan: Die Fahrzeuge fahren gewöhnlich ab, sobald sie voll sind.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Hören Sie die Erzählung vom sicheren Rand aus: Hier ist es wichtiger, auf Fahrzeuge und Fahrgäste zu achten, als einen Punkt mitten im Verkehrsknoten zu suchen.
