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Alun-Alun Utara

Alun-Alun Utara

Eine öffentliche Zeremonie wird zeigen, wie der Sultan den Kolonialbeamten nachgeben und dennoch das letzte Wort behalten konnte.

15 Min.
Alun-Alun Utara in Yogyakarta vor dem Kraton Yogyakarta.
Sam Hidayat · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Zwei eingezäunte Banyanbäume
  • Offener Exerzierplatz
  • Haupttor des Kraton Yogyakarta

Die Geschichte des Ortes

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Zu Beginn des Jahres eintausendsiebenhundertdreiundachtzig verwundete der Schildträger des Palasts Raden Sasra Amijaya Burgemeester, den Hauptmann der Dragoner der Niederländischen Ostindien-Kompanie, am Oberschenkel. Dies geschah während Garebeg Mulud, eines Hoffests zu Ehren der Geburt des Propheten Mohammed, als sich auf dem Alun-Alun Utara Einwohner der Stadt, Bedienstete des Sultans und Vertreter der Kompanie versammelten.

Sasra Amijaya musste nachweisen, dass er nicht absichtlich angegriffen hatte. Burgemeester musste Genugtuung für die Verwundung erhalten, die ihm bei einer öffentlichen Zeremonie zugefügt worden war. Sultan Hamengkubuwono I. bot an, die Behandlung des Hauptmanns zu bezahlen, doch van Rijn, der oberste Beamte der Kompanie in Yogyakarta, lehnte ab: Er hielt den Schlag für absichtlich.

Der Sultan führte den festgenommenen Schildträger auf den Platz vor dem Kraton Yogyakarta. Vor Zeugen erklärte er, Raden Sasra Amijaya werde hingerichtet. Danach bat van Rijn, der die verlangte öffentliche Anerkennung der Schuld bereits erhalten hatte, selbst darum, den Verurteilten zu begnadigen. Der Sultan hob das Todesurteil auf. Raden Sasra Amijaya blieb am Leben, und die Vertreter der Kompanie konnten berichten, dass die Ehre des verwundeten Hauptmanns wiederhergestellt sei.

Doch die Angelegenheit wurde mit einem weiteren Spektakel abgeschlossen. Auf demselben Platz ließ der Sultan einen Kampf zwischen einem Tiger und einem Büffel veranstalten. Solche Kämpfe waren vor allem für die seltenen Besuche hoher niederländischer Beamter bestimmt. Den Tiger und den Büffel ließ man in einen umfriedeten Bereich, um den herum Lanzenträger des Palasts standen. An diesem Tag siegte der Büffel.

In einem Bericht der Kompanie wurde dieser Sieg als endgültige Genugtuung für die niederländische Seite beschrieben. Die Javaner hatten eine andere Deutung solcher Kämpfe: Den schnellen und wilden Tiger verbanden sie mit den Europäern, den langsamen und ausdauernden Büffel mit den Javanern selbst. Gewöhnlich hielt der Büffel dem ersten Ansturm stand und besiegte den Tiger. van Rijn erwirkte ein öffentliches Urteil, rettete den Verurteilten durch seine Bitte um Gnade und sah dann zu, wie das Tier, das die Niederländer symbolisierte, verlor.

Für einen solchen Ausgang brauchte man den Alun-Alun Utara: Hamengkubuwono I. legte vor dem Kraton Yogyakarta einen offenen Exerzierplatz an, auf dem Hof, Stadtbewohner und ausländische Vertreter ein Gerichtsurteil, eine Militärparade oder eine Zeremonie zugleich sehen konnten. In der Mitte des Platzes stehen bis heute zwei eingezäunte Banyanbäume: Kyai Dewadaru im Westen und Kyai Wijayadaru im Osten. Arenen und Tigerkäfige gibt es hier schon lange nicht mehr.

Während Garebeg ziehen die Bediensteten des Palasts erneut über diesen Platz. Sie tragen Gunungan – hohe Pyramiden aus Speisen und landwirtschaftlichen Erzeugnissen – zur Masjid Gedhe Kauman. Die Prozession überquert genau jenen offenen Exerzierplatz, auf den Raden Sasra Amijaya einst geführt wurde und auf dem sein Todesurteil mit dem Sieg des Büffels endete.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktKraton Yogyakarta
Eintrittfrei zugänglich

Freifläche; es gibt keine formellen touristischen Öffnungszeiten.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Platz bleibt ein öffentlicher und zeremonieller Raum. Kreuzen Sie bei Veranstaltungen keine Prozessionen und folgen Sie den Anweisungen des Sicherheitspersonals; an einem gewöhnlichen Tag achten Sie auf den Verkehr an den Rändern.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zwischen den Banyanbäumen zum nördlichen Eingang des Palastkomplexes.

Stopp 4 von 9Weiter: Kraton Yogyakarta

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Sultanisches Yogyakarta und die Kolonialstadt“ — 9 Stopps, 4,2 km, 4,5–5,5 Stunden.

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