Stopp 4 von 8

Nikola-Nadein-Kirche

Церковь Николы Надеина

Stellt die erste steinerne Pfarrkirche des Posad der späteren Vergeltung gegenüber, die ihren Auftraggeber ereilte.

20 Min.
Die Nikola-Nadein-Kirche und ihr Glockenturm zwischen dicht stehenden Häusern im alten Stadtzentrum.
Илья «BIM» Бесхлебный · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
12345678

0 von 8 erledigt

Audioguide · aufgenommene StimmeOrtsgeschichte anhören

Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Weißsteintafeln am westlichen Eingang
  • Hohes Untergeschoss
  • Verkündigungsseitenkapelle

Die Geschichte des Ortes

Textgröße

An der Wolga erhebt sich über einem hohen Untergeschoss eine steinerne Kirche, die mit dem Aufwand einer Kathedrale angelegt ist. Unten lagerte man einst Kaufmannswaren und bestattete Familienmitglieder, oben versammelte sich die Pfarrgemeinde; eine eigene Verkündigungsseitenkapelle blieb den Besitzern vorbehalten. Zuvor stand hier die hölzerne Verkündigungskirche, deren Erinnerung die Seitenkapelle bewahrt. Am westlichen Eingang sind bis heute Weißsteinplatten mit einer Bauinschrift der Kirche zu sehen.

Nadeja im Namen dieser Kirche ist ein Mensch. So nannte man in Jaroslawl Epifanij Andrejewitsch Sweteschikow (Nadeja), einen der reichsten russischen Kaufleute der ersten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts. Nikola ist Nikolaus der Wundertäter, der Schutzpatron der Reisenden und Händler. Von den mehreren Nikolaikirchen in Jaroslawl bewahrte nur diese den Namen ihres Auftraggebers.

Sweteschikow stieg nach der Zeit der Wirren auf. Er versorgte die Miliz mit Waffen und Geld und erhielt im Jahr eintausendsechshundertdreizehn den Rang eines Gosudarew Gost, des höchsten Kaufmannsrangs jener Zeit. Einem Gosudarew Gost war es erlaubt, im Ausland Handel zu treiben und Land zu besitzen; dafür übertrug man ihm staatliche Waren, die Steuererhebung und die Verwaltung staatlicher Betriebe. Für Fehlbestände haftete er mit seinem eigenen Vermögen.

Sweteschikow verdiente an Salz und Pelzwaren, kaufte für den Zarenhof kostbare Stoffe ein und leitete ein Kupferschmelzwerk. Sein Anwesen legte er hier an der Wolga an. Daneben stand die hölzerne Verkündigungskirche. An ihrer Stelle beschloss der Kaufmann, einen großen steinernen Kirchenbau zu errichten, der in seiner Anlage einer Kathedrale ähnelte. Das hohe Untergeschoss diente als Lager für seine Waren und als Familiengruft; oben befand sich die Pfarrkirche, und die kleine Verkündigungsseitenkapelle war für die Familie des Besitzers bestimmt.

Auf den Weißsteintafeln am westlichen Eingang ist der Ablauf der Arbeiten festgehalten. Mit dem Bau begann man am fünften Juni eintausendsechshundertzwanzig, das Gebäude wurde im folgenden Jahr fertiggestellt und am dreiundzwanzigsten Juni eintausendsechshundertzweiundzwanzig geweiht. Es war die erste steinerne Pfarrkirche des Jaroslawler Posad, der Handels- und Handwerkerviertel außerhalb des befestigten Zentrums. Nach Sweteschikow begannen andere Kaufmannsfamilien, eigene steinerne Kirchen in Auftrag zu geben.

Das Geschäft, dessen Erträge Nadeja die Finanzierung eines solchen Kirchenbaus ermöglichten, ruinierte ihn später. Im Jahr eintausendsechshundertfünfundvierzig schuldete er sechstausendfünfhundertsiebzig Rubel für staatliche Pelzwaren, die er zum Verkauf übernommen hatte. Nach dem Tod des früheren Zaren forderte der neue Zar Alexei Michailowitsch die Rückzahlung des Geldes. Sweteschikow wurde nach Moskau vorgeladen und dem Pravesch unterworfen: Der Schuldner musste täglich zu den Prikasy kommen, wo man ihm stundenlang mit Ruten auf die Beine schlug, bis er selbst oder sein Bürge die verlangte Summe aufbrachte.

Nadeja starb beim Pravesch, ohne seine Schuld beglichen zu haben. Sein Sohn Semjon Sweteschikow, der die Salzgewinnungsbetriebe der Familie zu erhalten versuchte, erreichte eine Ratenzahlung und beglich die Schuld. Den Leichnam seines Vaters brachte man nach Jaroslawl und begrub ihn im südlichen Teil des Untergeschosses der Kirche – eben jenes unteren Geschosses, in dem zuvor Sweteschikows Waren gelagert hatten.

Heute gehört die Kirche zum Jaroslawler Museumsreservat und ist im Sommer als Museumsausstellung geöffnet. Über dem Grab des Kaufmanns ist der von ihm errichtete Kirchenbau erhalten geblieben, und in seinem Namen blieb nicht der Taufname Epifanij, sondern der weltliche Name Nadeja.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktKirche der Geburt Christi
Eintrittmit Ticket

Mo., Di., Fr.–So. 10:00–18:00; technische Pause 13:00–14:00. Mi., Do. und Regentage geschlossen. Erwachsenenticket — 200 Rubel.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Falls Sie nicht hineingehen können, vergleichen Sie die heutige Silhouette mit einer Kuppel mit der Erzählung von der ursprünglichen Fünfkuppelgestalt.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Wenden Sie sich nach Norden und bleiben Sie auf der Flussseite der Viertel.

Stopp 4 von 8Weiter: Kirche der Geburt Christi

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Kaufmannskirchen und das Wolga-Ufer von Jaroslawl“ — 8 Stopps, 3,8 km, 3 Std. 45 Min..

Ohne App Store und Google Play

Guide On Map als App installieren

Ein Symbol erscheint auf dem Startbildschirm; die Website öffnet sich ohne Browseroberfläche.

Android · Chrome
  1. Wenn unten „Jetzt installieren“ erscheint, tippe darauf und bestätige.
  2. Falls die Schaltfläche fehlt: Menü ⋮ → „App installieren“.
iPhone · Safari
  1. Tippe unten in Safari auf „Teilen“.
  2. Wähle „Zum Home-Bildschirm“ und dann „Hinzufügen“.
Symbol auf dem BildschirmVollbildmodusOffline-RoutenSpazierfortschritt