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Koslow-Wall

Козлов вал

Der Erdwall verbindet die mittelalterliche Verteidigung mit Gärten, einem kostenpflichtigen Boulevard und einem Familiennamen, der auf der Karte geblieben ist.

14 Min.
Koslow-Wall neben dem Goldenen Tor, Blick auf den Erdrücken und den weißsteinernen Bogen.
Vadim Indeikin · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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  • Erdrücken
  • Steiler Hang
  • Spazierweg

Die Geschichte des Ortes

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Unter Ihren Füßen zieht sich ein steiler Erdrücken hin, auf dem heute ein Spazierweg verläuft. Im zwölften Jahrhundert, als Wladimir erweitert und befestigt wurde, legte man hier eine Verteidigungslinie südlich des Goldenen Tors an. Oben schloss sie eine hölzerne Mauer ab, und am Fuß lag ein Graben: So schützte man diese Seite der Stadt.

In der Nacht vom siebzehnten auf den achtzehnten April eintausendachthundertvierundsiebzig wurde der Stadtboulevard auf dem Koslow-Wall verwüstet. Unbekannte zerbrachen Bänke, Tische und Gartenlauben. All dies hatte einige Jahre zuvor der Wladimirer Kaufmann Nikolai Borowezki bezahlt, Mitglied der Stadtverwaltung, der beschlossen hatte, den verlassenen Wall zu einem Ort für Spaziergänge zu machen.

Borowezki verdiente sein Geld mit Gemüsehandel, einem Laden, einem Weinladen und einem Großhandelslager. Einen Teil seines Einkommens investierte er in ein Grundstück, auf dem man zuvor Sand und Lehm entnommen und Müll abgeladen hatte. Auf dem Kamm pflanzte man einen Garten, stellte Gittertore, Gartenlauben, Tische und Bänke auf. Die Höhe der ehemaligen Befestigung erlaubte den Blick auf die Stadt und die Aue der Kljasma, deshalb richtete man den Spazierboulevard gerade hier ein. Für den Eintritt nahm man Geld und gab es dem Roten Kreuz weiter.

Nach der Verwüstung setzte Borowezki eine Belohnungsanzeige in die Zeitung und wiederholte sie zweimal. Den erhaltenen Angaben zufolge gelang es dennoch nicht, die Schuldigen zu finden. Der Boulevard war jedoch weiterhin Schauplatz von Festen, Musik und Feuerwerken. Als der Kaufmann im Jahr eintausendachthundertachtzig starb, nannte der Nachruf diesen Garten ein von ihm geschaffenes Denkmal, und die Stadtbewohner sagten eine Zeit lang „Borowezki-Boulevard“. Dieser Name setzte sich nicht durch.

Der Wall hieß schon zuvor Koslow-Wall. Der Erdwall selbst entstand bereits im zwölften Jahrhundert, als der Wladimirer Fürst Andrei Bogoljubski die Stadt erweiterte und befestigte. Der Erdrücken mit einer hölzernen Mauer obenauf und einem Graben am Fuß schützte den Bereich südlich des Goldenen Tors. Bis zum achtzehnten Jahrhundert wurde die Verteidigung hier nicht mehr benötigt. Die Stadtbewohner legten Wege durch den Wall, gruben Beete um und pflanzten Apfel- und Kirschgärten an.

Im Jahr eintausendsiebenhundertneunundzwanzig untersuchte der Aufseher der Befestigungen dieses Gelände. Er verzeichnete Auswaschungen, Pfade und den Garten des Posadski Alexei Fedotowitsch Koslow. Als Posadski bezeichnete man einen städtischen Steuerzahler aus einem nicht privilegierten Stand; für Koslow war der Garten ein gekauftes Wirtschaftsgrundstück. Auf dem Kamm erstreckte er sich über dreiundvierzig Saschen – etwa neunzig Meter. Die Breite konnte der Aufseher nicht bestimmen: Innerhalb des Gartens war der Wall abgetragen.

Koslow wurde zum Verhör vorgeladen. Er erklärte, er habe den Garten bereits im Jahr eintausendsiebenhundertdrei bepflanzt erworben und wisse nicht, wer hier zuerst Bäume angepflanzt habe. Andere Stadtbewohner bestätigten: Auf den Befestigungen gab es spätestens seit dem Ende des siebzehnten Jahrhunderts Gärten und Gemüsegärten. Eine Bestrafung Koslows nennen die Dokumente nicht. Sein Familienname blieb jedoch mit dem Grundstück verbunden.

Vom Garten Koslows, den Gittertoren und Gartenlauben Borowezkis ist hier nichts erhalten geblieben. Geblieben sind der Erdwall und der Spazierweg auf seinem Kamm – der Koslow-Wall.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort14 Min.
Nächster PunktSpasski-Hügel
Eintrittfrei zugänglich, unter freiem Himmel

Offener Stadtraum; die Ausstellung „Das alte Wladimir“ im benachbarten Wasserturm ist seit dem 22. Juni 2026 geschlossen.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Achten Sie beim Auf- und Abstieg auf Ihre Schritte; nach Regen können Boden und Gras rutschig sein.

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Wie weiter?

Steigen Sie nach Osten zur Backsteinkirche hinab.

Stopp 2 von 8Weiter: Spasski-Hügel

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Festung und weißsteinerne Hauptstadt von Wladimir“ — 8 Stopps, 2,3 km, 3–3,5 Std..

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