Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Offene Schale
- Strahl von Mineralwasser
Die Geschichte des Ortes
Die offene Schale verbirgt die Mündung einer Bohrung, die etwa einhundertachtzehn Meter tief reicht. Der wasserführende Horizont drückt das Mineralwasser selbst in das Rohr, und es schießt fast zehn Meter hoch. Früher stand über dem Strahl ein gläserner Pavillon, der Salzaerosol zurückhielt; Menschen, die zur Kur kamen, atmeten diesen Nebel im Inneren ein. Den Pavillon gibt es nicht mehr, und die Quelle bleibt seit den neunziger Jahren ohne Überdachung.
Am zehnten September tausend achthundertachtundfünfzig begannen Bohrmeister genau hier, sich in die Erde vorzuarbeiten. Die Starorussaer Mineralwasseranstalt benötigte mehr Sole: Die Patienten nahmen Salzbäder, und das Wasser wurde in Heilbecken und künstliche Seen geleitet. Der Kurpark war ein Gelände der Behandlung – mit Badegebäuden, Trinkpavillons und überdachten Galerien zwischen ihnen.
Die Anordnung für die neue Quelle erteilte Michail Nikolajewitsch Murawjow, der Minister für Staatsvermögen, der den Wasserzufluss zur Heilanstalt vergrößern wollte. Seine Entscheidung kostete die Staatskasse siebentausend Silberrubel. Die Bohrarbeiten dauerten über ein Jahr. Am achtzehnten September tausend achthundertneunundfünfzig wurde die Bohrung in Anwesenheit einer Kommission abgenommen.
In einer Tiefe von etwa einhundertachtzehn Metern erreichte der Bohrer einen Druckwasserleiter. Eine Pumpe war nicht nötig: Das Mineralwasser stieg von selbst im Rohr auf und schoss einen Strahl fast zehn Meter hoch. Die neue Quelle erhielt Murawjows Namen. Der Name bewahrte weder den Familiennamen eines Gutsbesitzers noch die Erinnerung an einen örtlichen Arzt, sondern den Namen des Beamten, der angeordnet hatte, die Bohrung zu finanzieren.
Das Ergebnis löste bald Streit aus. Doktor Fjodor Weber, ein Fachmann für die Starorussaer Wässer, berechnete, dass die Reparatur der früheren Direktorskij-Quelle weniger gekostet hatte und diese allein Zehntausende Patienten mit Bädern hätte versorgen können. Das Murawjow-Wasser erwies sich für eine regelmäßige Trinkkur als zu salzig. Den größten Teil davon nutzte man für den Wirtschaftsbedarf des Kurorts und leitete ihn durch ein unterirdisches Rohr in einen künstlichen See und anschließend in den Bach Woya. Der eindrucksvolle Strahl war der sichtbare Teil einer funktionierenden Bohrung.
Später vertieften Ingenieure die Bohrung und ersetzten die Holzrohre durch Kupferrohre. Über der Fontäne errichtete man ein verglastes Zelt: Es hielt die Salzspritzer zurück, und Kurgäste kamen dorthin, um den Wassernebel einzuatmen. Nach den Kriegszerstörungen wurde die Fontäne im Jahr neunzehnhundertfünfundfünfzig wiederhergestellt. Im Jahr neunzehnhundertzweiundachtzig setzte man einen neuen Metalldom über sie, doch das versprühte Salz zerfraß die Konstruktion rasch, und man demontierte sie.
Seit neunzehnhundertfünfundneunzig schießt die Quelle wieder unter freiem Himmel empor. Von dem verschwundenen Zelt ist eine offene Schale geblieben, und darunter ist die auf Murawjows Anordnung gebohrte Bohrung weiterhin in Betrieb.
Praktisch vor Ort
Erkundigen Sie sich beim Kurort nach den Öffnungszeiten des Parks und einzelner Bereiche. Der Trinkpavillon ist täglich von 07:00 bis 19:00 angegeben; am letzten Donnerstag des Monats wird die Wasserzufuhr von 10:00 bis 17:00 für Wartungsarbeiten unterbrochen.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Die Fontäne kann zeitweise nicht in Betrieb sein. Trinken Sie das Wasser nicht und verwenden Sie es nicht zur Selbstbehandlung ohne Erlaubnis und Empfehlungen der Mitarbeiter des Kurorts.
