Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Die Landzunge von Pererytiza und Polist
- Glockenturm
- Nördliche Seitenkapelle
- Breite Galerien
Die Geschichte des Ortes
Die breite Auferstehungskathedrale steht auf dem schmalen Land zwischen Pererytiza und Polist; Glockenturm und Galerien verraten die spätere Erweiterung des Gebäudes. Die erste Steinkirche wurde gebaut, als das frühere Gebäude baufällig geworden war und die Gemeindemitglieder nicht mehr fasste; anschließend erweiterte man sie noch einmal und ließ vom frühen Baukörper nur drei Wände des Hauptvierecks stehen. Nach der Schließung waren hier noch ein Museum, ein Klub, ein Kino und Lager untergebracht, und heute finden in der Kathedrale wieder Gottesdienste statt.
Hier beginnt bereits Staraja Russa. Der letzte städtische Abschnitt des Porusje heißt Pererytiza; bei der Kathedrale mündet er in die Polist. Im siebzehnten Jahrhundert befand sich auf der Landzunge eine Palisadenfestung. Hinter den Eichenwänden standen das Haus des Woiwoden, die Schatzkammer, ein Pulvermagazin, Speicher, Läden und eine kleine hölzerne Mariä-Schutz-Kirche.
Im Jahr eintausendsechshundertzwölf errichteten schwedische Soldaten hier ihre Festung – vermutlich um eine bereits bestehende Kirche herum. Ein Verzeichnis aus dem Jahr eintausendsechshundertfünfundzwanzig berichtet, dass die Kirche nicht verwüstet worden war. Eine andere Stadtkathedrale ging zugrunde, und die erhaltene Mariä-Schutz-Kirche nahm deren Gemeindemitglieder auf. So wurde die Kirche auf der militärischen Landzunge zur Hauptkirche von Staraja Russa.
Gegen Ende des Jahrhunderts war das Holzgebäude baufällig, und die Stadtbewohner fanden darin keinen Platz mehr. Den Bau einer neuen Kathedrale übernahm Michail Fjodorowitsch Somrow – ein Kaufmann, der vom Handel lebte, und Kirchenältester der Kathedrale, also ein Laie, den die Gemeindemitglieder gewählt hatten, um das Kirchenvermögen und die Gelder zu verwalten. Somrow setzte sich dafür ein, dass die Gemeinde eine geräumige Steinkirche erhielt. Er steuerte einen beträchtlichen Betrag bei, sammelte Spenden und zog Gemeindemitglieder zum Bau heran. Das Geld war unwiederbringlich ausgegeben: Diese Ausgabe versprach dem Kaufmann keinen Ertrag.
Die Arbeiten begannen im Jahr eintausendsechshundertzweiundneunzig. Vier Jahre später erhielten die Gemeindemitglieder eine steinerne Kathedrale mit drei Altären. Die nördliche Seitenkapelle wurde Mariä Schutz geweiht – so blieb der Name der abgetragenen Holzkirche erhalten. Die südliche erhielt die Weihe an Ioann Predtetscha zum Gedenken an eine andere verlorene Stadtkirche. Der Hauptaltar wurde der Auferstehung Christi geweiht und übernahm damit den Namen der früheren Auferstehungskirche. Der Name der Kathedrale bezieht sich deshalb nicht auf die Befreiung von den Schweden, sondern auf das Ereignis des Evangeliums und auf die Erinnerung an eine Kirche, die längst nicht mehr besteht.
Im neunzehnten Jahrhundert bat die Geistlichkeit erneut darum, die Kathedrale zu vergrößern: Die Seitenkapellen verfielen, und an Feiertagen fehlte den Menschen der Platz. Von eintausendachthundertachtundzwanzig bis eintausendachthundertdreiunddreißig erweiterte der Architekt Wassili Stassow das Gebäude so entschlossen, dass vom Bau Somrows nur die Nord-, Süd- und Westwand des Hauptvierecks erhalten blieben. Die Fenster wurden darin verändert, der alte Schmuck abgeschlagen und mit Putz verdeckt. Der heutige breite Baukörper mit Galerien entstand aus demselben Grund wie die erste Steinkirche: Die Stadtkathedrale war für ihre Gemeinde wieder zu eng geworden.
Nach der Schließung im Jahr eintausendneunhundertsechsunddreißig waren hier ein Museum, ein Klub, ein Kino und Lager untergebracht. Im Jahr eintausendneunhundertzweiundneunzig wurde das Gebäude der Eparchie zurückgegeben; heute werden hier wieder Gottesdienste gefeiert, darunter auch bischöfliche. Die Palisadenfestung und die hölzerne Mariä-Schutz-Kirche gibt es nicht mehr. Ihren Platz zeichnen die beiden Flüsse nach, und den Namen der kleinen Kirche bewahrt die nördliche Seitenkapelle der aktiven Kathedrale.
Praktisch vor Ort
Außen jederzeit zugänglich; der Eintritt ins Innere hängt von den Gottesdiensten ab. An Werktagen beginnt die Liturgie gewöhnlich um 08:00, an Sonntagen und Feiertagen um 09:00.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Die Kathedrale ist aktiv: Sprechen Sie im Inneren leise, stören Sie den Gottesdienst nicht und beachten Sie die Regeln für Aufnahmen. Die historischen Umbauten lassen sich von außen leichter vorstellen – die frühen Teile sind vom späteren Erscheinungsbild verdeckt.
