Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Dreiseitiger Granitkenotaph
- Drei steinerne Helme
- Inschrift auf dem Obelisken
Die Geschichte des Ortes
Im Zentrum des Victory Square steht ein dreiseitiger Granitobelisk, errichtet dort, wo sich einst Vancouvers erstes provinzielles Gerichtsgebäude befand. Nach dem Abriss des Gerichts erhielt das Gelände eine militärische Nutzung und wurde anschließend für ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs bewahrt. An den Ecken des Obelisken liegen drei steinerne Helme; ein Grab gibt es hier nicht, und die Namen sind nicht einzeln in den Stein eingraviert. Am elften November versammelt sich auf dem Platz die wichtigste städtische Gedenkzeremonie.
Im Sommer neunzehnhundertachtzehn kostete der Eintritt in einen Schützengraben hier einen Dollar. Zurückgekehrte Frontsoldaten hatten ihn ausgehoben und so eingerichtet, wie sie es aus eigener Erfahrung konnten: mit Erdsäcken und Stacheldraht. Das Geld ging an die Witwen und Familien gefallener Kameraden. Nach dem Tod des Ernährers mussten sie ohne sein Einkommen leben, und staatliche Unterstützung reichte oft nicht aus.
Der Ort hieß damals Government Square. Vor dem Krieg stand hier Vancouvers erstes provinzielles Gerichtsgebäude, doch es wurde im Jahr neunzehnhundertdreizehn abgerissen. Auf dem frei gewordenen Gelände errichtete das Militär Anwerbungszelte und stellte Tische auf. Hier meldeten sich Freiwillige zum Dienst jenseits des Ozeans. Einige Jahre später hoben überlebende Soldaten auf demselben Boden einen Übungsschützengraben aus, von dem andere Männer in echte Schützengräben geschickt worden waren.
Als die Verluste der kanadischen Einheiten zu steigen begannen, forderten die Einwohner, das Gelände für ein Kriegsdenkmal zu bewahren. Nach dem Waffenstillstand gaben Stadt und Provinz ihm einen neuen Namen – Victory Square, zum Gedenken an den Sieg Kanadas und seiner Verbündeten im Ersten Weltkrieg. Der Canadian Club of Vancouver und das Vancouver War Memorial Committee sammelten Spenden für ein Denkmal für die Gefallenen.
Den Entwurf übertrug man dem Architekten und Frontoffizier George Lister Thornton Sharp. Er gestaltete den Granitobelisk dreiseitig, in der Form des Platzes selbst. An seinen Ecken liegen steinerne Nachbildungen von stählernen Soldatenhelmen. Am siebenundzwanzigsten April neunzehnhundertvierundzwanzig wurde das Denkmal vor fünfundzwanzigtausend Militärangehörigen, Veteranen und Einwohnern der Stadt eröffnet.
Es ist ein Kenotaph – ein leeres Grab für Menschen, die an anderen Orten begraben sind. Ihre Namen sind nicht einzeln in den Stein eingraviert; die Inschrift spricht gemeinsam von ihnen: „Ihr Name lebt ewig.“ Jeden elften November findet hier die wichtigste städtische Gedenkzeremonie statt. Die Anwerbungszelte und der von Veteranen ausgehobene Schützengraben sind längst verschwunden. An ihrer Stelle blieben drei steinerne Helme und ein Obelisk ohne Grab.
Praktisch vor Ort
Städtische Parks sind gewöhnlich von 06:00 bis 22:00 geöffnet, sofern vor Ort nichts anderes angegeben ist. Während Gedenkzeremonien, Kundgebungen und städtischer Arbeiten kann der Verkehr über den Platz eingeschränkt sein.
Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Dies ist ein aktives Denkmal: Klettern Sie nicht auf den Sockel und stören Sie weder Zeremonien noch Menschen, die gekommen sind, um der Gefallenen zu gedenken.
