Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Spielplatz im MacLean Park
- Wohnhäuser rund um den Park
- Güterbahngleise
- Fußgängerbrücke über den Gleisen
Die Geschichte des Ortes
Der heutige MacLean Park ist der zweite Park dieses Namens. Der erste wurde im Jahr neunzehnhundertelf drei Blocks weiter westlich eröffnet: Er war Vancouvers erster öffentlicher Spielplatz mit Aufsicht. Benannt wurde er nach Malcolm Alexander MacLean, dem ersten Bürgermeister der Stadt. In den sechziger Jahren begannen Beamte, die hiesigen Häuserblocks für ein Programm für Sozialwohnungen abzureißen. Auf dem Gelände des alten Parks entstand ein Wohnkomplex, und für den neuen wurde ein anderer Häuserblock geräumt. Der Name MacLeans zog mit dem Spielplatz um.
Im Rahmen desselben Programms errichtete man weiter östlich den Komplex Raymur Place (heute Stamps Place). Zwischen seinen Gebäuden und der Admiral Seymour Elementary School verlief eine Gütereisenbahn zu den Hafenkais. Einen Fußgängerübergang gab es nicht. Die Kinder kletterten über die Kupplungen stehender Waggons oder krochen unter ihnen hindurch, manchmal während der Rangierbewegungen eines Zuges. Im Jahr neunzehnhundertsiebenundsechzig geriet ein zwölfjähriger Junge unter einen Zug und verlor sechs Zehen. Danach gab man eine Untersuchung für einen künftigen Übergang in Auftrag, doch eine Brücke entstand nicht.
Im Herbst neunzehnhundertsiebzig kam die sechsjährige Tochter von Carolyn Jerome zur Schule. Carolyn zog zwei Mädchen allein groß und lebte in einem subventionierten Hochhaus an der Campbell Avenue. Von ihrer Wohnung aus sah sie die Gleise, über die ihre ältere Tochter zum Unterricht gelangen musste. Gemeinsam mit ihrer Nachbarin Judith Stainsby, einer Mutter, die sich für einen sicheren Weg für dieselben Kinder einsetzte, begann Carolyn, von Wohnung zu Wohnung zu gehen, Flugblätter zu verteilen und städtische Beamte sowie Eisenbahnmanager anzurufen. Frühere Petitionen lagen bereits unbeachtet da. Selbst unter den Bewohnern von Raymur unterstützte anfangs mehr als die Hälfte den Vorschlag nicht, die Züge anzuhalten.
Im Januar neunzehnhunderteinundsiebzig verschränkten vier Mütter vor einem herannahenden Zug die Arme. Der Lokführer bremste. Mehrere Stunden lang konnten die Züge den Hafen nicht erreichen, und die Eisenbahnmanager stimmten zu, sie vor dem Unterricht, in der Mittagspause und nach der Schule nicht auf diesen Abschnitt zu schicken. Das Versprechen hielt etwa zwei Wochen.
Am vierundzwanzigsten März brachten die Frauen ein großes Zelt, warme Kleidung, Bettzeug und Küchenutensilien auf die Gleise. Nun forderten sie Dokumente: einen Nachweis der Bundesfinanzierung, das gesicherte Grundstück für die Brücke und eine finanzielle Garantie für die Einhaltung des vorübergehenden Fahrplans. Mündliche Zusicherungen reichten ihnen nicht mehr. Das Zelt blieb zwei Nächte und drei Tage stehen. Die Eisenbahngesellschaften verlangten gerichtlich, die Frauen von den Gleisen zu entfernen sowie Verluste und Gerichtskosten zu ersetzen. Gegen die Mütter, die anfangs nicht einmal einen Vertreter hatten, traten sieben Anwälte auf.
Der junge Anwalt Bruce McCall las die Unterlagen freiwillig durch und entdeckte, dass der Antrag auf ein Verbot der Blockade fehlerhaft eingereicht worden war. Der Richter wies ihn ab, und McCall half den Parteien, eine verbindliche Vereinbarung auszuarbeiten. Während das Zelt auf den Gleisen blieb, begann der Stadtrat mit der Enteignung des benötigten Grundstücks, die Bundesmittel gingen ein, und der Auftrag wurde ausgeschrieben. Erst danach gingen die Frauen. Im September, noch vor Beginn des neuen Schuljahrs, stiegen die Kinder über den fertigen Übergang über die Gleise.
Zeitungsleute nannten die Frauen zunächst die Militant Mothers of Raymur; später nahmen sie den Namen selbst an. Nach der Geschichte mit der Brücke organisierten die Beteiligten eine Lebensmittelkooperative, aus der das Ray-Cam Co-operative Centre hervorging, das im Jahr neunzehnhundertsechsundsiebzig eröffnet wurde. Im Jahr zweitausendneunzehn erhielt der frühere Fußgängerübergang an der Keefer Street offiziell den Namen Militant Mothers of Raymur Overpass.
Im Februar zweitausendsechsundzwanzig wurde die Brücke nach einer Bauwerksprüfung vorübergehend geschlossen. Unter ihr liegen weiterhin dieselben Gütergleise. Auf der einen Seite steht das frühere Raymur Place (heute Stamps Place), auf der anderen die Admiral Seymour Elementary School.
Praktisch vor Ort
Der Park ist als öffentlicher Raum geöffnet; der Sprühpark ist in der Saison von 09:00–21:00 geöffnet. Der Militant Mothers of Raymur Overpass ist laut städtischer Mitteilung vom 2026-02-06 vorübergehend geschlossen und muss erneut überprüft werden.
Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Denken Sie daran, dass der Park von Wohnungen umgeben ist, und stören Sie die Anwohner nicht. Benutzen Sie nur den erlaubten Übergang; falls der Zugang eingeschränkt ist, bleiben Sie am Zaun und gehen Sie nicht auf die Gleise.
