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Tourbet el-Bey

تربة الباي

Der Abschluss zeigt, wie sich der Streit um die Nachfolge in der Ordnung der Bestattungen und der Anordnung der Familiengräber fortsetzte.

25 Min.
Bestattungssaal von Tourbet el-Bey mit Marmorplatten und bemaltem Gewölbe.
Jean-Pierre Dalbéra · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Grüne Ziegelkuppel
  • Zwei Innenhöfe
  • Marmorne Grabsteine
  • Verzierter hölzerner Kasten

Die Geschichte des Ortes

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Im Hauptsaal von Tourbet el-Bey stand noch vor jedem Grab eines Beys ein verzierter hölzerner Kasten von Hassan al-Sharif – einem Gerechten, den die ersten Husainiden verehrten. Ob er tatsächlich unter dem Kasten bestattet wurde, ist nicht eindeutig geklärt: Einige Forschende halten ihn für ein Grab, andere für ein Kenotaph, ein Erinnerungsgrabmal ohne sterbliche Überreste. Man stellte ihn wegen des Segens hier auf, den man mit dem verehrten Menschen verband: Er sollte das künftige Familienmausoleum schützen.

In Auftrag gegeben wurde es von Ali Bey II., dem Sohn des Gründers der Husainiden-Dynastie. Sein Vater Husain ibn Ali verlor den Thron im Kampf mit seinem eigenen Neffen Ali Pascha I. Husain wurde bei Kairouan gefangen genommen und enthauptet; seinen Kopf brachte man nach Tunis und begrub ihn bei Sidi Kacem. Die Söhne des Getöteten, Muhammad und Ali, gerieten nach Algier und waren auf die Unterstützung des dortigen Deys angewiesen. Im Jahr eintausendsiebenhundertsechsundfünfzig kehrten sie mit einem Heer zurück, schlugen Ali Pascha I. und gewannen den Thron für ihren Familienzweig zurück. Zunächst regierte der ältere Bruder Muhammad, und nach dessen Tod wurde Ali Bey II. Bey.

Um eintausendsiebenhundertsiebzig begann Ali Bey II. hier einen neuen Nekropolisenkomplex zu errichten. Das Wort „Turba“ bedeutet Familienmausoleum, und „Bey“ ist der Titel des tunesischen Herrschers. Der Bau war bis zum Jahr eintausendsiebenhundertsiebenundsiebzig abgeschlossen. Ali Bey II. übergab Ländereien und Immobilien als Waqf – eine ewige Stiftung, deren Einnahmen den Erben nicht zufallen durften. Mit diesem Geld unterhielt man das Gebäude, bezahlte den Aufseher und die Koranrezitatoren und veranstaltete Gedenkzeremonien. So sicherte Ali Bey II. seinem künftigen Grab schon im Voraus sowohl Räumlichkeiten als auch Menschen, die nach seinem Tod an seinem Grab dienen sollten.

Gleichzeitig regelte er, wer seine Bestattung anordnen würde. Sein verstorbener Bruder hatte gewollt, dass der Thron schließlich an seine Söhne Mahmud Bey und Ismail Bey gehen sollte. Ali Bey II. versprach, sich um seine Neffen zu kümmern, bereitete jedoch seinen eigenen Sohn Hammuda Pascha als Erben vor. Er übertrug ihm Staatsgeschäfte, bemühte sich um Anerkennung in Istanbul und erhielt im Jahr eintausendsiebenhunderteinundachtzig einen Erlass des Sultans zu dessen Gunsten. Das stand in direktem Zusammenhang mit Tourbet el-Bey: Nach der Hofregel durfte nur der neue Pascha-Bey, der den Thron bereits bestiegen hatte, den verstorbenen Pascha-Bey bestatten.

Ali Bey II. starb im folgenden Jahr und wurde als erster regierender Bey unter der Hauptkuppel bestattet. Hammuda Pascha erbte den Thron und wurde zweiunddreißig Jahre später neben seinem Vater beigesetzt. Mahmud Bey, der Neffe, den Ali Bey II. von der Nachfolge ausgeschlossen hatte, wurde im Jahr eintausendachthundertvierzehn doch noch Bey; man begrub ihn im selben Saal.

Später fügten Verwandte neue Räume an, je mehr der Platz ausging. Heute liegen um zwei Höfe acht Säle und mehr als einhundertfünfundsechzig Gräber: Hier sind vierzehn regierende Beys, Prinzen, Prinzessinnen, Minister, Mamluken und Höflinge bestattet. Unter der grünen Ziegelkuppel stehen die Marmorgrabsteine von Ali Bey II., Hammuda Pascha und Mahmud Bey. Davor befindet sich weiterhin der hölzerne Kasten von Hassan al-Sharif – das erste Zeichen, das Ali Bey II. in das noch leere Mausoleum stellen ließ.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort25 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittvor Ort

Die Außenbesichtigung ist verlässlich; die Regelung im Inneren kann sich nach der Restaurierung ändern, deshalb sollten die Öffnungszeiten noch am selben Tag vor Ort überprüft werden.

Geprüft: 17. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Klären Sie die Möglichkeit eines Eintritts vor Ort, verhalten Sie sich wie in einem Bestattungsraum und berühren Sie die Grabsteine nicht; die Außenbesichtigung bleibt ein vollwertiger Abschluss.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Hier beenden Sie den Rundgang am Familienmausoleum, wo die Nachfolge auch den Platz unter der Hauptkuppel bestimmte.

Stopp 8 von 8Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Medina von Tunis: Märkte, Paläste und Macht“ — 8 Stopps, etwa 1,8 km, 2,5–3,5 Stunden.

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