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Dar Hussein

دار حسين

Die Geschichte des ersten Gemeinderats wird zeigen, wie die städtischen Arbeiten bei Einnahmen zum Stillstand kamen, die nur auf dem Papier existierten.

15 Min.
Marmorgepflasterter Hof von Dar Hussein mit Arkaden und Keramikpaneelen.
Jean-Pierre Dalbéra · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Palastfassade
  • Marmorhof
  • Ostflügel des Obergeschosses
  • Saal des Gemeinderats

Die Geschichte des Ortes

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Seit eintausendneunhundertsiebenundfünfzig arbeiten hinter der Palastfassade Forscher des Nationalinstituts für Kulturerbe, die Inventare von Denkmälern erstellen und Restaurierungen vorbereiten. Das Haus ist um einen Marmorhof angelegt; im Ostflügel des Obergeschosses ist ein großer Saal erhalten. Einst dienten diese Gemächer als städtische Residenz für Menschen aus dem engsten Umfeld des Beys, später beherbergten sie kurzzeitig eine Einrichtung, die die Angelegenheiten der Hauptstadt verwaltete.

Husain, dessen Namen dieser Palast trägt, hat ihn nicht erbaut. Bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts hatten hier bereits mehrere Generationen von Ministern und hohen Beamten gewohnt und die alte Residenz um den Marmorhof erweitert. Husain hinterließ etwas anderes: den ersten Gemeinderat von Tunis und die Geschichte seines ersten Scheiterns.

Der spätere General wurde als kleiner Junge als Sklave aus Tscherkessien nach Tunis gebracht. Er wurde am Hof in Bardo erzogen und anschließend an einer Militärschule aufgenommen. Er machte Karriere im Dienst des Beys und stieg bis zum General auf. Im Jahr eintausendachthundertachtundfünfzig beschloss Muhammad Bey, der Herrscher von Tunis, die Betreuung der Hauptstadt einem eigenen Gemeinderat zu übertragen. Zum Vorsitzenden ernannte er Husain, und den Rat brachte er in diesem Palast unter. Husain wohnte ebenfalls hier. Später setzte sich für das Haus der Name Dar Hussein fest – das Haus Husains.

Der Rat tagte in einem großen Saal an der Ostseite des Obergeschosses. Seine Mitglieder sollten Straßen pflastern, Müll abtransportieren, Abflüsse reinigen, städtische Gebäude instand setzen und die Wasserversorgung überwachen. Dafür standen ihnen per Erlass Abgaben von Seifensiedereien, der Gipsproduktion, Fuhrwerken und städtischen Immobilien zu.

Auf dem Papier reichte das Geld. Die Beamten der Finanzverwaltung überwiesen es nicht. Bis zum Jahr eintausendachthunderteinundsechzig schuldete die Staatskasse der Gemeinde zweihunderteinundvierzigtausendfünfhundert Piaster. Der Einnehmer der Wohnungssteuer behielt weitere vierunddreißigtausend ein. Die Angestellten erhielten mehrere Monate lang keinen Lohn. Bereits im Jahr eintausendachthundertneunundfünfzig kamen fast alle städtischen Arbeiten zum Erliegen. Weiter gepflastert wurde nur die Rue Sidi Morjani, die heutige Rue Jamaa Ez Zitouna, weil die Bewohner selbst dafür bezahlt hatten.

Husain war für das Ergebnis vor demselben Hof verantwortlich, dem er seinen Rang und sein Amt verdankte. Als es nicht gelang, das Geld zu erhalten, bat er den Regierungschef wenigstens um eine schriftliche Bescheinigung: Der Vorsitzende und seine Mitarbeiter seien an der Untätigkeit des Rates nicht schuld. Sie wurde ihm verweigert. Die Ratsmitglieder begannen zurückzutreten, die Verbliebenen forderten ihren Lohn, und Husain verließ im Jahr eintausendachthundertfünfundsechzig seinen Posten. Die Gemeinde bestand weiter, zog jedoch bald aus dem Palast aus.

Seit eintausendneunhundertsiebenundfünfzig arbeiten in Dar Hussein Mitarbeiter einer Einrichtung, die heute Nationalinstitut für Kulturerbe heißt: Sie erstellen Inventare von Denkmälern, führen Forschungen durch und bereiten Restaurierungen vor. Im Obergeschoss ist der Saal des ersten Gemeinderats erhalten. Seine Angestellten warteten monatelang auf Geld, der Rat selbst zog von hier fort, und der Name des Vorsitzenden, dem sogar eine entlastende Bescheinigung verweigert wurde, blieb am Palast.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktTourbet el-Bey
Eintrittvon außen

Ein verlässlicher Halt für die Außenbesichtigung; mit regelmäßigem freiem Zugang zu den Innenräumen sollte man nicht rechnen.

Geprüft: 17. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie dies als Außenhalt, falls der Eingang geschlossen ist: Regelmäßiger Zugang ins Innere ist keine Voraussetzung der Route.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Halten Sie sich nach Südosten, zur grünen Kuppel.

Stopp 7 von 8Weiter: Tourbet el-Bey

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Medina von Tunis: Märkte, Paläste und Macht“ — 8 Stopps, etwa 1,8 km, 2,5–3,5 Stunden.

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