Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Runder Baukörper
- Sphärokonische Kuppel
- Hoher Turmspitz
- Militärtechnik im Freien
Die Geschichte des Ortes
Wladimir Alexandrowitsch Paramonow kam aus dem Waffenwesen zum Museum. Einundvierzig Jahre arbeitete er im Tulaer Waffenwerk, stieg vom Verfahrensingenieur zum Chefkonstrukteur auf und wirkte an der Entwicklung Dutzender Serienerzeugnisse mit. Im Jahr neunzehnhundertzweiundneunzig wechselte er vom Konstruktionsbüro in das Direktorenbüro des Museums.
Die Sammlung war damals in der ehemaligen Erscheinungskathedrale untergebracht. In die Ausstellung passte ungefähr ein Drittel der Sammlung, der Rest blieb in den Depots. Paramonow setzte sich für die Eigenständigkeit des Museums und für einen eigenen Komplex ein. Im Jahr neunzehnhundertsechsundneunzig trennte man das Museum vom Waffenwerk, machte es zu einer staatlichen Einrichtung und beschloss zugleich einen Neubau.
Das Grundstück stellte man in Saretschje bereit. Im siebzehnten Jahrhundert befand sich hier die Tulaer Waffenhandwerkersiedlung: Die Schmiede lebten als eigene Gemeinschaft und verdienten ihren Lebensunterhalt mit der Herstellung von Feuerwaffen. Den Beginn dieser Gemeinschaft bringt man mit einer Urkunde des Zaren Fjodor Iwanowitsch aus dem Jahr eintausendfünfhundertfünfundneunzig in Verbindung. Die Schmiede selbst baten darum, als besondere Sloboda eingerichtet zu werden; für ihre Arbeit an Staatsaufträgen waren sie von den Posad-Abgaben und den Semstwo-Diensten befreit. Den Historikern ist der genaue Ort ihrer ersten Höfe unbekannt, doch im folgenden Jahrhundert nahm die Siedlung bereits das Ufer der Upa in Saretschje ein. Deshalb errichtete man das Museum inmitten der Straßen, in denen die Waffenhandwerker früher lebten und arbeiteten, gegenüber den Werksgebäuden am anderen Ufer.
Tulaer Architekten wählten für das Gebäude die Form eines Schischak, eines alten sphärokonischen Helms mit hohem Aufsatz. Der runde Baukörper wurde zu seinem unteren Teil, die Kuppel zur Helmkalotte, und ein Turmspitz vollendete die Silhouette. Mit dem Bau begann man im Jahr zweitausend, doch der Beschluss auf dem Papier wurde lange nicht zu einem Museum. In den ersten fünf Jahren reichte das Geld hauptsächlich für das Fundament, das Sockelgeschoss und einen einzelnen Energieblock.
Im Auftrag des Museums betreute der stellvertretende Direktor Wladimir Ignatkow den Bau. Nach mehreren Übertragungen zwischen Behörden musste die Finanzierung jeweils neu eröffnet werden: Im Jahr zweitausendfünf konnten die Arbeiten nur ab Oktober bezahlt werden, und im folgenden Jahr wurde das Objekt überhaupt nicht in das föderale Bauprogramm aufgenommen. Der Auftragnehmer bewachte den unfertigen Baukörper, damit der Bau jederzeit fortgesetzt werden konnte. Ignatkow und die Mitarbeiter des Museums bereiteten Schreiben an Ministerien, den Tulaer Gouverneur und Abgeordnete vor. Zwei Briefe im Namen der Leiter der Region und des Ministeriums für Kultur erreichten den Ministerpräsidenten und seinen Stellvertreter. Nach positiven Entscheidungen nahm man den Bau wieder in das Programm auf, und anstelle des Sockelgeschosses begannen die Stockwerke emporzuwachsen.
Im Juni zweitausendacht setzten die Bauarbeiter den Turmspitz auf. Paramonow sah das von ihm geplante Museum bereits in den Umrissen eines Helms, doch noch ohne fertige Säle. Im September desselben Jahres starb er. Die Mitarbeiter führten das Begonnene fort: Sie setzten sich für eine Überarbeitung des Kostenvoranschlags ein, durchliefen erneut die Prüfung und stellten wieder Unterlagen für die fehlenden Mittel zusammen. Die letzten zweihundert Millionen Rubel gingen erst im September zweitausendelf ein.
Am dritten März zweitausendzwölf nahm man das Gebäude in Betrieb. Die Ausstellungsfläche war hier ungefähr fünfmal so groß wie zuvor. Es entstanden ein Sammlungsdepot, Restaurierungs- und technische Werkstätten sowie Räume für die Annahme und zeitweilige Aufbewahrung von Gegenständen. Die Sammlung wurde schrittweise umgezogen; die Dauerausstellung eröffnete man in zwei Etappen – im Jahr zweitausendfünfzehn und im Jahr zweitausendsiebzehn. Heute zeigt man die Waffen hier in chronologischer Reihenfolge, erforscht und restauriert sie, während große Militärtechnik draußen ausgestellt wird.
Paramonow erlebte noch den Turmspitz über dem unfertigen Baukörper. Die fertigen Säle darunter betrat er nicht mehr.
Praktisch vor Ort
Mo–Mi und So 10:00–18:00; Do–Sa 10:00–20:00; die Kasse schließt eine Stunde vorher; der letzte Montag des Monats ist Reinigungstag. Der nächstgelegene angekündigte Reinigungstag ist der 29.06.2026.
Geprüft: 25. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Der architektonische Entwurf und die Verbindung zu Saretschje sind von außen gut zu erkennen. Für die große Ausstellung braucht man zusätzliche Zeit; am Eingang sollten Sie auf eine Museumskontrolle Ihrer Sachen vorbereitet sein.
