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Gostiny Dwor

Гостиный двор Тобольского кремля

Das Gebäude wird die Moskauer Sicherheitsentscheidung mit der tatsächlichen Geografie des städtischen Handels kollidieren lassen.

25 Min.
Der Gostiny Dwor des Tobolsker Kremls mit Ecktürmen und einem Torbogen.
Vyacheslav Bukharov · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Fensterlose Außenmauern
  • Ecktürme
  • Geschlossener Innenhof
  • Ehemalige, nach innen ausgerichtete Läden

Die Geschichte des Ortes

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Im Jahr tausend siebenhunderteins erreichten die Kaufleute von Tobolsk, dass ihre Bitte von den Stadtoberhäuptern unterstützt wurde – den Woiwoden Michail und Pjotr Tscherkasski. Die Kaufleute brauchten einen neuen steinernen Gostiny Dwor. Als Gäste bezeichnete man damals auswärtige Händler: Im Hof mieteten sie Zimmer und Läden, lagerten Waren, schlossen Geschäfte ab und passierten den Zoll.

Die Kaufleute baten darum, im unteren Teil von Tobolsk zu bauen, nahe dem alten Basar und der Anlegestelle am Irtysch. Dorthin kamen Schiffe mit Ladung; die Waren in die Oberstadt hinaufzubringen, war unbequem. Die Tscherkasskis erklärten Moskau, dass der Handel an der Anlegestelle einen größeren Umsatz bringen und die Staatskasse höhere Zolleinnahmen erhalten würde.

Zunächst stimmte der Sibirische Prikas – die Moskauer Einrichtung, die die Angelegenheiten Sibiriens verwaltete – zu. Im August tausend siebenhunderteins ordnete man aus Moskau an, am Irtysch Backsteinläden, Ladenreihen und ein Wiegehaus zu errichten und die Dächer mit Ziegeln oder Rasensoden gegen Feuer zu schützen.

Ein Jahr später hob der Prikas seine eigene Entscheidung auf. Warum, erklären die Dokumente nicht. Nun verlangte man, den Hof oben, nahe dem Kreml, zu errichten, und zwar so, dass das Gebäude einen Teil der Stadtmauer ersetzen konnte. Die Bequemlichkeit der Kaufleute trat hinter eine andere Überlegung zurück: Die Waren der Karawanen sollten hinter Stein eingeschlossen und vor Feuer geschützt werden.

Diesen Befehl führte der Tobolsker Baumeister Semjon Remezow aus. Er umgab den Hof mit fensterlosen Außenmauern und errichtete an den Ecken Türme. Siebenundsechzig Läden und siebenundzwanzig Keller öffneten sich nach innen. Über einem Tor befand sich der Zoll, über einem anderen eine Kapelle. Der Handelskomplex ähnelte einer eigenen Festung.

Die Kaufleute hatten in der Hauptsache recht. Sie handelten weiterhin in den hölzernen Läden der unteren Vorstadt, wohin die Waren von der Anlegestelle nicht auf das hohe Ufer geschleppt werden mussten. Bis zur Mitte des achtzehnten Jahrhunderts verfiel der für sie errichtete Hof bereits. Gouverneur Fjodor Soimonow fand die ehemaligen Läden vom Gericht, einer Dienstkommission und fünfzig Gefangenen besetzt vor, die Keller hingegen mit Wasser überflutet. Nach der Renovierung wurden die Räume wieder an auswärtige Händler vermietet, doch in den tausend siebenhundertsechziger Jahren verlor das Gebäude endgültig seine Rolle als wichtigster Handelsort. Darin brachte man Büros, eine Apotheke, die Staatskasse und ein Archiv unter.

Heute befinden sich im Inneren das Museum für sibirisches Unternehmertum, Souvenirläden, ein Café und ein kleines Hotel. Doch alle ehemaligen Handelsräume sind weiterhin zum geschlossenen Hof hin ausgerichtet, während nach außen Mauern und Ecktürme weisen. Der Stein bewahrte die Entscheidung des Moskauer Prikas; der städtische Handel, für den die Kaufleute eintraten, stieg nie hierher hinauf.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort25 Min.
Nächster PunktTobolsker Gefängnisschloss
Eintrittaußen kostenlos; Museum mit Eintrittskarte

Der Hof und die Außenbesichtigung sind unabhängig von der Eintrittskarte für das Museum zugänglich. Das Museum für sibirisches Unternehmertum ist im Sommer 10:00–19:00 geöffnet; die Kasse schließt 30 Minuten vorher.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Umrunden Sie die zugänglichen Seiten des Gebäudes: Sein wehrhafter Charakter ist von außen besser zu erkennen, während der Zugang zum Inneren von den Öffnungszeiten der dort untergebrachten Einrichtungen abhängt.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie entlang des Platzes weiter zu den Mauern des ehemaligen Gefängnisses.

Stopp 4 von 8Weiter: Tobolsker Gefängnisschloss

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Tobolsk: vom Kreml zum Ort der Verbannung“ — 8 Stopps, etwa 3,5 km, 4 Std. 30 Min..

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