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Haus der Brüder Seilanov

სეილანოვების სახლი

Das Treppenhaus verbindet den Familiennamen mit dem gemeinsamen Haus von sechs Tabakfabrikanten.

13 Min.
Fassade des Hauses der Brüder Seilanov in der Tabidze-Straße, 18.
Lika jorjiashvili · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Mosaikinschrift „Brüder Seilanov“
  • Monogramme
  • Ölmalereien
  • Alte Türen

Die Geschichte des Ortes

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Das Haus entstand aus mehreren früheren Gebäuden, die zu einem einzigen großen Wohnhaus umgebaut wurden. Auf der Treppe sind noch verflochtene Initialen und hohe Figuren der Kontinente zu erkennen; die nachgedunkelte Malerei überzogen Bewohner einst mit Lack, in der Hoffnung, sie zu bewahren, doch dadurch wurden die Farben verborgen. Die Türflügel, die in den neunziger Jahren aus dem Eingang fortgetragen worden waren, konnten zurückgebracht werden, und später entfernten Restauratoren diese dichte Schicht von den Gemälden. Im Inneren leben auch heute verschiedene Familien, sodass die Spur der früheren Eigentümer nicht in einem Museum, sondern im gemeinsamen Eingang des Hauses erhalten blieb.

An der Schwelle ist in den Mosaikboden eingraviert: „Brüder Seilanov“ – daneben steht das Jahr eintausendneunhundertelf. Das ist die Signatur der Eigentümer, nicht der spätere Name einer Sehenswürdigkeit.

Dahinter standen sechs Brüder: Tigran, Artashes, Yeghishe, Vagarshak, Amazasp und Artyom Seilanov. Sie stammten aus dem armenischen Alexandropol, dem heutigen Gyumri, zogen nach Tiflis und traten der ersten Kaufmannsgilde bei – der höchsten Kategorie von Händlern, denen große Geschäfte und Handel im Ausland erlaubt waren. Die Brüder lebten von der Tabakproduktion. Ihre Fabrik stellte die Zigaretten Woschod, Sephyr, Mars und Ararat her; von den Verkäufen hingen sowohl der Wohlstand der Familie als auch ihr Rang unter den einflussreichen Tifliser Industriellen ab.

Die Seilanovs erwarben in der Stadt mehrere Mietshäuser, vermieteten die Wohnungen dort jedoch. Für sich und ihre Familien wählten sie diese Adresse. Sie beauftragten den Architekten Ghazar Sarkisyan, die hier bestehenden Gebäude umzubauen, und bis zum Jahr eintausendneunhundertelf war das große gemeinsame Wohnhaus fertig.

Den Gast empfing der Familienname Seilanov unter seinen Füßen. Weiter oben wiederholten sich ihre Monogramme und ihr Wappen, und die Wände des Treppenhauses nahmen Ölgemälde in beinahe Lebensgröße ein: Asien, Afrika, Amerika, Europa und Russland. Das Treppenhaus diente damals als Visitenkarte der Eigentümer, deshalb trugen die Brüder sowohl ihren Familiennamen als auch die Größe ihres Unternehmens hierher. Die Malereien werden üblicherweise mit der Geografie ihres Handels in Verbindung gebracht, obwohl kein Dokument mit dem von ihnen bestellten Bildprogramm erhalten ist. Auch die Urheberschaft ist nicht endgültig geklärt: Die Gemälde werden dem Künstler Beno Telingater zugeschrieben, doch bei der Restaurierung entdeckten Fachleute darauf die Signatur eines weiteren Meisters.

Nach der Errichtung der Sowjetherrschaft verstaatlichten Beamte das Haus und teilten die großen Familienräume in Gemeinschaftswohnungen auf. Die Fabrikanten verschwanden von hier, doch ihren Familiennamen im Mosaik schlug man nicht heraus. Später überzogen Bewohner die nachgedunkelten Gemälde mit Lack, weil sie sie bewahren wollten; der Lack verbarg die Farben lediglich unter einer dichten Schicht. In den neunziger Jahren trug man die alten Türen aus dem Eingang fort, doch sie konnten aufgespürt und zurückgebracht werden. In den Jahren eintausendneunhundertachtzehn und eintausendneunzehn legten Restauratoren die Wandmalereien frei.

Heute leben hier wieder verschiedene Familien. Das gemeinsame Haus der sechs Brüder gibt es nicht mehr, doch ihr Name liegt weiterhin am Eingang – dort, wo die Seilanovs angeordnet hatten, ihn vor dem Einzug anzubringen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort13 Min.
Nächster PunktHaus von Evelina Ter-Akopova
Eintrittvon außen

Städtischer Routenpunkt; der Zugang zu privaten Treppenhäusern, Museen und Höfen ändert sich, prüfen Sie daher die Regeln vor Ort und betreten Sie Wohnbereiche nicht ohne Einladung.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Das Haus ist bewohnt. Besichtigen Sie das Treppenhaus nur bei ungehindertem und angemessenem Zugang, gehen Sie nicht durch eine geschlossene Tür und stören Sie die Bewohner nicht.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie die Tabidze-Straße weiter hinauf bis zu dem Haus, in dessen Boden ein Frauenname erscheint.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Sololaki: Häuser und ihre Besitzer“ — 9 Stopps, etwa 2,1 km, 2–2,5 Std..

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