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Substrukturen des Diokletianpalasts

Podrumi Dioklecijanove palače

Die unteren Räume bewahren den Grundriss der verlorenen Gemächer und erklären, welchen Nutzen der Stadtmüll dem antiken Mauerwerk brachte.

24 Min.
Massive, sich wiederholende steinerne Gewölbe der Substrukturen des Diokletianpalasts.
Bengt Nyman from Vaxholm, Sweden · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Steinerne Gewölbe
  • Bögen und Nischen
  • Zentraler Korridor
  • Steinerne Teile der Presse

Die Geschichte des Ortes

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Unter den steinernen Gewölben erstreckt sich das Untergeschoss des Palasts mit zweiundsechzig Räumen, die am Abhang zum Meer errichtet wurden. Dieses Mauerwerk ebnete die Fläche für die kaiserlichen Gemächer ein, trug ihr Gewicht und trennte sie vom feuchten Boden. In den meisten Sälen ließ man ungepflasterte Böden und offene Öffnungen; nur der zentrale Korridor diente als Durchgang zwischen dem Peristyl und dem Meerestor. Jetzt führt er an Souvenirständen vorbei zur Uferpromenade, und daneben liegen steinerne Teile einer Presse für Trauben und Oliven.

Wer nicht genug Geld für ein eigenes Haus hatte, erhielt unter diesen Gewölben eine Unterkunft. So zumindest beschrieb der Spliter Chronist des dreizehnten Jahrhunderts, Archidiakon Toma, die Besiedlung des Palasts. Wohlhabende Stadtbewohner beschlossen, auf eigene Kosten zu bauen, weniger begüterte Menschen bezogen die Palasttürme, und die einfachen Leute erhielten die gewölbten Räume und Krypten. Für Letztere war dies ein vorübergehender Zufluchtsort, doch die frühere Kaiserresidenz verwandelte sich bereits in eine Stadt.

Das Wort „Substrukturen“ ist treffender als das geläufige Wort „Keller“. Römische Baumeister errichteten hier zweiundsechzig Räume, um den Hang zum Meer hin auszugleichen, das Obergeschoss vor Feuchtigkeit zu schützen und Diokletians Gemächer zu tragen. In den meisten Sälen wurden die Böden nicht einmal gepflastert, Fenster und Türen hatten keine Flügel. Nur der zentrale Korridor hatte eine praktische Funktion: Über ihn gelangte man zwischen dem Peristyl und dem Tor am Landungsplatz hindurch.

Die unteren Wände wurden genau unter den Wänden des Obergeschosses errichtet. Deshalb wiederholt die Form jedes Gewölbes die Umrisse eines Raums, der sich einst darüber befand. Oben lagen Empfangsräume, ein Speisesaal und die privaten Räume des Kaisers; fast alle verschwanden, als Stadtbewohner begannen, das römische Mauerwerk abzutragen und an seiner Stelle Häuser zu bauen. Das Untergeschoss blieb ihre steinerne Stütze.

Die Bewohner passten die zugänglichen Säle ihren Bedürfnissen an. In einem arbeitete eine Presse für Trauben und Oliven, andere dienten als Lagerräume. Dann begannen sie, die seitlichen Räume mit Bauschutt, Haushaltsabfällen und Unrat aus den Häusern darüber zu füllen. Der zentrale Durchgang führte weiterhin zum Meerestor, während die benachbarten Räume allmählich unter der Aufschüttung fast bis zu den Gewölben verschwanden.

Dieser Müll bedeckte die antiken Wände, bevor die Baumeister sie als Stein abtragen konnten. Die oberen Gemächer wurden zerstört und durch Wohnraum ersetzt, während darunter Bögen, Nischen und Trennwände erhalten blieben. Als Forschende die Füllung entfernten, musste die Anordnung der verschwundenen Räume nicht mehr anhand alter Zeichnungen erraten werden: Ihre Grenzen wiederholten sich im unteren Mauerwerk.

Jetzt verbindet der zentrale Korridor das Peristyl wieder mit der Uferpromenade; an ihm stehen Souvenirstände, und die seitlichen Säle sind als Museum geöffnet. Die steinernen Teile der Presse für Öl und Wein ließ man dort, wo sie gefunden wurden. Über den Gewölben stehen weiterhin Stadthäuser, und unter ihnen blieb der Grundriss der kaiserlichen Gemächer erhalten, die es oben nicht mehr gibt.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort24 Min.
Nächster PunktRiva und Südfassade
Eintrittmit Eintrittskarte; der zentrale Durchgang ist frei

Vom 30. März bis 31. Oktober 2026 täglich 08:30–20:00; letzter Einlass um 19:30. Erwachsenenticket – 10 Euro.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Für eine vollständige Besichtigung der östlichen und westlichen Räume ist normalerweise eine separate Eintrittskarte nötig. Drinnen ist es kühl, der Stein kann rutschig sein; Schuhe mit fester Sohle sind nützlicher als Sandalen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Bleiben Sie im zentralen Korridor und gehen Sie durch das Bronzetor zum Meer hinaus.

Stopp 6 von 9Weiter: Riva und Südfassade

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Wie der Diokletianpalast zu Split wurde“ — 9 Stopps, 1,5 km, 2 Std. 45 Min..

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