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Staatlicher Zirkus Sotschi

Сочинский государственный цирк

Hier macht die repräsentative Kultur des Kurorts der gefährlichen Arbeit hinter den Kulissen Platz.

15 Min.
Der runde Baukörper des Zirkus Sotschi unter einer breiten Dachebene.
Rulya71 · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Gläserner Zylinder
  • Repräsentative Fassade
  • Runder Baukörper der Arena
  • Schild mit dem Namen Mstislaw Sapaschny

Die Geschichte des Ortes

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Im Herbst eintausendneunhundertfünfundfünfzig stand auf diesem Gelände ein anderer Zirkus Sotschi – ein Sommergebäude mit eintausendzweihundert Plätzen. Der heutige gläserne Zylinder wurde später daneben errichtet, und die alte Manege wurde nach der Eröffnung des neuen Zirkusgebäudes abgebaut. Genau in diesem verschwundenen Zirkus war die Dompteurin Irina Bugrimowa innerhalb weniger Wochen zweimal mit fünf angreifenden Löwen eingeschlossen.

Bugrimowa war die erste Frau in der Sowjetunion, die beruflich mit Raubtieren arbeitete. Ihre Tourneenummer ernährte die Artistin bereits seit neun Jahren. In Sotschi sollte der Löwe Araks auf einen großen Holzball steigen und ihn mit den Pfoten rollen, doch er weigerte sich. Bugrimowa hielt ihm einen metallenen Dreizack vor die Schnauze – das Arbeitsgerät eines Dompteurs – und zwang ihn, den Trick auszuführen. Dann fiel Araks Bugrimowas Liebling, den Löwen Zesar, an. Die übrigen Tiere schlossen sich dem Kampf an, und zwei Löwen versperrten den Weg zur Käfigtür.

Die Assistenten versuchten, sie durch die Absperrung mit Heugabeln zurückzudrängen. Auf Bugrimowas Befehl schalteten die Manegenarbeiter die Feuerwehrschläuche ein. Die Wasserstrahlen trieben die Tiere auseinander, und die Löwen konnten in die Käfige getrieben werden. Die Behandlung der Verletzungen dauerte mehrere Wochen, danach nahm man die Nummer wieder ins Programm auf.

Schon bei der ersten Vorstellung fiel Araks erneut einen anderen Löwen an. Die Arbeiter warteten nicht mehr auf einen Befehl und drehten das Wasser auf, doch es half nicht. Bugrimowas Mann, der Zirkusartist Konstantin Parmakjan, betrat mit einem Dreizack den Bereich hinter der Absperrung. Die Eheleute zogen sich gemeinsam zum Ausgang zurück und gelangten aus der Manege.

Hinter den Kulissen geschah ein weiterer Fehler: Drei erhitzte Löwen wurden in einen Käfig gesetzt. Durch die Stöße ihrer Körper sprang der Riegel von der Tür, und Araks und Dik stürzten in den Innenhof. Parmakjan schoss in die Luft. Dik versteckte sich in einem leeren Pferdestall, Araks aber ging auf den Mann zu. Bugrimowa griff nach einem Rohrstück und lief ihrem Mann zu Hilfe. Hinter einem niedrigen Holzzaun begann bereits eine Stadtstraße; die Eheleute und zwei Assistenten drängten den Löwen vom Zaun weg, bis sie ihn wieder zurücktrieben.

Nach den Gastspielen in Sotschi trennte sich Bugrimowa von der gesamten Gruppe, außer von Zesar. Sie stellte eine Gruppe junger Löwen zusammen, fütterte sie selbst und wählte die Tricks nach dem Verhalten jedes einzelnen aus. Im Mai eintausendneunhundertachtundfünfzig kehrte die Dompteurin bereits mit einer neuen Gruppe nach Sotschi zurück. Und am einundzwanzigsten Mai eintausendneunhunderteinundsiebzig nahm Bugrimowa mit den Löwen an der ersten Vorstellung unter dem Dach des heutigen Zirkus teil.

In diesem Gebäude wurde der für das Publikum unsichtbare Teil der Zirkusarbeit einen Hang hinab auf ein Geschoss unterhalb des Haupteingangs verlegt. Manege, Räume für Artisten und Tiere sowie zwei Innenhöfe liegen auf einer Ebene. Das Publikum betritt die Mitte des Amphitheaters, während sich Requisiten und Beteiligte des Programms unten bewegen, ohne das Zuschauerfoyer zu durchqueren. Die runde Arena empfängt einander ablösende Gastspielensembles; eine feste Vorstellung gibt es hier nicht.

Seit Mai zweitausendsechsundzwanzig lautet der offizielle Name des Gebäudes Staatlicher Zirkus Sotschi namens Mstislaw Michailowitsch Sapaschny. Sapaschny war Dompteur und Regisseur und leitete diesen Zirkus von eintausendneunhundertzweiundneunzig bis zweitausenddrei. In der Sotschier Manege stellte er eigene große Programme zusammen: Zum fünfundzwanzigjährigen Bestehen des Gebäudes inszenierte er „Ich liebe dich, Russland“ und „Stars des Weltzirkus“. Sie liefen hier zwei Spielzeiten, danach nahmen die Artisten sie mit in andere Städte.

Nach Sapaschnys Tod eröffnete man im Gebäude ein Museum mit seinen Kostümen, Auszeichnungen und Arbeitsdokumenten. Nun steht sein Name an der Fassade ebenjenes Zirkus, in dem er einzelne Nummern in Programme verwandelte, die von der Sotschier Manege aus auf Gastspielreise gehen konnten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktSanatorium Frunse
Eintrittvon außen

Die Fassade ist von außen zugänglich; Zuschauerraum und Foyer nur mit einer Eintrittskarte für die Vorstellung. Der Zirkus ist in der Saison 2026 in Betrieb.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Von außen ist die Gesamtanlage des Gebäudes gut zu erkennen; das Amphitheater und die inneren Wege sind nur für Besucher einer Vorstellung zugänglich. Dafür ist eine separate Eintrittskarte erforderlich.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Lassen Sie den Zirkus hinter sich und folgen Sie dem Kurortny-Prospekt zum Sanatoriumsgelände hinter dem Dendrarium Sotschi.

Stopp 5 von 8Weiter: Sanatorium Frunse

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Architektur des Kurorts Sotschi: vom Hafen bis Bytcha“ — 8 Stopps, 7,7 km, 4 Std. 15 Min..

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