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Wintertheater Sotschi

Зимний театр города-курорта Сочи

Hier erklärt die architektonische Entscheidung, wie eine Tourneestadt funktioniert.

20 Min.
Wintertheater Sotschi mit breiter Treppe, Kolonnade und Giebel.
Георгий Долгопский · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Festtreppe
  • Breiter Portikus auf der Meerseite
  • Kleiner Portikus auf der Prospektseite
  • Ring korinthischer Säulen

Die Geschichte des Ortes

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Das Wort „Winter“ bewahrt die alte Unterscheidung zwischen zwei Sotschier Theaterbühnen: Hier arbeitete ein überdachter Saal, während das Sommertheater Sotschi unter freiem Himmel blieb. Um Bühne, Zuschauerraum und Künstlerzimmer zieht sich ein Ring korinthischer Säulen, der dem Gebäude von allen Seiten ein feierliches Aussehen verleiht. Vom Kurortny-Prospekt aus fällt ein kleiner Dienstportikus auf, während sich die breite Treppe und der Haupteingang zum Meer öffnen. Diese Lösung musste zwischen der Stadtstraße und dem Abstieg zum Ufer gesucht werden.

Das Wintertheater Sotschi hatte nie ein eigenes Schauspielensemble. Das war bereits im Entwurf vorgesehen: Sotschi brauchte eine Bühne, zu der nacheinander Ensembles aus der Hauptstadt und aus der Provinz kommen würden. Die Urlauber in den Sanatorien wechselten jede Woche, und mit ihnen sollte auch das Programm wechseln.

Im Jahr eintausendneunhundertvierunddreißig bereitete man sechs Entwürfe für das künftige Theater vor. Konstantin Tschernopjatow war vierunddreißig Jahre alt. Zuvor hatte er mit dem Entwurf und der Wiederherstellung einzelner Gebäude sein Geld verdient, nun bewarb er sich um den wichtigsten Auftrag des jungen Kurorts. Sein Entwurf erhielt den ersten Preis. Unter Tschernopjatows Leitung richtete man eine eigene Planungswerkstatt ein, und der Architekt selbst wurde zum ersten Stellvertreter des leitenden Bauingenieurs ernannt. Die erfahrenen Wladimir Schtschuko und Wladimir Gelfreich wurden zu Beratern; sie sollten helfen, die Wettbewerbsskizze in Ausführungszeichnungen zu verwandeln.

Das Grundstück verlangte eine Entscheidung. Auf der Stadtseite verlief der heutige Kurortny-Prospekt, auf der anderen Seite führte es zum Meer hinab. Hätte man den Haupteingang zum Prospekt ausgerichtet, würden die Zuschauer in der Pause dem Küstenstreifen den Rücken zukehren. Hätte man den Eingang zum Meer gedreht, wäre von der Hauptstraße aus die Dienstfassade sichtbar gewesen. Tschernopjatow entschied sich für das Meer. Die Festtreppe und den breiten Portikus richtete er zum Ufer aus, die Kolonnade führte er an allen Wänden entlang. Auch der Dienstzugang von der Prospektseite erhielt einen Portikus, nur einen kleineren. Daher stammt der Ring korinthischer Säulen: Mit ihnen verdeckte der Architekt den Unterschied zwischen Vorder- und Rückseite des Gebäudes.

Am fünfzehnten Mai eintausendneunhundertachtunddreißig spielten Künstler des Moskauer Staatlichen Stanislawski-Theaters hier die Oper „Die Zarenbraut“ von Rimski-Korsakow. Die Moskauer Truppe kam mit ihrer eigenen Inszenierung und reiste wieder ab; ein dauerhaftes Ensemble ließ man in Sotschi nicht zurück. Im Gebäude gab es eine Bühne, Lager für Kulissen, Künstlerzimmer und ein Regiezimmer, doch den vollständigen Satz von Räumen für die tägliche Arbeit eines eigenen Ensembles hatten die Planer nicht vorgesehen. Hier empfing man fertige Inszenierungen.

Das Wort „Winter“ bezeichnete einen festen überdachten Saal. Im selben Kurort Sotschi baute man das Sommertheater Sotschi unter freiem Himmel: Die Namen unterschieden die beiden Tourneebühnen nach ihrer Bauweise.

Später entstand um die Kolonnade eine Legende. Angeblich habe Iosif Stalin, der Führer des Landes, seine Unzufriedenheit über die Zahl der Säulen geäußert, und Tschernopjatow habe sich danach das Leben genommen. Das ist tatsächlich nur eine Legende. Der Architekt lebte bis zum Jahr eintausendneunhundertachtundsiebzig. Zu seinem siebzigsten Geburtstag schenkten ihm Kollegen ein Holzmodell des Sotschier Theaters; Jahrzehnte später übergab Tschernopjatows Urenkel dieses Modell und einen Abguss der Hand des Architekten dem Stadtmuseum.

Vom Kurortny-Prospekt aus ist weiterhin zuerst der kleinere Dienstportikus zu sehen. Die Festtreppe bleibt auf der Meerseite, und im Programm des Wintertheaters Sotschi steht wieder der Name eines Ensembles, das mit seiner eigenen Inszenierung nach Sotschi gekommen ist.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktStaatlicher Zirkus Sotschi
Eintrittvon außen

Die Fassaden sind von außen zugänglich; der Saal öffnet nach dem Veranstaltungsplan und mit Eintrittskarten.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Umrunden Sie das Gebäude auf dem öffentlich zugänglichen Weg, um das Fehlen einer Rückfassade zu überprüfen. Eine Besichtigung des Saals ist nur im Rahmen des aktuellen Zugangs oder einer einzelnen Veranstaltung möglich.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie am Ufer entlang weiter bis zum runden gläsernen Gebäude am Kurortny-Prospekt.

Stopp 4 von 8Weiter: Staatlicher Zirkus Sotschi

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Architektur des Kurorts Sotschi: vom Hafen bis Bytcha“ — 8 Stopps, 7,7 km, 4 Std. 15 Min..

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