Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Steinmauern
- Vier östliche Fenster mit Eisengittern
Die Geschichte des Ortes
Die Batería Hidalgo nimmt die nördliche der beiden Artilleriebatterien ein, die auf dem Cerro Santa Lucía zur Verteidigung von Santiago de Chile angelegt wurden. Hinter den Steinmauern lagerte man Pulver, hielt Wache und sperrte Verhaftete ein; die Geschütze auf Lafetten waren auf die Stadt gerichtet. Im östlichen Mauerwerk sind vier vergitterte Zellenfenster erhalten; die übrigen Öffnungen in den Mauern entstanden später.
Im Inneren der Batería Hidalgo ist es heute leer: Das Gebäude ist seit zweitausendfünfzehn geschlossen. Die Stadt sucht erneut jemanden, der es restauriert und für Kultur- und Tourismusprogramme öffnet. So setzt sich der Streit über die Bestimmung des Bauwerks fort, der fast unmittelbar nach seiner Entstehung begann.
Im Jahr eintausendachthundertsechzehn bereitete sich der letzte spanische Gouverneur Chiles, Casimiro Marcó del Pont, darauf vor, Santiago de Chile gegen die Anhänger der Unabhängigkeit zu verteidigen. Der Militäringenieur Manuel Olaguer Feliú errichtete auf dem Hügel zwei steinerne Artilleriebatterien. Die nördliche nannte man Batería Santa Lucía. Zu ihr gehörten ein Pulvermagazin, ein Wachraum und Zellen; die Geschütze waren auf die Stadt gerichtet.
Ein Jahr später schlug die Armee von José de San Martín und Bernardo O'Higgins die spanischen Truppen bei Chacabuco. In dieser Schlacht starb Manuel Hidalgo, Hauptmann der berittenen Grenadiere, der durch die Anden gekommen war, um für die Unabhängigkeit Chiles zu kämpfen. Mitten im Angriff ging sein Pferd durch und trug den Reiter direkt in die gegnerischen Reihen. Hidalgo wurde vom Sattel auf die Bajonette gezerrt. Nach dem Sieg gab die neue Regierung dem Nordfort seinen Namen. Der Hauptmann selbst hatte hier nicht gedient: Nach seinem Familiennamen benannte man die Batterie, die der Sieg bei Chacabuco ihrer früheren Bestimmung beraubt hatte.
Die wichtigste Umgestaltung erfolgte ein halbes Jahrhundert später. Im Jahr eintausendachthundertdreiundsiebzig veranstaltete der Stadtintendant und Historiker Benjamín Vicuña Mackenna eine Ausstellung von Gegenständen aus der Kolonialzeit. Bilder, Waffen, Möbel und Dokumente waren von privaten Eigentümern ausgeliehen worden; nach dem Ende der Ausstellung sollte sich die Sammlung deshalb wieder auf die Häuser verteilen. Vicuña Mackenna wollte sie der Stadt erhalten und veröffentlichte in den Zeitungen eine Bitte, Gegenstände dem künftigen ständigen Museum zu übergeben.
Für das Museum wählte er die Batería Hidalgo, das ehemalige Pulvermagazin und Gefängnis. Arbeiter sprengten Durchgänge in die dicken Mauern, rissen die steinernen Trennwände zwischen den Zellen ab und verlegten Holzböden. Dort, wo früher Geschütze auf Lafetten standen, legte man einen Garten an. Im September eintausendachthundertvierundsiebzig eröffneten das Museum und eine öffentliche Bibliothek. Im Katalog waren einhundertfünfundsiebzig Gegenstände und zweiundvierzig Porträts kolonialer Gouverneure verzeichnet.
Nach dem Tod Vicuña Mackennas im Jahr eintausendachthundertsechsundachtzig schloss man das Museum. Die Sammlung wurde auf städtische Einrichtungen verteilt, und die frei gewordenen Säle verwandelte man in ein städtisches Lager. Die Gegenstände verschwanden jedoch nicht: Im Jahr neunzehnhundertelf ging ein Teil dieser Sammlung in das Museo Histórico Nacional ein.
Von dem Gefängnis, das Vicuña Mackenna für die Ausstellungssäle hatte öffnen lassen, sind auf der Ostseite vier alte Fenster mit Eisengittern erhalten. Die übrigen Öffnungen gehören bereits zum Museum, das im Inneren der Batería Hidalgo eingerichtet wurde.
Praktisch vor Ort
Der Zugang zu den äußeren Terrassen richtet sich nach den Öffnungszeiten des Cerro Santa Lucía. Die Batería Hidalgo selbst wird von außen besichtigt; ein garantierter freier Eintritt ins Innere besteht nicht.
Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Die Geschichte des Gebäudes lässt sich von außen lesen. Der Zugang zum Inneren kann von stattfindenden Veranstaltungen abhängen; planen Sie Ihre Route daher nicht um das Innere herum.
