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Dreifaltigkeit: die Kuppel nach Katastrophen

Dreifaltigkeitskirche

Die Kuppel wird den heutigen Kirchenkomplex mit dem Brand, den Folgen und dem schnellen Wiederaufbau verbinden.

15 Min.
Dreifaltigkeitskirche Salzburg
Händl Klaus / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Die zentrale Kuppel
  • Zwei Türme mit flachen Abschlüssen
  • Der rechte Flügel des Komplexes
  • Das Gemälde der Krönung Marias

Die Geschichte des Ortes

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Ende des siebzehnten Jahrhunderts wurde für das Salzburger Priesterseminar ein Komplex mit einer Kirche zwischen zwei Wohn- und Unterrichtsflügeln errichtet. Die große Kuppel fasste diesen Bau zu einem Ganzen zusammen; unter ihr nahmen angehende Priester an Gottesdiensten teil. Das Gemälde von Johann Michael Rottmayr zeigt die Krönung Marias durch den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist in Gestalt einer Taube; von dieser Szene erhielt die Kirche den Namen Dreifaltigkeitskirche. Zu beiden Seiten der Fassade stehen zwei Türme mit flachen Abschlüssen, und im rechten Flügel befindet sich erneut der Eingang zum erzbischöflichen Priesterseminar.

Am dreißigsten April tausendachthundertachtzehn bereitete die zwanzigjährige Elisabeth Trepka im rechten Flügel dieses Gebäudes das Mittagessen zu. Sie war die Frau eines Patrouillenkommandanten und lebte mit ihrem Mann in der Kaserne. Das Militär besetzte einen Teil des Komplexes, der für einen ganz anderen Zweck errichtet worden war.

Ende des siebzehnten Jahrhunderts beabsichtigte der Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein, dem Salzburger Priesterseminar ein dauerhaftes Zuhause zu geben. Die Kirche wurde zwischen zwei Wohn- und Unterrichtsflügeln errichtet. Die Kuppel bildete das Zentrum der gesamten Anlage, und unter ihr nahmen angehende Priester an Gottesdiensten teil. Nach dem Übergang Salzburgs unter die Verwaltung des Kaisertums Österreich wurde eines der Gebäude einem Jägerbataillon überlassen. So wurde die Seminarküche zur Soldatenküche.

Damals war das Löschen von Bränden Aufgabe des Militärs, deshalb durften dessen Frauen nur bei voller Besetzung der Kaserne kochen. An jenem Tag war die Garnison wegen der Ankunft eines hohen Gastes zu einer Parade ausgerückt. Trepka entschied sich trotzdem, das Mittagessen zuzubereiten, und stellte eine Pfanne mit ausgelassenem Fett ans Feuer. Daneben kochte Wasser.

Den genauen Augenblick sah niemand. Die Ermittler fanden im Schornstein verbranntes Fett, und Trepka selbst gestand nach langen Verhören, dass sie gekocht hatte. Nach der Rekonstruktion der Ermittler gelangte Wasser in die glühend heiße Pfanne. Das brennende Fett wurde durch den Schornstein auf die trockene Holzbedachung geschleudert.

In der Nähe befanden sich keine diensthabenden Soldaten. Von der Festung gab man ein Kanonensignal wegen des Brandes, doch die Menschen warteten auf die Ankunft des Ehrengastes und hielten den Schuss zunächst für einen Salut. Als die Soldaten ihre Formation verließen und zur Kaserne rannten, brannte das Dach bereits. Der Wind trug das Feuer über die Holzschindeln der Nachbarhäuser weiter. Der Brand dauerte mehrere Tage: Zwölf Menschen starben, fast dreihundert Familien verloren ihre Unterkunft, mehr als achtzig Gebäude wurden zerstört oder schwer beschädigt.

Elisabeth Trepka wurde verhaftet und in Linz vor Gericht gestellt. Man stellte bei ihr keine Absicht fest, den Brand zu legen; die Zeit in Haft wurde ihr als Strafe angerechnet, und sie wurde freigelassen. Für das Bataillon hatten die Folgen längere Dauer: Das Militär verlor seine Gebäude am rechten Ufer, der Bau neuer Kasernen wurde ihm verweigert, und ein Teil der Einheiten musste aus Salzburg abgezogen werden.

Die Türme der Kirche brannten aus, einige Altarfiguren gingen zugrunde. Der ovale Saal unter der großen Kuppel wurde wesentlich weniger beschädigt. Am fünfundzwanzigsten Oktober desselben Jahres wurde die Kirche wieder geöffnet; im Inneren war vor allem eine Reinigung erforderlich. Die flachen Abschlüsse der beiden Türme, die heute zu beiden Seiten der Fassade sichtbar sind, wurden erst nach dem Brand angebracht.

Unter der zentralen Kuppel blieb das Gemälde von Johann Michael Rottmayr erhalten. Der Künstler stellte die Krönung Marias durch die Heilige Dreifaltigkeit dar – durch den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist in Gestalt einer Taube. Von dieser Szene erhielt die Kirche ihren Namen.

Im rechten Flügel befindet sich wieder der Eingang zum erzbischöflichen Priesterseminar. Im Eckteil des Komplexes, wo der Brand begann, ist heute eine Buchhandlung untergebracht. Über der ehemaligen Kasernenküche erhebt sich weiterhin die Kuppel mit Rottmayrs Gemälde.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktLinzer Gasse, fünf
Eintrittvon außen

Salzburg.info veröffentlicht die Messzeiten; der touristische Zugang hängt von geöffneten Türen, Gottesdiensten und Veranstaltungen ab.

Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Bleiben Sie während eines Gottesdienstes am Eingang oder kommen Sie später wieder; wenn die Türen geschlossen sind, ist die Komposition des Gebäudes von außen gut zu erkennen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Lassen Sie die Kirche hinter sich und gehen Sie zu den Handelsfassaden der Linzer Gasse; der Endpunkt liegt beim Haus Nummer fünf.

Stopp 7 von 8Weiter: Linzer Gasse, fünf

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Mirabell und das barocke rechte Ufer“ — 8 Stopps, etwa 0,8 km, 1-2 Stunden.

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