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Festung Hohensalzburg

Festung Hohensalzburg

Das Finale kehrt zum gestürzten Herrscher zurück und zeigt, wie die Festung von einem Zufluchtsort zu seiner Isolation wurde.

30 Min.
Festung Hohensalzburg
Matthias Süßen · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Goldener Saal
  • Zugemauerte Fenster
  • Alter Schornstein
  • Ausstellung des Rainer-Regiments

Die Geschichte des Ortes

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Die Festung wurde im elften Jahrhundert als geschützter Zufluchtsort für die Salzburger Erzbischöfe zu bauen begonnen. Zu Beginn des siebzehnten Jahrhunderts brauchte man ihre Höhe, ihre Mauern und den einzigen bewachten Aufstieg, um den Erzbischof von seiner eigenen Stadt zu isolieren.

Wolf Dietrich von Raitenau, der frühere Fürsterzbischof – kirchliches Oberhaupt und zugleich Herrscher von Salzburg –, unterlag im Streit mit Bayern um das benachbarte Berchtesgaden und dessen Salzeinnahmen. Im Jahr eintausendsechshundertelf wurde er bei der Flucht gefangen und auf die Festung Hohensalzburg gebracht. Im Frühjahr des folgenden Jahres zwang man Wolf Dietrich zur Abdankung. Sein Verwandter und Nachfolger Markus Sittikus von Hohenems hielt den ehemaligen Fürsten hier als päpstlichen Gefangenen fest: Wolf Dietrich wollte mit anderen Herrschern Verbindung aufnehmen und seine Befreiung erreichen, der neue Erzbischof fürchtete seine Rückkehr.

Eine unterirdische Zelle gab es nicht. Wolf Dietrich wurden mehrere Räume im dritten Stock des Hohen Stocks neben dem Goldenen Saal zugewiesen. Der bayerische Herzog verlangte, ihn so unterzubringen, dass er Salzburg nicht sehen konnte. Als der Gefangene die ersten Briefe nach draußen zu schicken vermochte, mauerte man einige Fenster zu und verschloss sie mit hölzernen Verschalungen und Eisengittern: Die Wache hinderte ihn daran, den Dienern Zettel zuzuwerfen.

Am achten Oktober eintausendsechshundertzwölf verkündeten die Kanonen der Festung die Einfahrt von Markus Sittikus von Hohenems in die Stadt. „Und wir werden auch schießen“, erwiderte Wolf Dietrich und schlug den Kachelofen entzwei. Hinter dem beschädigten Mauerwerk entdeckte man eine Öffnung zu der Stelle, von der aus der Ofen beheizt wurde. Dort arbeitete ein Kirchendiener. Er und der Festungskoch erklärten sich bereit, dem Gefangenen zu helfen, in der Hoffnung auf eine Belohnung, falls der frühere Fürst in Freiheit käme.

Tinte und Papier versteckte man in einem Kuchen. Die Briefe zog man durch den Schornstein hinauf und hinunter. Als es warm wurde und es verdächtig war, den Ofen weiter zu heizen, stiegen die Helfer auf den Dachboden. Sie bohrten den Boden und einen dicken Deckenbalken direkt über Wolf Dietrichs Zimmer durch. Um die Papiere geräuschlos weiterzugeben, musste der Gefangene einen Stuhl auf den Tisch stellen und das Bündel unmittelbar unter der Decke entgegennehmen.

So gelangten seine Botschaften zu den Fürsten, die sich in Regensburg zu einer Reichsversammlung versammelt hatten. Markus Sittikus von Hohenems erfuhr von dem Briefwechsel und befahl eine Untersuchung. Der Koch konnte fliehen. Einen Helfer jagte man unter Rutenschlägen von der Festung bis zum Klausentor, den anderen verbannte man auf Lebenszeit aus Salzburg. Später bereiteten drei Soldaten noch eine Flucht vor. Der Plan wurde zufällig entdeckt: Ein Soldat entkam, zwei wurden zum Tode verurteilt.

Wolf Dietrich blieb bis zum sechzehnten Januar eintausendsechshundertsiebzehn auf der Festung Hohensalzburg und starb hier nach fünf Jahren Gefangenschaft. Forschende lokalisierten seine Räume neben dem Goldenen Saal anhand von Archivbeschreibungen, zugemauerten Fenstern und dem alten Schornstein. Die Trennwände wurden seither verändert; heute nimmt diesen Teil des dritten Stocks das Rainer-Regimentsmuseum ein.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort30 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittmit Ticket

Januar–April 09:30–17:00; Mai–September 08:30–20:00, dabei Museen, Staatsräume und Magisches Theater 09:00–19:00; Oktober–Dezember 09:30–17:00; letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung.

Geprüft: 27. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Aufstieg und die Besichtigung der Innenräume erfordern mehr Kraft und Zeit als die Außenroute durch das Zentrum. Planen Sie die Ausstellungen gesondert ein; auf den offenen Flächen sollten Sie Wind, Sonne und nach Regen rutschige Stellen berücksichtigen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Beenden Sie den Spaziergang bei den Räumen des ehemaligen Herrschers, über der Stadt, die er einst regierte.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Salzburg der Fürsterzbischöfe: Altstadt und Festung“ — 7 Stopps, etwa 2 km, 2–3 Stunden.

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