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Vatikanische Museen

Das Finale zeigt, wie eine in einem Weinberg gefundene Skulptur zum Kern einer Sammlung wurde, die die Päpste später der Öffentlichkeit öffneten.

15 Min.
Wendeltreppe in den Vatikanischen Museen mit Blick nach oben auf eine Glaskuppel.
gnuckx · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Marmorgruppe „Laokoon und seine Söhne“
  • Achteckiger Hof
  • Galerien des Apostolischen Palastes

Die Geschichte des Ortes

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Im Apostolischen Palast verbinden sich die Galerien mit ehemaligen Wohnräumen, Kapellen und Sälen, die für verschiedene Sammlungen errichtet wurden. Daher führt der Weg hier durch eine ganze Kette von Räumen, in denen die Sammlungen mehrerer Päpste nebeneinander liegen. Der Achteckige Hof trug früher den Namen Statuenhof. Dort steht noch immer die Marmorgruppe Laokoon mit seinen Söhnen, und die Schlangen, die sich um die Figuren winden, sind sofort zu sehen.

Im Sommer des Jahres eintausendfünfhundertsechs ließ Papst Julius II. im inneren Garten des Belvedere eine Marmorgruppe aufstellen: einen Mann und zwei Jünglinge, die von Schlangen erdrosselt werden. Julius sammelte antike Statuen bei seiner vatikanischen Residenz. Mit ihrer Hilfe wollte er das christliche Rom als Erben des Rom der Kaiser darstellen. Der Garten war für den Papst, seine Gäste und die hier zugelassenen Künstler bestimmt. Ein öffentlich zugängliches Museum gab es noch nicht.

Einige Monate zuvor bereitete Felice de Fredis, der Besitzer eines Weinbergs auf dem römischen Hügel Oppius, das Grundstück für den Bau eines Hauses vor. Arbeiter stießen unter der Erde auf Fragmente einer großen Skulptur. Julius schickte den päpstlichen Architekten Giuliano da Sangallo, um den Fund zu bestimmen. Sangallo verglich ihn mit einer antiken Beschreibung der berühmten Gruppe „Laokoon und seine Söhne“. So wurde die Skulptur damals identifiziert.

Der antiken Überlieferung zufolge versuchte der trojanische Priester Laokoon, seine Mitbürger davon zu überzeugen, das von den Griechen zurückgelassene hölzerne Pferd nicht in die Stadt zu bringen. Die Götter, die den Griechen halfen, schickten Schlangen, die den Priester zusammen mit seinen Söhnen töteten. Der Marmor bewahrt den Augenblick, in dem der Vater noch Widerstand leistet, ein Sohn schon beinahe entkräftet ist und der zweite versucht, sich zu befreien.

De Fredis übergab den Fund Julius. Zur Gegenleistung gehörte das Recht, lebenslang einen Teil der Abgabe auf Waren zu erhalten, die durch die Porta San Giovanni nach Rom eingeführt wurden. So wurde der auf dem Grundstück entdeckte Marmor für den Besitzer des Weinbergs zu einem jährlichen Einkommen. Julius erhielt ein Werk, das er zum Mittelpunkt seines Statuenhofs machte. Um Laokoon stellte man weitere Altertümer auf, und dieser geschlossene päpstliche Garten wurde zum ersten Kern der künftigen Vatikanischen Museen.

Zweieinhalb Jahrhunderte später beschloss Papst Clemens XIV., antike Werke in Rom zu halten, die ihre Besitzer an ausländische Käufer verkauften, und verwandelte die päpstliche Sammlung in ein öffentliches Museum. Sein Nachfolger Pius VI. erweiterte die Ausstellungsräume und die Sammlung. Ihre Namen sind im Namen des Pio-Clementino-Museums erhalten.

Deshalb bestehen die Vatikanischen Museen aus vielen miteinander verbundenen Teilen: aus Sammlungen verschiedener Päpste, eigens errichteten Sälen, Galerien, ehemaligen Wohnräumen und Kapellen des Apostolischen Palastes. Laokoon steht noch immer im Achteckigen Hof – dem ehemaligen Statuenhof, in den Julius II. ihn aus dem Weinberg von Felice de Fredis bringen ließ.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittvon außen

Die Museen sind Mo–Sa 08:00–20:00 geöffnet, letzter Einlass 18:00; am letzten Sonntag des Monats 09:00–14:00, sofern keine Feiertagsausnahmen gelten.

Geprüft: 25. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Versuchen Sie nicht, alle Säle in einem Rundgang zu erfassen. Wählen Sie vorab einige Werke aus der Erzählung aus und berücksichtigen Sie, dass der zugängliche Weg durch das Museum von offenen Bereichen und dem Besucherstrom abhängen kann.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Der Spaziergang endet im Achteckigen Hof bei Laokoon, mit dem die päpstliche Sammlung begann.

Stopp 8 von 8Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Borgo und Vatikan: päpstliche Macht in der Stadt“ — 8 Stopps, 4 km, 3-5 Stunden.

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