Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Offene Plaza de Guápulo
- Fassade der Iglesia de Nuestra Señora de Guápulo
- Ebene Fläche vor der Kirche
- Häuser weiter oben und weiter unten am Hang
Die Geschichte des Ortes
An der Fassade der Kirche liegt eine große ebene Plaza de Guápulo, und an ihren Rändern steigen die Häuser des Viertels wieder den Hang hinauf und hinab. An den Tagen der Gemeindemärkte stehen hier Stände mit zubereitetem Essen und Arbeiten örtlicher Handwerker. Früher hängte man die in den Häusern gesammelten Vorräte und Gegenstände an einer Schnur über der Plaza de Guápulo auf, die die Teilnehmer im Sprung herausholten. Als der Bezirksrat die Vorbereitung des Festes übernahm, verschwand dieser Brauch.
Am steilen Hang von Guápulo ließen die Bauleute vor der Iglesia de Nuestra Señora de Guápulo auf der einzigen großen ebenen Fläche einen offenen Hof frei. Die Bewohner siedelten weiter oben und weiter unten am Hang, und während des Festes kamen hier Prozessionen aus allen Teilen der Siedlung zusammen. Hier fand das Fest auch seinen alten, ganz materiellen Abschluss.
Die Vorbereitung leiteten der Prioste und der Kapitän. Prioste nannte man den Bewohner, der für ein Jahr die Kosten der Feierlichkeiten übernahm. Nach seiner Ernennung sammelte er „jochas“ – zugesagte Lebensmittel und Gegengaben früherer Verantwortlicher. Dann bestellte er ein Gewand für das Bildnis der Virgen de Guadalupe de Guápulo, engagierte ein Orchester, kaufte Essen und alles Nötige für das Fest. Für diese Rolle war kein Lohn vorgesehen: Was fehlte, musste aus dem Geld der Familie gedeckt werden. Der Kapitän war für die Verkleideten verantwortlich und verteilte unter ihnen die Rollen.
Nach der bereits bekannten Lanzada de Naranjas folgte die „Corrida de Gallos“ – das „Hahnenrennen“. Der Name täuscht: Im Mittelpunkt standen das Sammeln und Verteilen von Gaben. Am Morgen gingen der Prioste, der Kapitän und die Verkleideten von Haus zu Haus in Guápulo. Die Hausherren gaben ihnen Lebensmittel, Alkohol, Kleidung, Hühner, Meerschweinchen – was jeder aus seinem Haushalt entbehren konnte.
Das Gesammelte brachte man auf die Plaza de Guápulo und hing es an einer gespannten Schnur auf. Die Teilnehmer sprangen hoch und rissen sich ihre Belohnung herunter. So ging das Eigentum, das die Bewohner einzeln aus ihren Häusern herausbrachten, am Ende des Festes an andere Familien über. Der Empfänger trug die Beute nach Hause, und der Prioste erfüllte seine einjährige Verpflichtung gegenüber den Nachbarn.
Mit der Zeit wurden die Ausgaben für einen einzelnen Verantwortlichen zu hoch. Der Bezirksrat übernahm die Vorbereitung, und der Prioste und der Kapitän verschwanden in ihrer früheren Form; mit ihnen wurde auch das Rennen mit den Gaben nicht mehr veranstaltet. Im September kommen Verkleidete und Prozessionen weiterhin auf dieser Fläche zusammen. An den Tagen der Gemeindemärkte stellen die Bewohner dort, wo früher die Schnur mit den Vorräten aus den Haushalten gespannt wurde, Stände mit Essen und Handwerkswaren auf.
Praktisch vor Ort
Offener Platz mit freiem Zugang im Außenbereich; Veranstaltungen, Gottesdienste und Verkehrsbeschränkungen können die Bewegung um ihn herum verändern.
Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Wenn auf der Plaza de Guápulo eine Prozession, Messe oder ein Fest stattfindet, lassen Sie den Durchgang frei und beobachten Sie von der Seite. Betrachten Sie die Teilnehmer und Gebetsgesten nicht als Inszenierung für ein Foto.
