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Igreja e Torre dos Clérigos

Igreja e Torre dos Clérigos

Die Aufzeichnungen der Bruderschaft verbinden den berühmten Glockenturm mit der Hilfe, die sein betagter Architekt am Ende seines Lebens erhielt.

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Igreja e Torre dos Clérigos
António Amen · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Das ovale Innere der Kirche
  • Der mehrstöckige Glockenturm
  • Der Holzboden am Hauptaltar

Die Geschichte des Ortes

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Über der ovalen Kirche erhebt sich ein mehrstöckiger Turm, der in den hinteren Teil des Grundstücks versetzt ist. Die Kirche war von Räumen der Bruderschaft und einer Krankenstation umgeben: Der Komplex diente zugleich dem Gottesdienst und dem Alltagsleben der Gemeinschaft. Vor dem Bau lag hier eine Brache nahe dem Friedhof der Hingerichteten, und unter dem Holzboden am Hauptaltar fand man später eine kleine Krypta.

Der Name „Clérigos“ verweist auf die Menschen, für die dieser gesamte Komplex errichtet wurde. Zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts bestanden in Porto drei Vereinigungen von Priestern. Sie sammelten Geld, um erkrankte Mitbrüder zu behandeln, Verarmte zu unterstützen und jene zu begraben, die kein Geld für ein Begräbnis hatten. Mitgliederzahl und Einnahmen gingen zurück, deshalb schlossen sich die Vereinigungen im Jahr eintausendsiebenhundertsieben zur Irmandade dos Clérigos zusammen.

Ein eigenes Gebäude hatten sie nicht: Ihre Versammlungen fanden in der Igreja da Misericórdia do Porto statt, die ihnen nicht gehörte. Im Jahr eintausendsiebenhunderteinunddreißig überließen zwei Priester der Bruderschaft eine Brache, die damals Cruz da Cassoa genannt wurde. Das Grundstück lag nahe dem Friedhof der Hingerichteten, war aber frei und wurde unentgeltlich überlassen. Einhundertzwanzig Mitglieder der Bruderschaft stimmten für den Bau einer eigenen Kirche; niemand sprach sich dagegen aus.

Mit dem Entwurf wurde Nicolau Nasoni betraut, ein italienischer Maler, der nach Porto gekommen war, um die Sé do Porto auszumalen. Für ihn war dieser Auftrag die erste dokumentierte große architektonische Arbeit in der Stadt. Nasoni entwarf eine ovale Kirche, Räume der Bruderschaft mit einer Krankenstation und einen Glockenturm im hinteren Teil des Grundstücks. Gerade dieser Glockenturm, der im Jahr eintausendsiebenhundertdreiundsechzig vollendet wurde, ist heute als Torre dos Clérigos bekannt.

Während der Bauarbeiten veränderte sich das Verhältnis des Architekten zu seinen Auftraggebern. Im Mai eintausendsiebenhundertdreiundvierzig nahmen die Brüder Nasoni als Laien in ihre Vereinigung auf, als Anerkennung seiner langjährigen Arbeit. Die Mitgliedschaft gab ihm Anspruch auf eben jene Hilfe, für die die Priester die Bruderschaft einst gegründet hatten.

Dieses Recht brauchte er dreißig Jahre später. Im Dezember eintausendsiebenhundertzweiundsiebzig reichte der einundachtzigjährige Nasoni bei den Leitern der Bruderschaft ein Gesuch ein. Der Architekt, der von einzelnen Aufträgen für Gebäude und Ausmalungen lebte, bezeichnete sich als krank und mittellos. Er klagte über eine Brustkrankheit und bat zunächst darum, in die Krankenstation der Clérigos aufgenommen zu werden. Dann fügte er die Bitte hinzu, ihn zu Hause zu behandeln: Dort wurde er von seiner unverheirateten Tochter versorgt, die seine einzige ständige Begleiterin blieb.

Die Brüder stimmten zu. Der leitende Bedienstete der Krankenstation kam zu Nasoni, und die Ausgaben wurden in den Rechnungsbüchern verzeichnet. Diese Hilfe dauerte bis zum dreißigsten August eintausendsiebenhundertdreiundsiebzig, als der Architekt im Alter von zweiundachtzig Jahren starb. Im Totenbuch wurde ausdrücklich festgehalten: Nasoni wurde als Armer in die Fürsorge aufgenommen, die Bruderschaft ließ für ihn drei Totenmessen halten und begrub ihn in der Igreja e Torre dos Clérigos.

Die genaue Stelle des Grabes geriet in Vergessenheit. Während einer Renovierung im Jahr zweitausendvierzehn verlegte ein Elektriker unter dem Holzboden nahe dem Hauptaltar ein Kabel und entdeckte zufällig eine kleine Krypta. Darin befanden sich die Überreste von sechsundzwanzig Menschen; die Daten zu vier Männern lassen zu, dass einer von ihnen Nasoni sein könnte, doch den Forschern gelang es nicht, seine Identität festzustellen.

Der Turm wurde zehn Jahre vor dem Tod des Architekten vollendet. Sie bewahrte den Namen des Architekten für die ganze Stadt, während sein Begräbnisort in der von ihm erbauten Kirche namenlos blieb.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort28 Min.
Nächster PunktIgreja de São Francisco
Eintrittvon außen / Eintrittskarte für den Turm

Der Turm lässt sich gut von der Straße aus betrachten; der Aufstieg über die enge Treppe erfordert eine eigene Entscheidung und die Prüfung der aktuellen Bedingungen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Beginnen Sie den langen Abstieg von den Clérigos zum Flussviertel.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Von Sé do Porto zur Ribeira: Wer Porto veränderte“ — 8 Stopps, 2.6 km, 2 Std. 30 Min..

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