Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Rosa Palast
- Steinernes Wappen
- Offener Raum des Platzes
Die Geschichte des Ortes
Der offene Raum entstand, als die Stadt hier einen Teil der Mauer bei einem der wichtigsten Zugänge zum alten Porto abtragen ließ. Das freie Gelände verband das historische Zentrum mit den östlichen Vierteln, und darum gruppierten sich Theater, Kino, Postamt und Hotels. Der rosa Palast mit steinernem Wappen war zeitweise das Hauptpostamt, und heute befindet sich in seinen Räumen ein Hotel.
„Batalha“ bedeutet „Schlacht“. Einer städtischen Überlieferung zufolge versuchten die Einwohner von Porto hier im zehnten Jahrhundert, das Heer von al-Mansur aufzuhalten – des Heerführers und faktischen Herrschers des Kalifats von Córdoba. Die Verteidiger wurden geschlagen, die Stadt geplündert. Bekannt ist, dass al-Mansur im Jahr eintausendneunhundertsiebenundneunzig tatsächlich Landtruppen und über den Douro eingetroffene Schiffe in Porto versammelte, bevor er zum Feldzug gegen Santiago de Compostela aufbrach. Für eine Schlacht genau am Ort des heutigen Platzes spricht jedoch die Überlieferung, kein Dokument. Davon ist hier weder eine Mauer noch ein Grab geblieben. Geblieben ist der Name.
Der Platz selbst entstand später bei den Toren von Simo de Vila, einem der wichtigsten Zugänge zum von Mauern umgebenen Porto. Im achtzehnten Jahrhundert ließ die Stadtverwaltung diesen Abschnitt der Befestigungen abtragen, und an der frei gewordenen Stelle trafen die Straßen aus der Altstadt und den östlichen Vierteln zusammen. Deshalb befinden sich hier ein Theater, ein Kino, ein Postamt, Hotels und ein großer Platz davor.
An der Ostseite steht ein rosa Palast mit einem steinernen Wappen. Seine eindrücklichste Geschichte begann im Jahr eintausendachthundertzweiunddreißig, als Porto zum Mittelpunkt eines Bürgerkriegs wurde. Der ehemalige König Pedro setzte sich dafür ein, dass seine Tochter Maria die portugiesische Krone zurückerhielt und die Verfassungscharta wiederhergestellt wurde. Sein Bruder Miguel hielt den Thron und verteidigte die absolutistische Ordnung. Die Familie, der der Palast gehörte, unterstützte Miguel und verließ die Stadt, nachdem Pedros Armee eingetroffen war. Die Liberalen besetzten das leer stehende Haus und richteten darin ein Militärhospital ein.
Am achten September griffen die Miguelisten die Stellungen auf der Serra do Pilar am anderen Ufer des Douro an. Diese Verteidigung befehligte Bernardo de Sá Nogueira, ein Berufsoffizier und Militärgouverneur von Porto; der Dienst in der Armee war sein Beruf. Er wollte die Anhöhe halten, ohne die es der belagerten Stadt schwerer gefallen wäre, die Flussübergänge zu verteidigen. Eine Kugel zerschmetterte ihm den rechten Arm. Bernardo de Sá Nogueira führte das Kommando bis zum Ende der Schlacht weiter; danach brachte man ihn über den Douro in das Hospital am Praça da Batalha. In diesen Räumen amputierte ein Chirurg den Arm.
Die Miguelisten nahmen die Serra do Pilar an diesem Tag nicht ein. Bernardo de Sá Nogueira überlebte die Operation und erhielt schon zwei Monate später das Amt des Marineministers in der belagerten Regierung Pedros. Im Frühjahr des folgenden Jahres verlieh man ihm für die Verteidigung der Anhöhe den Titel Barão de Sá da Bandeira; später wurde er Marquês de Sá da Bandeira und stand mehrmals der Regierung des Landes vor.
Das steinerne Wappen an der rosa Fassade gehört den früheren Eigentümern. Im zwanzigsten Jahrhundert war der Palast Sitz des Hauptpostamts, heute befindet sich darin ein Hotel. Vom Militärhospital ist kein eigenes Gebäude erhalten geblieben: Der verletzte Bernardo de Sá Nogueira wurde genau in diesen Palast hineingetragen.
Praktisch vor Ort
Der öffentliche Raum ist rund um die Uhr geöffnet.
Geprüft: 17. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Die Fassaden können vom Platz aus besichtigt werden, doch die restaurierten Malereien befinden sich im Inneren des Kinos und sind möglicherweise ohne Veranstaltung oder gesonderten Besuch nicht zugänglich. Eintrittskarten für eine Aufführung oder Vorführung sind nicht Teil des Spaziergangs und können bei Interesse selbst geplant werden.
