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Antikes Theater von Philippopolis

Античен театър на Филипопол

Ein umgedrehter Sockel in einer späteren Treppe verlegt den Baubeginn des Theaters um drei Jahrzehnte zurück.

30 Min.
Antikes Theater von Philippopolis mit halbkreisförmigen Reihen, der Säulenfassade des Bühnengebäudes und Ausrüstung für ein Konzert
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Worauf achten

  • Achtundzwanzig steinerne Reihen
  • Halbkreisförmige Orchestra
  • Bühnengebäude
  • Säulen über der Bühne

Die Geschichte des Ortes

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Den natürlichen Felshang zwischen Dzhambaz Tepe und Taksim Tepe verwandelten die Baumeister in einen Zuschauerraum mit achtundzwanzig steinernen Reihen; unten liegen die halbkreisförmige Orchestra und das Bühnengebäude mit Säulen. Im antiken Philippopolis reisten Vertreter der Städte des Römischen Thrakiens nicht nur zu Aufführungen hierher, sondern auch zu Versammlungen. In die Marmorsitze meißelte man Plätze für Magistrate, Provinzbeamte und Bürgergruppen: Ehrengäste saßen an der Orchestra, die übrigen nahmen getrennte Sektoren ein.

Im Jahr zweitausendsechzehn untersuchte das Team der Archäologin Maja Martinova-Kyutova eine spätantike Treppe an der halbkreisförmigen Fläche vor der Bühne. Eine der Stufen bestand aus einem Bruchstück eines Marmorsockels. Einst stand darauf eine Statue; nach der Zerstörung des Theaters wurde der Stein umgedreht und im Mauerwerk verwendet.

Die Inschrift auf dem Sockel las der Spezialist für altgriechische Texte Nikolay Sharankov. Sie nannte Titus Flavius Kotys – einen Nachkommen einer thrakischen Königsfamilie, die das römische Bürgerrecht angenommen hatte. Kotys bekleidete das Amt des ersten Archonten, also des obersten städtischen Magistrats seines Jahres, der die öffentlichen Arbeiten leitete. Dreimal wählte man ihn zum obersten Priester des Kaiserkults der Provinz: Bei Zeremonien zu Ehren des römischen Herrschers vertrat er die Städte Thrakiens.

Solche Ämter erforderten ein eigenes Vermögen. Von einem Stadtoberhaupt erwartete man, dass es Festlichkeiten oder einen Bau bezahlte und sich damit öffentliche Anerkennung verdiente. Die Inschrift berichtet, dass Kotys seine Heimatstadt mit prächtigen Gebäuden schmückte; auch den Bau des Theaters bringen Archäologen mit seinem Geld in Verbindung. Für ihn war das Ergebnis eine Bronzestatue vor den Zuschauern und Delegierten der Provinz. Der Name der Person, die die Statue in Auftrag gab, ist nur teilweise erhalten.

Die Statue wurde genau hier aufgestellt, weil die Funktionen des Theaters nicht auf Aufführungen beschränkt waren. Hier versammelten sich Vertreter der Städte des Römischen Thrakiens. In die Marmorsitze waren Plätze für städtische Magistrate, Provinzbeamte und einzelne Bürgergruppen eingemeißelt. Der Zuschauerraum zeigte die Ordnung der Versammlung ganz unmittelbar: Ehrengäste saßen näher an der Orchestra – der Fläche zwischen den Reihen und der Bühne –, die übrigen nahmen markierte Sektoren ein. Dafür nutzten die Baumeister den natürlichen Felshang zwischen Dzhambaz Tepe und Taksim Tepe: Achtundzwanzig Reihen steigen am Felsen empor, und das Bühnengebäude schließt die Mulde unten ab.

Der Fund des Sockels veränderte das Alter des gesamten Bauwerks. Früher datierte man das Theater in das Jahr einhundertsechzehn oder einhundertsiebzehn, in die Zeit des Kaisers Trajan: Sein Name ist in einer Bauinschrift auf dem Architrav erhalten. Kotys lebte früher. Seine Statue bewies, dass das Theater bereits in den neunziger Jahren des ersten Jahrhunderts unter Kaiser Domitian existierte. Die Inschrift Trajans bringt man nun mit einer späteren Bauphase in Verbindung, und den Baubeginn verlegte man um ungefähr drei Jahrzehnte zurück.

Die Bronzefigur des Kotys verschwand. Der Marmorsockel überlebte sie, weil spätere Baumeister das Denkmal in eine Stufe verwandelten. Moderne Aufführungen, Konzerte und Opern finden wieder auf der früheren Bühne statt, und das Datum ihrer Entstehung ist dank des Steins bekannt, der viele Jahrhunderte mit der Inschrift nach innen in der Treppe lag.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort30 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittmit Ticket

Täglich: April–Oktober 09:30–18:00, November–März 09:00–17:30; Pause 12:30–13:00. Veranstaltungen und Aufbauarbeiten können den Zugang zur Bühne verändern.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Zugang zur Bühne und zu einzelnen Sektoren kann sich wegen Veranstaltungen ändern; Besichtigung und Eintrittskarte für eine Aufführung werden getrennt geplant.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Beenden Sie den Rundgang auf den Zuschauerreihen: Die letzte Geschichte wird den gefundenen Sockel mit der Datierung des gesamten Theaters verbinden.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Plowdiw über Plowdiw: Zentrum und Altstadt“ — 9 Stopps, 2,6 km, etwa 4 Std..

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