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Opern- und Balletttheater Perm

Пермский театр оперы и балета имени П. И. Чайковского

Auf dieser Bühne wird ein eiliger Auftrag zu Musik führen, die dem Publikum die übrigen Kompositionen ihres Autors in den Schatten stellt.

16 Min.
Fassade des Opern- und Balletttheaters Perm.
Lumaca · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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  • Zuschauerraum
  • Bühnenöffnung

Die Geschichte des Ortes

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Den Namen an der Hauptfassade erhielt das Theater, als das Permsker Ensemble bereits alle drei Ballette Tschaikowskys und den größten Teil seiner vollendeten Opern aufgeführt hatte. Später vollendete man auf dieser Bühne den vollständigen Zyklus seines Musiktheaters. Während des Umbaus errichtete man neue Räume um das alte Gebäude herum, doch der Bühnenraum selbst behielt seine bisherigen Maße. Hinter der heutigen Fassade ist die historische Spielstätte erhalten geblieben, die von späteren Theaterräumen umgeben wird.

Im Januar neunzehnhundertzweiundvierzig lebte der Komponist Aram Chatschaturjan ohne Arbeit in Evakuierung im Ural. Der Familie fehlten Lebensmittel und warme Kleidung. In einem Brief an seinen Bruder gestand er: „Ich werde von niemandem gebraucht.“ Einen Monat später wurde Chatschaturjan nach Molotow gerufen. Das aus Leningrad evakuierte Kirow-Theater (heute Mariinski-Theater) hatte das Gebäude des Opern- und Balletttheaters Perm bezogen und wollte Chatschaturjans Ballett aufführen.

Vor dem Krieg hatte Chatschaturjan das Ballett „Glück“ geschrieben, doch nun überarbeitete der Komponist die Musik fast vollständig für das neue Stück „Gajaneh“. Das Theater brachte ihn im nahe gelegenen Hotel Zentralnaja unter, stellte ein Klavier in sein Zimmer, sorgte für Verpflegung und gab ihm einen Assistenten. In einem halben Jahr schrieb Chatschaturjan rund siebenhundert Seiten Partitur. Die Ballettmeisterin Nina Anissimowa probte unterdessen das Stück mit dem Leningrader Ensemble auf dieser Bühne.

Kurz vor der Premiere verlangte der Theaterdirektor, dem letzten Akt noch einen Tanz hinzuzufügen. Chatschaturjan lehnte ab: Die Partitur war fertig, bis zur Premiere blieben nur wenige Tage, und zudem hatte sich sein Geschwür verschlimmert. Doch als er ins Hotel zurückkehrte, setzte er sich ans Klavier. Er begann die Arbeit um drei Uhr nachmittags und beendete sie um zwei Uhr nachts. Auf dem Titelblatt hinterließ er einen gereizten Zusatz: „Zum Teufel, dem Ballett zuliebe!“

Am Morgen brachte man die Musik hierher. Die Nummer, zunächst „Tanz der Kurden“ genannt, erklang erstmals auf der Bühne der Opern- und Balletttheaters Perm; bis zum Abend hatte Anissimowa die Choreografie dazu geschaffen, und nach weiteren vierundzwanzig Stunden fand die Generalprobe statt. Am neunten Dezember neunzehnhundertzweiundvierzig spielten Leningrader Künstler die Premiere von „Gajaneh“. Den Tanz, den der Komponist nicht schreiben wollte, lernte das Publikum als „Säbeltanz“ kennen.

Einige Monate später erhielt Chatschaturjan für „Gajaneh“ den Stalinpreis ersten Grades – einhunderttausend Rubel – und übergab das Geld dem Verteidigungsfonds. Ende der vierziger Jahre wurde der „Säbeltanz“ ein internationaler Hit und begann, seine übrigen Kompositionen in den Schatten zu stellen. Chatschaturjan selbst ärgerte das: Im Ausland wurde er fast als Komponist einer einzigen Melodie vorgestellt.

Der Name an der Fassade gehört einem anderen Komponisten. Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, der aus dem Ort Wotkinsk an der Kama stammte, arbeitete nicht hier. Seinen Namen erhielt das Theater im Jahr neunzehnhundertfünfundsechzig: Zu diesem Zeitpunkt hatte das Permsker Ensemble bereits alle drei Ballette Tschaikowskys und den größten Teil seiner vollendeten Opern aufgeführt. Der Chefregisseur Iosif Keller entschied, eine einzige Aufschrift reiche nicht aus, und setzte die Inszenierung der übrigen Opern durch. So wurden auf dieser Bühne in verschiedenen Jahren alle drei Ballette und alle acht vollendeten Opern des Komponisten aufgeführt.

Die Dekorationen der ersten „Gajaneh“ sind nicht erhalten. Während des Umbaus in den fünfziger Jahren errichtete man neue Räume um das alte Gebäude herum, ließ die Maße der historischen Bühne jedoch unverändert. Hinter der heutigen Fassade befindet sich derselbe Bühnenraum, in dem der „Säbeltanz“ erstmals aufgeführt wurde und in dem später der vollständige Theaterzyklus Tschaikowskys vollendet wurde.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort16 Min.
Nächster PunktDjagilew-Haus
Eintrittmit Ticket

Vorstellungen – nach Spielplan; Kasse und Dienste arbeiten nach dem aktuellen Spielplan des Theaters, Karten sollte man besser im Voraus kaufen.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Eine Vorstellung oder Führung erfordert eigene Planung, doch die Geschichte dieser Station lässt sich auch von außen lesen. Halten Sie sich während der Vorstellungen nicht an Dienstzugängen und Publikumswegen auf.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Überqueren Sie den Garten und gehen Sie die Sibirskaja-Straße hinauf zum Djagilew-Haus.

Stopp 5 von 9Weiter: Djagilew-Haus

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Stadt Perm: von der Kama bis zum Schpagin-Werk“ — 9 Stopps, etwa 5,9 km, 3–3,5 Std..

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