Stopp 3 von 7

Hauptballspielplatz

Juego de Pelota

Hier wird sich ein rituelles Wettspiel als Möglichkeit erweisen, einen Streit mit ganz handfesten Folgen zu beenden.

15 Min.
Der Hauptballspielplatz von Monte Albán.
Adam Jones from Kelowna, BC, Canada · CC BY-SA 2.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Eingetiefte Spielfläche
  • Schräge Seitenwände
  • Runder Stein in der Mitte
  • Rechteckige Nischen in den Ecken

Die Geschichte des Ortes

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Die Bahn zwischen den beiden Hängen liegt tiefer als die benachbarten Bauten, als hätte man den Platz absichtlich in den Boden versenkt. Die Seitenwände waren einst mit glattem Kalkputz überzogen: Von ihnen sprang ein massiver Kautschukball in die Mitte zurück. Senkrechte Ringe gab es hier nicht, und die Regeln des örtlichen Spiels können Archäologen nicht mehr rekonstruieren. In der Mitte ist ein runder Stein geblieben, während die rechteckigen Nischen in den Ecken bislang keine überzeugende Erklärung erhalten haben.

Hier stiegen zapotekische Spieler hinab – Teilnehmer eines rituellen Wettspiels, dessen Ausgang einen Streit um Land, Tribut oder Handel beenden konnte. Es ging um ganz handfeste Dinge. Gemeinschaften, die Monte Albán unterworfen waren, lieferten Mais, Bohnen und Kürbisse, und auf den Hauptplatz kamen Händler. Eine Niederlage konnte die Pflicht zu zahlen festschreiben, ein Sieg einen Anspruch auf ein Grundstück oder das Recht, über den Austausch zu bestimmen.

Der Platz wurde etwa einhundert Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung gebaut, als die Herrscher von Monte Albán das Tal um ihre Hauptstadt vereinten. Das Spiel wurde neben dem Platz ausgetragen, auf dem man Tribut einzog und Geschäfte abschloss: Die Entscheidung fiel dort, wo sie anschließend umgesetzt werden sollte. Die Namen der Parteien, der Spielstand und die konkreten Urteile sind nicht bis zu den Archäologen gelangt.

Die Spieler waren Menschen von hohem Rang. Auf einer in Monte Albán gefundenen Tonfigur ruht ein Teilnehmer, geschmückt mit Schmuck aus grünem Stein, einem Schutzgürtel um die Taille und Polstern an den Unterarmen. Der Gürtel dämpfte den Aufprall eines massiven Kautschukballs. Man schlug ihn mit Hüften und Unterarmen, um ihn zum Gegner zurückzuspielen und im Spiel zu halten.

Der Plan des Platzes folgt dieser Bewegung. Die Spielfläche wurde gegenüber den umliegenden Bauten eingetieft. Die schrägen Seitenwände waren mit einer dicken Schicht glatten Kalkputzes überzogen: Ein Ball, der sie traf, sprang wieder hinunter zu den Spielern. Senkrechte Steingelegen gab es hier nicht, und niemand kann die genauen Regeln der zapotekischen Spielvariante mehr rekonstruieren. Der runde Stein in der Mitte gilt als Markierung; die Funktion der rechteckigen Nischen in den Ecken bleibt unbekannt.

Darstellungen aus Oaxaca verbinden das Spiel mit Enthauptungen, doch sie beweisen nicht die verbreitete Geschichte, wonach auf diesem Platz zwingend der Sieger oder der Verlierer getötet wurde. Für die hiesigen Spiele ist ein anderer Ausgang zuverlässiger belegt: Der Streit erhielt eine siegreiche Seite und mit ihr zugleich einen neuen Tributzahler, einen Besitzer des Landes oder einen Verwalter des Handels.

Von diesen Entscheidungen sind keine Aufzeichnungen geblieben. Geblieben sind die Treppe nach unten, zwei einst glatte Hänge und der Steinkreis zwischen ihnen – der Ort, an dem man das Schicksal eines Maisfeldes oder eines Handelswegs der Bewegung eines Kautschukballs überließ.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktHauptplatz
Eintrittvon außen

Die archäologische Zone ist gewöhnlich täglich 8:00-17:00 geöffnet, letzter Einlass 16:00.

Öffnungszeiten nach Tagen
Mo08:00–17:00
Di08:00–17:00
Mi08:00–17:00
Do08:00–17:00
Fr08:00–17:00
Sa08:00–17:00
So08:00–17:00
Geprüft: 25. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie die Anlage vom Rand aus und steigen Sie nicht in gesperrte oder nicht für Besucher vorgesehene Bereiche hinab.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Lassen Sie den Platz unten zurück und treten Sie in den großen offenen Raum neben ihm.

Stopp 3 von 7Weiter: Hauptplatz

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Monte Albán: Stadt auf dem Gipfel“ — 7 Stopps, 1.4 km, 3 Stunden.

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